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Das sind die Corona-Regeln (Update: 06.08.)

Bayern: 150 Euro Strafe für Masken-Muffel in Bussen & Bahnen

Bild: dpa/picture-alliance

Ab sofort gilt in Bayern: Wer ohne Maske mit dem Bus, der Tram oder in der Bahn in Bayern unterwegs ist, muss 150 Euro Strafe bezahlen. Eine ähnliche Regelung gibt es auch in Nordrhein-Westfalen.

Diese Corona-Regeln gelten in Bayern aktuell:

Kontaktbeschränkungen bis Mitte August

Die Kontaktbeschränkungen im Freistaat gelten mindestens noch bis zum 16. August. Im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern dürfen sich in Bayern nach wie vor maximal zehn Menschen im öffentlichen Raum treffen.

Busse und Bahnen (Update 06.08.):

In Bussen und Bahnen gilt eine Maskenpflicht - und nicht nur dort, sondern auch schon an der Haltestelle bzw. am Bahngleis. NEU: In Bayern müssen "Masken-Muffel" im öffentlichen Nahverkehr schon beim ersten Verstoß mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen. "Wenn eine Minderheit meint, sich nicht an die Maskenpflicht halten zu müssen, ist das nicht akzeptabel", so Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Viele Bürgerinnen und Bürger verhielten sich aber sehr verantwortungsbewusst und trügen Masken in U-Bahn, Bus und Tram.

Einzelhandel & Co. 

Geschäfte, Museen und Freizeiteinrichtungen wie Zoos dürfen maximal eine Person pro 10 Quadratmeter Fläche hineinlassen.

Maskenpflicht für Kassierer und Gäste

Neben Kunden und Besuchern müssen auch alle Mitarbeiter von Geschäften, Hotels, Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Im Kassen- und Thekenbereich dürfen die Beschäftigten darauf verzichten, wenn es eine transparente Trennwand zum Kunden gibt.

Bäder, Wellness, Saunen

Freibäder dürfen ja schon seit längerem wieder öffnen, auch Hallenbäder, Thermen-Innenbereichen und Hotelschwimmbädern sind mittlerweile wieder am Start - einschließlich der Wellness- und Saunaangebote.

Gastronomie

Speiselokale in Bayern - also Restaurants, Cafés und Biergärten - dürfen mit den Öffnungszeiten wie vor der Corona-Pandemie öffnen. Am Tisch selbst mit euren Freunden oder der Familie müsst ihr keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, sonst aber schon: Zum Beispiel beim Betreten des Lokals oder beim Toilettengang.

Großveranstaltungen

Größere Veranstaltungen und öffentliche Feste bleiben bis 31. Oktober grundsätzlich verboten.

Kino und Konzerte

Kinos, Theater und Konzertsäle sind unter strengen Auflagen wieder geöffnet - mit einer Maximalanzahl an Besuchern: 200 bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen bzw. 400 Besucher im Freien (NEU). Ahnlich wie bei Gottesdiensten müsst ihr, sobald ihr auf eurem Platz sitzt, keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen - wohl aber, wenn ihr zum Beispiel zur Toilette gehen wollt.

Tourismus

Für Reisebusunternehmen gelten die gleichen Regelungen wie für öffentliche Verkehrsmittel. Unter Einhaltung der Maskenpflicht dürfen wieder alle Plätze im Bus besetzt werden. Campingplätze dürfen gemeinschaftlich genutzte Sanitäranlagen wieder öffnen - damit wird beispielsweise auch ein Aufenthalt mit einfachen Zelten wieder möglich.

Beherbergungsbetriebe in Bayern dürfen auch weiterhin keine Gäste aus Landkreisen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den zurückliegenden sieben Tagen aufnehmen.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

In Einrichtungen der Pflege für Menschen mit Behinderungen sowie für Krankenhäuser sind seit Ende Juni mehr Besuche möglich. Die Besuchsbeschränkungen werden "durch einrichtungsindividuelle Schutz- und Hygienekonzepte ersetzt".

Kinderbetreuung und Schulen

Seit 1. Juli können wieder alle Kinder in ihre Betreuungseinrichtungen gehen. Auch an die Schulen sind die letzten Jahrgangsstufen zurückgekehrt - vorerst noch in halber Klassenstärke im wöchentlichen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und "Lernen zu Hause". Ab September soll bei der Kinderbetreuung und in den Schulen möglichst der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden - unter Beachtung von Hygienekonzepten.

Clubs, Diskotheken, Schausteller und Schankwirte müssen warten

Clubs und Diskotheken macht Ministerpräsident Söder keine Hoffnung auf eine Öffnung in nächster Zeit. Auf die Frage, wann man mal wieder in einem Club tanzen könne, sagte der Ministerpräsident in dem Interview: "Das dauert. Denn da ist die Ansteckungsgefahr einfach mit am höchsten." 

Hochzeiten, Partys, Grillfeste - so dürft ihr feiern

Feiern mit Familie und Freunden sind seit einigen Wochen wieder möglich - zumindest eingeschränkt. In Gaststätten oder Veranstaltungsräumen dürft ihr als geschlossene Gesellschaft wieder in größerer Runde private Feste feiern, etwa einen Geburtstag oder eine Hochzeit. Dabei gilt eine Beschränkung der Teilnehmerzahl (100 Leute in geschlossenen Gebäuden, 200 unter freiem Himmel). Wenn ihr als geschlossene Gesellschaft einen eigenen abgeschlossenen Raum habt, müsst ihr nicht zwingend die Maske tragen, auch wenn ihr zwischen den Tischen hin und her wechselt. Auch Tanzen und Spiele sind möglich, da ihr den Mindestabstand nicht einhalten müsst. Es wird aber empfohlen, die Hygiene- und Abstandsregeln - soweit es geht - auch beim Feiern einzuhalten. Sobald ihr den Raum verlasst, um beispielsweise auf die Toilette zu gehen oder einen allgemein zugänglichen Bereich (Eingang, Lobby, Flur etc.) betretet, gilt die Masken- und Abstandspflicht wieder. 

