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Terror-Netzwerk IS

Nutzt der IS Playstations und Online-Games?  

IS Terror und Internet; Foto: colourbox

Die Anschläge in Paris zeigen: Die Terroristen des IS finden Mittel und Wege, Attentate zu planen, ohne dass Behörden davon in vollem Umfang Kenntnis haben. Das funktioniert, weil sie über verschiedene Wege kommunizieren: Über die sozialen Netzwerke und Messenger-Apps oder auch via Online-Games.

Geschlossener Nutzerkreis

Der Ansatz, der hinter den Kommunikationsmethoden des IS steht, lautet: "Wie schaffe ich einen möglichst geschlossenen Nutzerkreis - ohne dass die Außenwelt davon Kenntnis haben kann?", erklärt Cyber-Expertin Sabina Wolf.

Das beginnt bei Messenger-Apps wie beispielsweise Telegram. Diese werben damit, dass die Kommunikation verschlüsselt wird. Hier sind also keine Datenspuren zu finden, was es für die Ermittler extrem schwer macht. Zwar haben die App-Macher von Telegram nach eigenen Angaben mittlerweile einige Kanäle mit IS-Bezug blockiert, fraglich bleibt, wie viele Kanäle noch bestehen. Dazu kommen immer wieder neue Dienste, so dass sich die genutzten Apps auch immer wieder ändern.

Der IS bietet sogar regelrechte Kommunikations-Anleitungen an, es werden also Empfehlungen ausgesprochen, welche Apps besonders sicher sind und welche nicht.

Verschiedene Ebenen der Kommunikation

Auch die Playstation gilt als Kommunikationsmittel des IS. In Computerspielen können Terroristen Botschaften per Chat austauschen. Es ist aber auch möglich, Informationen beispielsweise im Game an eine Wand zu sprayen oder andere Codes zu hinterlassen - das zu überwachen, ist schlicht unmöglich.

Natürlich zählen auch Fotos mit versteckten Botschaften, Telefonate, E-Mails, reale Treffen oder ganz klassische Zettelchen zu den Formen, in denen Informationen übermittelt werden. Diese Kommunikation auf vielen unterschiedlichen Ebenen macht das Ganze so komplex und undurchschaubar.

Cyber-Expertin Sabina Wolf war zu Gast bei "Mensch, Theile!". Das ganze Interview könnt ihr im Podcast, bei Deezer oder iTunes nachhören!

Kurzzusammenfassung

Die IS-Terroristen kommunizieren auf vielen Unterschiedlichen Ebenen. Das geht vom umhergereichten Zettelchen über Online-Games bis hin zum verschlüsselten Messenger. Eine Überwachung ist daher annähernd unmöglich.