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Bayerisches Brauchtum 

Maibaum korrekt entwenden: Diese Regeln gelten beim Maibaum-Klau

Bild: picture alliance

Gestohlen, wird schon seit Wochen, was das Zeug hält. Doch dieses Wochenende geht es besonders heiß her in Sachen Maibaum-Klau! Warum das Ganze und wie es funktioniert, verraten wir hier.

Aufregung im Allgäu! Die Buchinger haben einen Maibaum, der gleich zweimal geklaut wurde! In einer Nacht- und Nebelaktion entwendeten letzte Woche die oberbayerischen Steingadener den Maibaum von einer Viehweide und brachten ihn in ein Stadel. Wenn so ein Coup gelingt, ist die Freude groß. Doch in diesem Fall hielt sie nicht lange an. Denn die Burschen blieben nicht unbeobachtet...

Die Jungs aus Lechbruck im Ostallgäu haben mitbekommen, dass die Steingadener einen Maibaum ins Stadel verfrachten und noch in der gleichen Nacht, holten sie das begehrte Teil wieder raus. Verluden es und transportierten den 39 Meter langen Maibaum mit schwerem Gerät in die Heimat nach Lechbruck. Doch schon bald, kam ihnen das Gerücht zu Ohren, dass es sich bei dem Fundstück eigentlich um den Buchinger Maibaum handelt. Und auch weil der Buchinger Maibaum FALSCH geklaut worden ist, einigte man sich via Unterhändler darauf, den Maibaum zu seinen ursprünglichen Besitzern zurück zu transportieren. Ablösesumme unbekannt. Brotzeit und Bier kamen aber auf jeden Fall noch obendrauf! Und was haben die Jungs aus Steingaden jetzt eigentlich falsch gemacht?  

Korrekt klauen: Das sind die Regeln zum Maibaum-Klau

  • 1. Ein Baum darf nur gestohlen werden, wenn er auch anständig versteckt ist. Ihn von einer öffentlich zugänglichen Fläche und dazu auch noch unbewacht mitzunehmen, gehört sich nicht.
  • 2. Der Baum darf unter keinen Umständen beschädigt werden. Ihn zum Beispiel zu zersägen, ist verboten.
  • 3. Nicht erwischen lassen! Werden die Diebe innerhalb der Grenzen der Gemeinde gestellt, gilt der Diebstahl als gescheitert.
  • 4. Den eigenen Maibaum bzw. einen innerhalb der eigenen Gemeindegrenzen zu stehlen, ist untersagt.
  • 5. Gestohlen werden darf ausschließlich der Baum. Tafeln, Deko und dergleichen sind tabu.
  • 6. Wenn der Baum einmal aufgestellt ist, ist er unantastbar und darf nicht mehr entwendet werden.
  • 7. Diebe und Bestohlene müssen in der Lage sein, ihren Disput untereinander zu regeln. Das Hinzuziehen eines Anwaltes ist so Mimimi, dass es peinlich ist.
  • 8. Nach der Auslöse wird sich versöhnt und nichts steht mehr zwischen den Gemeinden. Bis zum nächsten Jahr. Dann darf sich gerächt werden.

Also dann: Viel Erfolg beim Klauen und Verteidigen!

Kurzzusammenfassung

In Bayern gibt es viele schöne, spannende und auch verrückte Bräuche. Dazu gehört auch der Maibaumklau, bei dem es gern feucht-fröhlich zugeht. Trotzdem gelten dabei gewisse Regeln. Welche das sind, verraten wir hier.