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GPS abschalten hilft nicht

Datenkrake: Android weiß immer, wo du bist

Bild: unsplash.com / Rodion Kutsaev

Zu wissen, wo sich Smartphone und Besitzer gerade befinden, hilft Apps und Diensten, die richtigen Daten bereitzustellen. Wer das nicht will, kann die Ortung abschalten. Doch jetzt hat sich herausgestellt: Android-Geräte sammeln auch dann weiter Daten.

Wenn das Telefon ausgeschaltet ist oder einzelne seiner Funktionen, dann ist es auch aus. So zumindest sollten die Nutzer annehmen können. Nun jedoch werden Besitzer von Android-Geräten eines Besseren belehrt: Das US-amerikanische Online-Magazin Quartz hat herausgefunden, dass aktuelle Smartphones und Tablet-Computer mit Android-Betriebssystem permanent Standortdaten aufzeichnen und zur Analyse weiterleiten.

Datensammlung auch über WLAN

Dabei spiele es keine Rolle, heißt es in dem Bericht, ob gerade aktiv Dienste zur Standortbestimmung wie Navigationsanwendungen genutzt würden. Außerdem sammele das Telefon weiter Daten, selbst wenn die Ortungsfunktion bewusst ausgeschaltet worden sei. Die Daten würden dann über das mobile Datennetz oder zum Beispiel, wenn keine SIM-Karte eingelegt sei, über das drahtlose Netzwerk WLAN übertragen.

Konkret geht es um Daten, an welcher Funkzelle das Gerät angemeldet ist und welche Funkzellen sich noch in der Nähe befinden. Gesammelt werden die Identifikationsnummern der Funkzellen. Damit kann die Position auf einige hundert Meter genau bestimmt werden. Problematisch ist, dass die Daten unablässig gesammelt werden. Das gehe deutlich über das hinaus, was die Anwender erwarten würden, schreibt das Online-Magazin.

Gegenüber mehreren Medien bestätigten Google-Sprecher die Datensammlung, die seit Anfang 2017 erfolge. Allerdings seien die Daten niemals dauerhaft gespeichert und auch nicht genutzt worden. Ende November soll mit der Praxis laut Google Schluss sein.

Bild: unsplash.com / Mingwei Li

Nutzungsbestimmungen genau lesen

Der Fall zeigt erneut, dass Anwender die Nutzungsbedingungen von Soft- und Hardware gründlich lesen sollten. Denn in den Vereinbarungen, denen jeder vor Benutzung zustimmen muss, ist bei Android eine Passage enthalten, in der der Anwender die Sammlung von Standortdaten akzeptiert. So heißt es auch in den deutschen Nutzungsbedingungen für Google-Dienste:

"Wenn Sie Google-Dienste nutzen, erfassen und verarbeiten wir möglicherweise Informationen über Ihren tatsächlichen Standort. Wir verwenden zur Standortbestimmung verschiedene Technologien, wie IP-Adressen, GPS und andere Sensoren, die Google beispielsweise Informationen über nahe gelegene Geräte, WLAN-Zugangspunkte oder Mobilfunkmasten bereitstellen."

Wehren kann sich der Anwender gegen solchen Bedingungen nicht. Einzige Möglichkeit: Geräte und Software nicht mehr nutzen.

Quelle: Jan Rähm, WDR-Wissenschaftsredaktion (tagesschau.de)

[Sendung: BAYERN 3 - Nachrichten]

Kurzzusammenfassung

Zu wissen, wo sich Smartphone und Besitzer gerade befinden, hilft Apps und Diensten, die richtigen Daten bereitzustellen. Wer das nicht will, kann die Ortung abschalten. Doch jetzt hat sich herausgestellt: Android-Geräte sammeln auch dann weiter Daten.