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Das sind die neuen Corona-Regeln

Bars und Clubs bleiben geschlossen, Indoorspielplätze dürfen öffnen!

Bild: dpa/picture-allianc

Bayerns Kabinett hat weitere Lockerungen in der Corona-Krise beschlossen: Freizeiteinrichtungen dürfen seit Mittwoch (08.07.) Innenbereiche öffnen, Fußballteams dürfen trainieren, zu privaten Feiern dürfen 200 Menschen kommen. Ein Überblick, welche Corona-Regeln in Bayern aktuell gelten.

Bars und Clubs bleiben geschlossen, Indoorspielplätze dürfen öffnen

Die wichtigsten Corona-Änderungen in Bayern seit Mittwoch 

- Schankwirtschaften, Clubs und Discos bleiben geschlossen - es gibt hier noch keine Lockerungen

- Lockerungen bei Freizeitsport: kontaktfreie Wettkämpfe in Sporthallen sind wieder möglich,  beim Training (z.B. Fußball) ist auch Körperkontakt gestattet; Kampfsport mit maximal fünf Personen

- Flusskreuzfahrten sind wieder erlaubt - mit den gleichen Regeln wie für Hotels; auf Ausflugsschiffen gelten die gleichen Regeln gelten wie in Bussen und Bahnen - Maskenpflicht bleibt

- Freizeiteinrichtungen dürfen ab Mittwoch auch Innenbereiche öffnen - unter Einhaltung von Hygieneregeln. Das gelte z.B. für Tierparks, Botanische Gärten, Indoorspielplätze, Spielscheunen und Escape-Rooms.

- Zu privaten Veranstaltungen - wie Vereinssitzungen, Hochzeits- und Geburtstagsfeiern - dürfen künftig doppelt so viele Teilnehmer kommen wie bisher: also 100 in Innenräumen und 200 im Freien. Das gilt auch für Tagungen.

Corona-Tests in Bayern: "Schneller, kostenlos und für jedermann"

Wer kann sich künftig auf Corona testen lassen – und ab wann?

Als erstes Bundesland bietet Bayern seit 1. Juli kostenlose Corona-Tests für jeden an. Auch all jenen, die keine Symptome haben, werde in "kürzester Zeit die Garantie gegeben, dass eine Möglichkeit besteht, einen Test zu machen und den dann auch zeitnah zu erhalten", sagte Ministerpräsident Söder. Dieses Konzept werde nun schrittweise hochgefahren.

Grundsätzlich gilt laut Söder, dass oberste Priorität bei Tests Verdachtsfälle mit Symptomen sowie deren Kontaktpersonen haben. Für sie gibt es eine 24-Stunden-Garantie: Sie sollen binnen 24 Stunden getestet werden, innerhalb weiterer 24 Stunden soll das Ergebnis vorliegen.

Wo kann man sich testen lassen?

Die Tests sollen Vertragsärzte in ihrer Praxis machen. Sie sind allerdings nicht dazu verpflichtet, jeden zu testen, der es wünscht, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte. Die Ministerin will nun erst einmal die kommenden Tage abwarten. Sollte es viele Ärzte geben, die keine Tests vornehmen wollen, werde es eine Liste mit Medizinern geben, an die sich Bürger wenden können.

Wer übernimmt die Kosten?

Bereits jetzt übernimmt bei Menschen mit Symptomen häufig die jeweilige Krankenkasse die Kosten für einen Corona-Test. In allen Fällen, in denen die Kassen nicht in der Pflicht sind, zahlt nun der Freistaat Bayern - also in erster Linie bei Menschen, die sich ohne Symptome testen lassen wollen.

Warum macht Bayern das?

"Testen, testen, testen" - diesen Leitsatz will Bayern mit der heute vorgestellten Strategie laut Ministerpräsident Söder umsetzen. Viele Corona-Tests, auch bei Menschen ohne Symptome, seien ein "Frühwarnsystem" - und könnten eine größere Ausbreitung verhindern.