Private Feiern zu Hause: Ohne Beschränkung

Noch lockerer sind die Regeln für Partys in der eigenen Wohnung: Bei privaten Zusammenkünften zu Hause gilt keine Beschränkung auf einen festen Personenkreis oder eine Besucherzahl. Auf die Maske darf verzichtet werden. Auf den Schutz der Gäste jedoch nicht. Gastgeber sollten nur so viele Personen einladen, dass den Gästen untereinander genug Platz bleibt. Zudem wird empfohlen, in geschlossenen Räumen regelmäßig für frische Luft zu sorgen. 

Grillen: Zuhause erlaubt, im Freien nicht

Besonders beliebt im Sommer ist das gemeinsame Grillen. Eine Grillparty zu Hause ist kein Problem. Wer sich allerdings zum Grillen gerne mit Freunden im Park oder am See treffen will, hat diesen Sommer leider Pech. Zwar darf man im Freien in einer Gruppe von bis zu zehn Personen zusammensitzen – aber eben nicht zum rauschenden Fest.

Urlaub und Corona - Das müsst ihr wissen!

Testzentren auf Autobahnraststätten, Hauptbahnhöfen und Flughäfen 

Testzentren an den großen Grenzübergängen nach Österreich sollen an den Rastanlagen Hochfelln-Nord (A8), Heuberg (A93) und Donautal-Ost (A3) eingerichtet werden. Auf den Raststätten Hochfelln-Nord und Heuberg sollen sie dauerhaft ab 7. August in Betrieb sei. Auch die Teststationen an den Hauptbahnhöfen Nürnberg und München sollen bis 7. August einsatzbereit sein. An den Flughäfen München und Nürnberg wird schon seit Samstag getestet. Bis 30. Juli soll auch am Flughafen Memmingen ein Testzentrum die Arbeit aufnehmen.

Die Tests an Flughäfen sollen bei einer Rückkehr aus Risikogebieten verpflichtend sein, für alle anderen Reisenden freiwillig. An Autobahnen und Bahnhöfen sollen die Tests vorerst freiwillig sein.

Welche Urlaubsländer zählen derzeit als Risikogebiete? Hier findet ihre eine aktuelle Liste des RKI.

Corona-Beschränkungen werden verlängert

Die Kontaktbeschränkungen und weiteren Einschränkungen wegen Corona werden nach Angaben des Staatskanzleichefs um zwei weitere Wochen verlängert: Sie gelten also bis mindestens 16. August. So dürfen sich in Bayern beispielsweise maximal zehn Menschen aus mehreren Haushalten im öffentlichen Raum treffen. An Kulturveranstaltungen dürfen maximal 200 Menschen in geschlossenen Räumen und 400 im Freien teilnehmen - unter Einhaltung des Abstandsgebots.

Lehrveranstaltungen an Hochschulen sollen möglich werden

An den bayerischen Hochschulen soll zum Wintersemester der Präsenzbetrieb wieder ermöglicht werden. Ziel sei es, im Wintersemester 2020/2021 grundsätzlich Lehrveranstaltungen in Präsenzform durchführen zu können, soweit das Infektionsgeschehen dies zulasse, teilte die Staatskanzlei mit. Dabei müsse die maximale Teilnehmerzahl von 200 Personen eingehalten werden. Auch müssten die Teilnehmer dokumentiert werden, um etwaige Infektionsketten nachverfolgen zu können.

Corona-Tests in Bayern: "Schneller, kostenlos und für jedermann"

Wer kann sich künftig auf Corona testen lassen – und ab wann?

Als erstes Bundesland bietet Bayern seit Anfang des Monats kostenlose Corona-Tests für jeden an - man muss keine Symptome zeigen. Grundsätzlich gilt aber, dass oberste Priorität bei Tests Verdachtsfälle mit Symptomen sowie deren Kontaktpersonen haben. Für sie gibt es eine 24-Stunden-Garantie: Sie sollen binnen 24 Stunden getestet werden, innerhalb weiterer 24 Stunden soll das Ergebnis vorliegen.

Wo kann man sich testen lassen?

Die Tests sollen Vertragsärzte in ihrer Praxis machen. Sie sind allerdings nicht dazu verpflichtet, jeden zu testen, der es wünscht.

Wie oft kann ich mich testen lassen?

Jeder kann sich so oft testen lassen, wie er möchte. Söder betonte, es gebe keine Begrenzung: "Also nicht nur einmal ein Test, sondern der Test ist dann mehrfach wiederholbar." Schließlich gebe es ja immer wieder Situationen, in denen es zu einer Infektion kommen könne.

Darf ich nach einem negativen Test die Maske weglassen?

Nein. Söder stellte klar: Ein negatives Testergebnis entbinde niemanden davon, Abstand zu anderen zu halten und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Kurzzusammenfassung

Ihr wollt in diesem Monat heiraten? Geburtstag feiern? Oder einfach so eine Party machen? Vieles ist erlaubt – aber noch lange nicht alles. Bei Feiern und Veranstaltungen in Bayern sind die Regeln zwar weiter gelockert worden, ihr müsst aber trotzdem noch einiges beachten.