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PULS Reportage

Selbstversuch Drag King – Was macht das mit mir?

YouTube/PULS Reportage

Drag King für einen Tag? Nadine Hadad wagt den Selbstversuch und wird für einen Tag Drag King. Sie will wissen: Wie fühle ich mich als Mann? Hilfe bekommt sie von Stephanie Weber aka Hans Schwanz. In ihren Workshops verwandeln sich Frauen*/Nicht-Cis-Männer in Männer. Wir fragen uns für PULS Reportage: Was bringt das?

DRAG: WAS IST DAS?

Bei Drag denkt ihr vielleicht an Federboa, viel Schminke, Pailletten und Drag Queens. Doch Drag ist viel mehr als dick auftragen, schillernde Outfits und große Show – bei dieser Kunstform wird mit Geschlechterrollen gespielt und es geht auch darum, von uns erlernte, typische Geschlechterrollen zu hinterfragen.

DRAG KING-WORKSHOP: WIE FÜHLE ICH MICH ALS MANN?

"She´s the man* - Drag King Workshop" lautet der Titel des Workshops von Stephanie Weber, die unter dem Künstlernamen Hans Schwanz auch selbst als Drag King auftritt und an internationalen Drag King Wettbewerben teilnimmt.

In ihren Workshops macht Stephanie auf anerzogene Geschlechterrollen aufmerksam und bringt die Drag King-Teilnehmer*innen dazu, das "Typische" zu hinterfragen.

DRAG KINGING: WAS BRINGT DAS?

Wir sind damit aufgewachsen, in bestimmte Geschlechterrollen zu passen. Wie verhält sich eine Frau? Wie verhält sich ein Mann? Und was macht diese Geschlechtsidentität mit uns? In Steffis Workshop "She´s the man* - Drag King Workshop", sollen die Teilnehmerinnen herausfinden, was passiert, wenn man diese Genderrollen aufbricht & sich entgegengesetzt des eigenen Geschlechts verhält. Was man daraus mitnimmt ist natürlich total subjektiv und immer eine individuelle Erfahrung.

Eine Erkenntnis könnte zum Beispiel sein: Egal welches biologische Geschlecht ich habe, kann ich andere Geschlechterrollen annehmen und damit vollkommen anders wirken. Für Nadine als Frau sind z. B. nicht nur typisch weibliche Verhaltensweisen möglich: sie kann sich aus allen Verhaltensmustern bedienen.

“TYPISCH MANN” - GIBT ES DAS? ÜBER GESCHLECHTERROLLEN:

Aus unserer Sicht sind nicht “alle Männer so” - genauso wie nicht alle Frauen so sind, wie es die im Workshop herausgearbeiteten Klischees zeigen. Wir sind der Meinung, dass es 2021 nicht mehr angebracht ist von “typisch männlich” und “typisch weiblich” zu sprechen – jede*r sollte sich so verhalten, kleiden, … dürfen, wie sie*er möchte, solange sie*er damit keine anderen Personen in ihrer Freiheit beeinträchtigt.

Die Verhaltensmuster, die Nadine und die anderen Workshopteilnehmerinnen ausprobieren, sollen weniger die Realität abbilden, als Merkmale, die man eher Männern zuschreibt. Und das passiert beim Drag Kinging in einer plakativen und extrem stereotypen Form. Es ist ein Mittel, um möglichst klar erkennen zu können, was man als Frau vielleicht anders tut, weil man es so gelernt hat.