"Testen ist auch Vorbeugung", betonte Söder. "Ich weiß: Corona nervt viele. Und man würde sich wünschen, dass das jetzt mal abgeschlossen ist. Aber es liegt nicht in unserer Hand." Die Kritik an dem Vorstoß - unter anderem von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) - wies Söder erneut zurück.

Wie oft kann ich mich testen lassen?

Jeder kann sich so oft testen lassen, wie er möchte. Söder betonte, es gebe keine Begrenzung: "Also nicht nur einmal ein Test, sondern der Test ist dann mehrfach wiederholbar." Schließlich gebe es ja immer wieder Situationen, in denen es zu einer Infektion kommen könne.

Darf ich nach einem negativen Test die Maske weglassen?

Nein. Söder stellte klar: Ein negatives Testergebnis entbinde niemanden davon, Abstand zu anderen zu halten und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Hochzeiten, Partys, Grillfeste - so dürft ihr feiern

Feiern mit Familien und Freunden sind seit kurzem wieder möglich. In Gaststätten oder Veranstaltungsräumen dürft ihr wieder in größerer Runde private Feste feiern, etwa einen Geburtstag oder eine Hochzeit. Dabei gilt eine Beschränkung der Teilnehmerzahl (NEU: 100 Leute in geschlossenen Gebäuden, 200 unter freiem Himmel). Maskenpflicht besteht am Tisch nicht. Hygiene- und Abstandsregeln sollen aber auch beim Feiern eingehalten werden. Auf gemeinsames Tanzen, Umarmungen oder Küsschen mit Freunden müsst ihr noch verzichten.

Private Feiern zu Hause: Ohne Beschränkung

Noch lockerer sind die Regeln für Partys in der eigenen Wohnung: Bei privaten Zusammenkünften zu Hause gilt keine Beschränkung auf einen festen Personenkreis oder eine Besucherzahl. Auf die Maske darf verzichtet werden. Auf den Schutz der Gäste jedoch nicht. Gastgeber sollten nur so viele Personen einladen, dass den Gästen untereinander genug Platz bleibt. Zudem wird empfohlen, in geschlossenen Räumen regelmäßig für frische Luft zu sorgen. 

Grillen: Zuhause erlaubt, im Freien nicht

Besonders beliebt im Sommer ist das gemeinsame Grillen. Eine Grillparty zu Hause ist kein Problem. Wer sich allerdings zum Grillen gerne mit Freunden im Park oder am See treffen will, hat diesen Sommer leider Pech. Zwar darf man im Freien in einer Gruppe von bis zu zehn Personen zusammensitzen – aber eben nicht zum rauschenden Fest.

Welchen Corona-Beschränkungen gelten aktuell noch?

Einzelhandel, Dienstleister und Freizeiteinrichtungen

Geschäfte, Museen und Freizeiteinrichtungen wie Zoos dürfen maximal eine Person pro 10 Quadratmeter Fläche hineinlassen. 

Maskenpflicht für Kassierer und Gäste

Neben Kunden und Besuchern müssen auch alle Mitarbeiter von Geschäften, Hotels, Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Im Kassen- und Thekenbereich dürfen die Beschäftigten darauf verzichten, wenn es eine transparente Trennwand zum Kunden gibt.

Bäder, Wellness, Saunen

Freibäder dürfen ja schon seit längerem wieder öffnen, seit vergangener Woche sind auch Hallenbäder, Thermen-Innenbereichen und Hotelschwimmbädern wieder am Start - einschließlich der Wellness- und Saunaangebote.

Gastronomie

Speiselokale in Bayern - also Restaurants, Cafés und Biergärten - dürfen wieder mit den Öffnungszeiten wie vor der Corona-Epidemie öffnen. Am Tisch selbst mit euren Freunden oder der Familie müsst ihr keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, sonst aber schon: Zum Beispiel beim Betreten des Lokals oder beim Toilettengang.

Großveranstaltungen

Größere Veranstaltungen und öffentliche Feste bleiben bis 31. Oktober grundsätzlich verboten. 

