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Das sind die Corona-Regeln in Bayern

Neues Schuljahr beginnt: Das sind die Corona- und Quarantäne-Regeln in Bayern

Bild: picture alliance / SVEN SIMON | Frank Hoermann / SVEN SIMON

Die Sommerferien sind vorbei - in Bayern hat der Schulunterricht wieder begonnen. Die Maskenpflicht gilt weiter, die Quarantäne-Regeln werden nun deutlich lockerer gehandhabt. 

Das sind die neuen Quarantäne-Regeln für Schüler

Als letztes Bundesland ist Bayern am Dienstag ins neue Schuljahr gestartet. Überall soll es für die Schülerinnen und Schüler Präsenzunterricht geben - und zum Start gleich am ersten Schultag einen Corona-Test. 

Tests:

Danach gilt: An Grundschulen und vielen Förderschulen gibt es künftig zweimal wöchentlich sogenannte Lolli-Tests. An weiterführenden Schulen sollen sich die ungeimpften Schüler künftig drei- statt zweimal pro Woche selbst testen. 

Am Unterricht darf nur teilnehmen, wer vollständig geimpft, genesen oder getestet ist. 

Quarantäne:

Bei einem positiven Corona-Fall müssen in Zukunft nur noch der/die Infizierte und direkte Kontaktpersonen in Quarantäne - nicht mehr die ganze Klasse. Ziel ist es, weiterhin Präsenzunterricht zu gewährleisten.

Kinder, die als enge Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt werden und keine Symptome haben, sollen diese frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden können.

Für die restliche Klasse gibt es tägliche Testungen.

Die Gesundheitsämter vor Ort können im Einzelfall auch abweichend entscheiden: Die Quarantäne-Anordnungen sollen generell abhängig von Schutzkonzepten mit Lüftung, Tests und dem Tragen von medizinischen Masken erlassen werden.

Geimpfte und Genesene sind von Quarantänemaßnahmen ausgenommen.

Maskenpflicht:

Bis mindestens 1. Oktober wird die Maskenpflicht am Platz wieder gelten - auf Gängen, Toiletten und im Klassenzimmer. 

Präsenz-, Wechsel- oder Distanzunterricht?

Anders als im vorigen Schuljahr gibt es jetzt unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz Präsenzunterricht in ganz Bayern. Neues Kriterium für mögliche Einschränkungen ist die Krankenhausampel. Derzeit steht sie auf Grün. Was eine orange oder rote Phase für die Schulen konkret bedeutet, ist noch offen.

Wie funktioniert der Lolli-Test an Grundschulen?


Der Lolli-Test ist ein PCR-Test, damit ist er sicherer und zuverlässiger als ein Antigen-Schnelltest. Durch die regelmäßigen Tests sollen infizierte Kinder ausfindig gemacht werden, bevor sie überhaupt für andere ansteckend sind. Lolli-Tests funktionieren im Pooling-Verfahren, das heißt, mehrere Tests werden gemeinsam ausgewertet. Es entsteht eine Sammelprobe.

Die Kinder (etwa aus einer Klasse) lutschen 30 Sekunden an einem Tupfer - wie bei einem Lolli. Alle Tupfer kommen dann gemeinsam in ein Pool-Röhrchen, welches wiederum in der Schule abgeholt und im Labor untersucht wird. Es muss also (zunächst) nur ein PCR-Test ausgewertet werden. Das Ergebnis wird laut dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus bis 19 Uhr am Testtag per E-Mail an die Eltern oder Erziehungsberechtigten übermittelt.

Wenn das Ergebnis des Pool-Tests negativ ist, dürfen alle Kinder am nächsten Tag ganz normal zur Schule gehen und am Präsenzunterricht teilnehmen.

Wenn das Ergebnis des Pool-Tests positiv ist, muss schnell herausgefunden werden, welches Kind oder welche Kinder betroffen sind, damit diese in Quarantäne geschickt werden können.

Daher werden bei jedem Lolli-Test auch Einzelproben der Kinder entnommen (sogenannte Rückstellproben) - es gibt also immer zwei PCR-Tupfer pro Kind. Diese werden gemeinsam mit dem Pool-Röhrchen abgeholt und können über Nacht ausgewertet werden, um herauszufinden, von wem die positive Probe stammt.

