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Das gilt ab diesem Montag

Kontaktregeln gelockert, Zoos, Museen & Buchhandlungen öffnen!

Bild: unsplash.com

Der Lockdown in Deutschland ist bis zum 28. März verlängert worden - grundsätzlich. Gleichzeitig tritt ein Stufenplan für Lockerungen in Kraft. Die Kontaktbeschränkungen werden etwas gelockert. An den Schulen in Bayern sollen ab Mitte März Präsenz- und Wechselunterricht ausgeweitet werden - abhängig von der Inzidenz vor Ort.

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Mehr Präsenz-Unterricht in Bayern ab 15. März:

Bayern weitet den Präsenz- und Wechselunterricht an den Schulen Mitte März deutlich aus. Entscheidend wird die Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt sein:

- Inzidenz unter 50: Präsenzunterricht für alle Grundschüler und Abschlussklassen, für ältere Schüler Wechselunterricht

- Inzidenz unter 100: Wechselunterricht für alle Schüler - mit Ausnahme der Abschlussklassen

- Inzidenz über 100: Alle Schüler lernen zu Hause im Distanzunterricht - mit Ausnahme der Abschlussklassen 

Zur besseren Planbarkeit für Familien soll die Festlegung jeweils für eine Schulwoche gelten - auch dann, wenn sich der Inzidenzwert während der Schulwoche ändert.

Regelbetrieb in Kitas möglich

In Landkreisen oder Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz 

- unter 50 soll in Krippen, Kindergärten und Horten wieder der Regelbetrieb aufgenommen werden

- bei einem Wert zwischen 50 und 100 soll es einen "eingeschränkten Regelbetrieb" geben

- steigt die Inzidenz über 100 wird eine Notbetreuung angeboten

Kontakte und Notbremse

Ab dieser Woche (Montag, 8. März) dürfen sich höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten privat treffen, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt. Neu ist: "Paare gelten als ein Haushalt." In Regionen mit weniger als 35 Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohnern kann dies auf drei Haushalte mit zusammen maximal zehn Personen erweitert werden.

Steigt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100, werden die Kontakte wieder auf einen Haushalt und eine weitere Person beschränkt. Diese "Notbremse" soll auch für andere Öffnungsschritte gelten.

Stufenplan für Öffnungen in Deutschland 

Ab 8. März (In einigen Bundesländern wie Bayern gilt dies schon seit vergangener Woche): Nach ersten Öffnungen im Schulbereich und für Friseure (Stufe 1) dürfen nun auch Buch- und Blumenläden sowie Gartencenter unter Hygieneauflagen und Kundenzahlbegrenzungen ihre Türen wieder öffnen (Stufe 2). Für weitere körpernahe Dienstleistungen sowie Fahr- und Flugschulen gilt dies auch, aber dort werden teilweise tagesaktuelle Schnell- oder Selbsttests für Kunden und ein Testkonzept für das Personal vorgeschrieben.

Weitere Öffnungsschritte werden abhängig gemacht vom Infektionsverlauf. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 öffnen (unter Auflagen) der Einzelhandel, Museen, Galerien, Zoos und Gedenkstätten, auch kontaktfreier Sport im Außenbereich ist wieder erlaubt (Stufe 3). Bei Inzidenz-Werten zwischen 50 und 100 sollen diese Bereiche nur eingeschränkt öffnen: Im Einzelhandel etwa sind nur Terminshopping-Angebote erlaubt (Click and meet). Kunden müssen vorher einen Termin buchen. Ähnliches gilt für Museen. Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz auf über 100, greift die Notbremse mit einer Rückkehr zu den Lockdown-Regeln.

Frühestens ab 22. März: Voraussetzung für Stufe 4 ist, dass sich die Sieben-Tage-Inzidenz in dem Bundesland oder der Region nach dem dritten Öffnungsschritt für zwei Wochen nicht verschlechtert hat. Bei einer Inzidenz unter 50 dürfen Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos wieder öffnen. Auch kontaktfreier Sport im Innenbereich und Kontaktsport draußen werden erlaubt. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 könnte die Außengastronomie nur mit Terminbuchung erlaubt werden. Für Theater, Kinos und Ähnliches würden tagesaktuelle Schnell- oder Selbsttests vorgeschrieben. Bei einer Inzidenz über 100 greift wieder die Notbremse.

Frühestens ab 5. April: Die Stufe 5 setzt wiederum eine für zwei Wochen mindestens stabile Sieben-Tage-Inzidenz seit dem vierten Öffnungsschritt voraus - rechnerisch also frühestens der 5. April. Bei unter 50 Neuinfektionen könnten im Außenbereich Freizeitveranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmenden und Kontaktsport in Innenräumen erlaubt werden. In dieser zeitlich fortgeschrittenen Phase dürfte der Einzelhandel auch schon bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 unter denselben Auflagen öffnen wie im dritten Schritt bei unter 50. Steigt die Inzidenz auf über 100, greift wieder die Notbremse.

Kostenlose Schnelltests

Grundsätzlich alle Bürgerinnen und Bürger sollen künftig Anspruch auf regelmäßige Schnelltests haben. Dem Beschluss zufolge sollen Personal und Kinder in Kitas und Schulen mindestens einmal pro Woche getestet werden, wenn sie vor Ort sind. Das gleiche gilt für Arbeitnehmer, die nicht im Homeoffice sind, wobei hier die Unternehmen die Kosten tragen sollen. Darüber hinaus soll jeder Bürger sich einmal pro Woche in dafür eingerichteten oder zugelassenen Stellen testen lassen können. Die Teststrategie soll bis Anfang April schrittweise umgesetzt werden. Die Kosten für den einen Test pro Woche trägt ab kommender Woche der Bund.

Impfungen

Spätestens im April sollen auch Haus- und Fachärzte Corona-Impfungen vornehmen. Dies soll die Zahl der Impfungen erhöhen vor dem Hintergrund, dass dann mehr Dosen zur Verfügung stehen als in den Impfzentren verabreicht werden können. Die Impfzentren sollen aber weiter bestehen bleiben und dem Beschluss zufolge auch die Priorisierung bei den Impfungen weiter einhalten. Auch die Praxen sollen sich daran orientieren, den Ärzten ist aber mehr Flexibilität erlaubt.

Homeoffice

Der Appell zum Homeoffice gilt weiter. Die Verordnung, die Unternehmen verpflichtet, Homeoffice zuzulassen, wenn es die Tätigkeit erlaubt, soll bis zum 30. April verlängert werden.

Perspektive

Über Öffnungen in den Branchen Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels soll in der nächsten Runde am 22. März beraten werden. Die Bürger bleiben weiter aufgerufen, "auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland zu verzichten".

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Kurzzusammenfassung

Der Lockdown in Deutschland ist bis zum 28. März verlängert worden - grundsätzlich. Gleichzeitig tritt ein Stufenplan für Lockerungen in Kraft. Die Kontaktbeschränkungen werden etwas gelockert. An den Schulen in Bayern sollen ab Mitte März Präsenz- und Wechselunterricht ausgeweitet werden - abhängig von der Inzidenz vor Ort.