Kino und Konzerte

Kinos, Theater und Konzertsäle wurden unter strengen Auflagen bereits wieder geöffnet - mit einer Maximalanzahl an Besuchern: 100 bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen bzw. 200 Besucher im Freien. Ahnlich wie bei Gottesdiensten müsst ihr, sobald ihr auf eurem Platz sitzt, keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen - wohl aber, wenn ihr zum Beispiel zur Toilette gehen wollt (Update: 30.06.) 

Tourismus

Für Reisebusunternehmen gelten die gleichen Regelungen wie für öffentliche Verkehrsmittel. Unter Einhaltung der Maskenpflicht dürfen wieder alle Plätze im Bus besetzt werden. Campingplätze dürfen gemeinschaftlich genutzte Sanitäranlagen wieder öffnen - damit wird beispielsweise auch ein Aufenthalt mit einfachen Zelten wieder möglich.

Beherbergungsbetriebe in Bayern dürfen auch weiterhin keine Gäste aus Landkreisen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den zurückliegenden sieben Tagen aufnehmen.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Seit Montag (29. Juni) sind in Einrichtungen der Pflege für Menschen mit Behinderungen sowie für Krankenhäuser mehr Besuche möglich. Die Besuchsbeschränkungen werden "durch einrichtungsindividuelle Schutz- und Hygienekonzepte ersetzt".

Kinderbetreuung und Schulen

In den vergangenen Wochen wurde in Kindergärten, Krippen und Horten zunächst die Notbetreuung stufenweise ausgebaut - ab 1. Juli sollen wieder alle Kinder in ihre Betreuungseinrichtungen können. Auch an die Schulen kehren nun die letzten Jahrgangsstufen zurück - vorerst noch in halber Klassenstärke im wöchentlichen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und "Lernen zu Hause". Ab September soll bei der Kinderbetreuung und in den Schulen möglichst der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden - unter Beachtung von Hygienekonzepten.

Hochschulen und Universitäten

Die Hochschulen und Universitäten in Bayern müssen vorerst weitgehend auf "Online-Lehre" setzen. Beim Wissenschaftsministerium ist von einer "digitalen Durchführung des Sommersemesters 2020" die Rede. Seit Montag könnten die Hochschulen aber im Einzelfall entscheiden, "kleinere Seminare mit bis zu 30 Teilnehmern zuzulassen, soweit dies zur Ergänzung der Online-Lehre erforderlich ist". Dabei müssten alle allgemeinen Vorgaben und Empfehlungen zur Hygiene und zum Infektionsschutz beachtet werden. Seit Ende April ist die "Durchführung von bestimmten Praxisveranstaltungen, die besondere Labor- oder Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern" im Einzelfall unter strengen Hygienemaßnahmen möglich.

Messen und Kongresse ab Herbst

Die Staatsregierung möchte eine Öffnung des Messe- und Kongressbetriebs in Bayern spätestens ab 1. September ermöglichen. Das Kabinett hat "einen Rahmen für Schutz- und Hygienemaßnahmen" beschlossen - als Richtschnur für die individuellen Schutz- und Hygienekonzepte der Veranstalter. 

Clubs, Diskotheken, Schausteller und Schankwirte müssen warten

Clubs und Diskotheken macht Ministerpräsident Söder keine Hoffnung auf eine Öffnung in nächster Zeit. Auf die Frage, wann man mal wieder in einem Club tanzen könne, sagte der Ministerpräsident in dem Interview: "Das dauert. Denn da ist die Ansteckungsgefahr einfach mit am höchsten." Er fügte hinzu: "Aber Sie können ja zum Beispiel zu Hause mit Ihrer Partnerin tanzen." (Update: 30.06.)

Kurzzusammenfassung

Bayerns Kabinett hat weitere Lockerungen in der Corona-Krise beschlossen: Freizeiteinrichtungen dürfen seit Mittwoch (08.07.) Innenbereiche öffnen, Fußballteams dürfen trainieren, zu privaten Feiern dürfen 200 Menschen kommen. Ein Überblick, welche Corona-Regeln in Bayern aktuell gelten.