Soll ich? Oder soll ich nicht?

... mir im Job eine Auszeit nehmen, um mein Kind besser im Homeschooling unterstützen zu können?

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BAYERN 3 Hörerin Julia ist hin und hergerissen: Sie möchte ihren 11-jährigen Sohn in der Homeschooling-Zeit bestmöglich unterstützen und für ihn da sein. Allerdings müssen sie und ihr Mann arbeiten. Bis nachmittags ist der Junge allein zu Hause. Ob oder wie gut er etwas für die Schule schafft, weiß sie nicht. Soll sie sich krank schreiben lassen, um daheim zu sein?

Die Story:

Ich trau mich kaum, das laut auszusprechen – aber ich glaube, es würde mir schon gut tun, zu wissen, dass ich nicht allein bin mit meinem Gefühl der Erschöpfung. Mein Sohn ist elf Jahre alt und ich muss ihn aktuell vormittags allein zu Hause lassen, weil mein Mann und ich in der Arbeit sind. Einerseits bin ich ja froh, dass er zu Hause gut und sicher ist, während ich im Job bin bis um halb drei nachmittags – andererseits kann ich natürlich morgens nicht wirklich begleiten, was er da so tut.
Zoom-Meetings, Youtube-Livestreams... alles prima, so lange alles stabil läuft. Wenn aber mal was nicht klappt, dann kann ich nicht helfen. Und mal ehrlich: Der Junge sitzt den halben Tag vor einem offenen Internet. Ich fühle mich nicht gut dabei – und habe immer mehr das Gefühl, dass ich den Überblick verliere. Was hat er denn jetzt gemacht, was nicht? Was muss ich nochmal anschauen? Was schafft er gut, was weniger?
Und so allmählich geht ihm auch ein bisschen die Luft aus.
Ich bin wirklich am überlegen, ob ich mich nicht mal für zwei, drei Wochen krank schreiben lassen soll, um eben daheim zu sein. Sowas hab ich überhaupt noch nie gemacht, aber vielleicht wäre es für die Homeschooling-Phase bis Pfingsten das Beste?!  

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