Die Ergebnisse sollen bis 6 Uhr morgens am Folgetag per E-Mail an die Erziehungsberechtigten versandt werden, also bevor die Schule beginnt. Das positiv getestete Kind bleibt dann in häuslicher Quarantäne.

Das sind die neuen Quarantäne-Regeln für Kitas, Kindergärten und Krippen

Im Fall eines positiven Corona-Falls muss nicht mehr automatisch die komplette Gruppe in Quarantäne. Hier entscheidet das Gesundheitsamt, welche anderen Kinder als enge Kontaktpersonen gelten könnten.

Die Quarantäne von engen Kontaktpersonen in Kitas kann nach fünf Tagen mit einem negativen Test vorzeitig beendet werden. Ohne Test bleibt es bei 14 Tagen. Vollständig geimpfte Beschäftigte müssen auch als enge Kontaktpersonen (in der Regel) nicht in Quarantäne, Ungeimpfte dagegen schon.

Bild: unplash.com / cdc

Das sind die wichtigsten neuen Corona-Regeln in Bayern

- Kontaktbeschränkungen im Privaten sind seit dem 2. September komplett aufgehoben. Wer sich privat zu Hause trifft, muss also nicht mehr die Haushalte oder die einzelnen Personen zählen. Wer größere Feste wie Hochzeiten, Geburtstage oder ähnliches im Restaurant feiert, muss sich allerdings an die dort geltenden Regeln halten.

- Im Freien gibt es keine Maskenpflicht mehr - Ausnahme: Bei Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern muss in den "Eingangs- und Begegnungsbereichen" eine Schutzmaske getragen werden

- In geschlossenen Räumen bleibt es in der Regel bei der Maskenpflicht - zum Beispiel in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln (medizinische Schutzmasken sind dann auch erlaubt)

- 3G-Regel gilt in vielen Innenräumen (z.B. Fitnessstudio, Sporthalle, Gastronomie, Hotel, Theater, Kino, Museum und Gedenkstätte): Zugang nur noch für vollständig Geimpfte, Genesene und negativ Getestete. Ausnahmen: Öffentlicher Nahverkehr, Handel und Privathaushalte (gilt ab einer Inzidenz über 35 in einem Landkreis)

- 3G-Regel draußen im Freien gilt bei Veranstaltungen mit 1.000 oder mehr Besuchern (gilt ab einer Inzidenz über 35 in einem Landkreis)

(Ausgenommen von der 3G-Regel sind Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und Kinder unter 6 Jahren. Bei Schülern gilt der Schülerausweis als Nachweis, da sie ja regelmäßig in der Schule getestet werden)

- Ab Oktober dürfen Clubs und Diskotheken wieder öffnen - nach mehr als eineinhalb Jahren! Wer weder geimpft oder genesen ist, muss dafür einen aktuellen negativen PCR-Test vorlegen (Schnelltest reicht nicht)

- In der Gastronomie wird die Corona-Sperrstunde wieder abgeschafft

- In Geschäften fallen die Obergrenzen für Kunden nach Quadratmeterzahl weg

- Kultur- und Sportevents: Unterscheidung zwischen Sitz- und Stehplätzen wird aufgehoben - Hygienekonzept bleibt Pflicht - bei bis zu 5.000 Besuchern kann volle Platzkapazität genutzt werden

- Die 7-Tage-Inzidenz ist nicht mehr entscheidendes Kriterium sein - stattdessen wird es als Warnsystem eine Krankenhausampel geben, die die Belegung von Krankenhäusern und Intensivstationen anzeigt

- An Schulen gibt es keinen Wechselunterricht mehr, es soll grundsätzlich Präsenzunterricht stattfinden: Die Inzidenzschranken werden aufgehoben. Maskenpflicht auch im Unterricht. Corona-Tests an weiterführenden Schulen wird es dreimal pro Woche geben, an Grundschulen zweimal.

Das ist die aktuelle Inzidenz an deinem Ort.

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Kurzzusammenfassung

Die Sommerferien sind vorbei - morgen startet in Bayern wieder der Schulunterricht. Die Maskenpflicht gilt weiter, die Quarantäne-Regeln werden deutlich lockerer gehandhabt.