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FAKT oder FAKE?

Retten Video-Konferenzen wirklich das Klima?

Bild: unsplash / Michael Pustal

Seitdem wir mit Corona leben, arbeiten viele von uns immer häufiger im Homeoffice. Vielleicht bist du auch schon seit Monaten daheim und sparst dir deinen Arbeitsweg mit dem Auto oder anderen Verkehrsmitteln? Jetzt denkst du dir bestimmt: Arbeiten mit Video-Konferenzen ist doch bestimmt auch total gut für unser Klima! FAKT oder FAKE?

Erstmal eine gute Nachricht: Die CO2-Emissionen in Europa sind schon gesunken! Das liegt vor allem daran, dass gerade so wenig Geschäftsreisen stattfinden. Morgens mit dem Taxi zum Flughafen, mittags das Zwei-Stunden-Meeting in Paris, abends wieder zurück mit dem Flieger - das passiert nur noch selten. Du bewegst dich einfach nur vom Bett zum Schreibtisch - und in Null­kom­ma­nichts bist du in Kontakt mit deinen Kolleg(inn)en.

Laut Forscher(inne)n ist der CO2-Ausstoß in der EU im Jahr 2020 um elf Prozent gesunken und es werden in der Zukunft ein Drittel weniger Geschäftsreisen erwartet als vor der Pandemie – dauerhaft!

Ist es also besser fürs Klima, wenn du auf den täglichen Weg zur Arbeitsstelle verzichtest und nur noch von Zuhause arbeitest?

Weil wir immer häufiger digital unterwegs sind, wird dafür mehr Energie benötigt. Zum Beispiel für Rechenzentren, für Server, für Kühlanlagen, für die ganzen Geräte (aus umweltschädlicher Produktion) und für den Strom, den du zuhause verbrauchst. Der Anteil an Treibhausgasen dafür wird bis 2025 um acht Prozent steigen. Gerade wenn du viel in Videokonferenzen bist (und Streaming-Dienste nutzt), trägt das dazu bei.

Das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit hat in einer Studie untersucht, wann eine Videokonferenz ökologisch sinnvoller ist als die direkte Kommunikation am Arbeitsplatz.

Wenn vier Leute, vier Stunden am Tag mit ihren Notebooks in einer Videokonferenz sitzen, dann erzeugt das so viel CO2 wie, wenn diese vier Personen folgende Anfahrtswege zur Arbeit haben:

- 23 km Anfahrt mit der Bahn zur Arbeitsstelle

- 12 km mit dem ÖPNV oder

- 5 km mit dem Auto

Wenn du also zu deiner 20 Kilometer entfernten Arbeitsstelle mit der Bahn fährst und dich face-to-face mit deinen Kollegen absprichst, ist das besser fürs Klima als alles in einer vierstündigen Videokonferenz zu klären.

Kurzzusammenfassung

Die CO2-Emissionen in Europa sind schon gesunken! Das liegt vor allem daran, dass gerade so wenig Geschäftsreisen stattfinden. Laut Forschern ist der CO2-Ausstoß in der EU im Jahr 2020 um elf Prozent gesunken. Auf der anderen Seite: Weil wir immer häufiger digital unterwegs sind, wird dafür mehr Energie benötigt. Der Anteil an Treibhausgasen dafür wird bis 2025 um acht Prozent steigen. Das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit hat in einer Studie untersucht, wann eine Videokonferenz ökologisch sinnvoller ist als die direkte Kommunikation am Arbeitsplatz.