Hotline 0800 / 800 3 800
WhatsApp 0174 / 33 43 900
E-Mail studio@bayern3.de
Die Frühaufdreherbis 09:00 Uhr
Super-Hi feat. NeekaFollowing the sun
8:45 Uhr
Avicii feat. Aloe BlaccWake Me Up!
8:41 Uhr
Lost Frequencies x Calum ScottWhere Are You Now
8:37 Uhr
Gamper & Dadoni feat. Emily RobertsBittersweet Symphony
8:33 Uhr
PinkTrouble
8:25 Uhr
mehr

Corona-Regeln in Spanien, Österreich und Co.

Herbsturlaub in Europa: Was geht und was nicht?

Bild: unsplash.com / John McArthur

Die Herbstferien stehen vor der Tür - und viele von euch planen einen Urlaub. Wegen der Corona-Pandemie müsst ihr aber weiterhin mit Einschränkungen rechnen. Ein Überblick über aktuelle Regeln in beliebten Urlaubsländern.

Egal ob Städtetrip oder Wanderurlaub, im Herbst wünschen sich viele noch einmal einen Tapetenwechsel. Wer verreist, muss in der Corona-Pandemie aber weiterhin mit Einschränkungen rechnen. Was gilt wo in Europa?

Österreich: Strenge Regeln für Ungeimpfte

Die Sieben-Tages-Inzidenz in Österreich ist nach wochenlangen stabilen Werten auf über 200 geklettert und liegt aktuell bei 262,9. Die Corona-Regeln für Touristen bleiben aber vorerst gleich: Schon bei der Einreise muss man getestet, genesen oder geimpft sein.

Im Alltag haben es Geimpfte leichter: Sie müssen nur in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln FFP2-Masken tragen. Für Ungeimpfte gilt die Maskenpflicht auch in allen anderen Geschäften und Kultureinrichtungen. In Wien sind die Vorgaben strenger - hier gilt die 3G-Regel ab sechs Jahren, im Rest Österreichs ab zwölf.

Schweiz startet in Skisaison

In der Schweiz hat gerade das erste Skigebiet außerhalb der Gletscherregionen für Touristen geöffnet: Diavolezza im Oberengadin. Dort soll es, wie in den anderen Skigebieten, nach dem Willen der Bergbahnen keine zusätzlichen Auflagen für Touristen geben. Es gilt Maskenzwang etwa im öffentlichen Verkehr. In Innenräumen von Restaurants sowie Bars und Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen Gäste entweder einen negativen Test, eine Impfung oder eine Genesung nachweisen. Das EU-Zertifikat wird anerkannt.

Die 7-Tage-Inzidenz in der Schweiz liegt aktuell bei 100,4 und damit auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss bei der Einreise einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorlegen. Zudem müssen alle Einreisenden digital ihre Kontaktdaten hinterlegen. Wer das nicht getan hat und erwischt wird, muss 100 Franken (rund 93 Euro) Buße zahlen.

Bild: Joshua Earle / unsplash.com

Italien setzt auf "Grünen Pass"

In Italien hat sich die Zahl der Infizierten in den letzten Wochen auf einem moderaten Level stabilisiert: Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt mit 40,1 niedriger als derzeit in Deutschland.

Das Werkzeug im Kampf gegen die Pandemie ist der "Grüne Pass", also der Nachweis über Impfung, Genesung oder negativen Test. Kinder unter zwölf Jahren müssen noch keinen Pass haben. Touristen benötigen den Pass - es gilt das in Deutschland gängige EU-Zertifikat - zu Eintritten etwa in Museen, Kinos, Sportstätten, Diskotheken und Restaurants. Auch Fernverkehrszüge, Seilbahnen und Fähren verlangen den Pass. Bei der Einreise sind für alle Erwachsenen und Kinder ab sechs Jahren eine Online-Anmeldung auszufüllen und der Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines Covid-Tests zu erbringen.

Hohe Impfquote in Spanien

Auch in Spanien ist die Corona-Lage weiterhin sehr entspannt. Die Infektionszahlen sind deutlich niedriger als in Deutschland. In Spanien lag die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner und sieben Tage zuletzt bei 28,5. Die Impfquote ist zudem mit die höchste in Europa und auch weltweit.

Im Zuge der positiven Entwicklung sind inzwischen auf der Iberischen Halbinsel fast alle Corona-Beschränkungen weggefallen. Einige Regeln müssen aber noch beachtet werden: In der Öffentlichkeit in Innenräumen sowie in Bussen und Bahnen besteht weiter Maskenpflicht. Im Freien nur, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Zur Einreise auf dem Luft- oder Seeweg muss weiterhin eine digitale Reiseanmeldung ausgefüllt werden. Und alle Touristen, die älter als zwölf sind, müssen einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Wer den nicht hat, ist verpflichtet, einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorzuweisen.

Bild: Jorge Fernández Salas / unsplash.com

Auch in Portugal entspannte Lage

Ähnlich ist die Lage auch in Portugal. Auch hier benötigt man zur Einreise eine ausgefüllte digitale Anmeldung sowie einen Nachweis, dass man geimpft, genesen oder negativ getestet ist. Den Mund- und Nasenschutz muss man nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Altersheimen, Krankenhäusern sowie in Theatern, Kinos und großen Einkaufszentren tragen. Im Freien darf die Maske abgesetzt werden. Auch das Nachtleben ist weitgehend von Beschränkungen befreit. Für Bars, Clubs und Diskos gilt in beiden Ländern die 3G-Regel. Eintritt erhält nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist.

In Portugal lag die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner und sieben Tage zuletzt bei 52,7.

Anmeldung vor Einreise nach Griechenland und Zypern

Die Zahl der Corona-Infizierten in Griechenland steigt in letzter Zeit wieder an. Aktuell liegt der Inzidenzwert bei 224,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen: Das ist wesentlich höher als derzeit in Deutschland. Wer nach Griechenland reisen will, muss sich auf der Webseite travel.gov.gr anmelden. Dort muss unter anderem angegeben werden, wo man sich aufhalten wird. Anschließend erhält man einen QR-Code, mit dem man einreisen kann. Alle Reisenden müssen entweder einen aktuellen negativen Schnelltest vorlegen oder voll geimpft sein. Das gilt auch für Kinder ab zwölf Jahren.

Zypern stuft Deutschland in der roten, also stark betroffenen Kategorie ein. Das bedeutet für alle Einreisenden, die nicht nachweislich geimpft oder genesen sind, dass sie sowohl vor als auch nach der Einreise jeweils einen Test machen und diesen auch selbst bezahlen müssen. Zudem muss spätestens 48 Stunden vor der Einreise auf einer Website der "Cyprus Flight Pass" beantragt und während des Urlaubs stets mitgeführt werden.

Bild: Patrick / unsplash.com

3G-Regel in Frankreich

Frankreich war in der Vergangenheit von der Corona-Pandemie stärker betroffen als Deutschland. Die Zahl der Neuinfektionen ist seit einigen Wochen aber wieder rückläufig. Der Inzidenz-Wert der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner liegt aktuell bei 55,7 – das ist niedriger als derzeit in Deutschland.

Museen, Theater, Restaurants und Sporthallen sind geöffnet. Eintritt bekommt aber nur, wer einen Impf-, Test- oder Genesungsnachweis vorlegt. Auch für Fahrten mit Reisebus und Fernzug herrscht in Frankreich Nachweispflicht. Für die Einreise aus Europa ins französische Festland ist ein Impfnachweis oder ein negativer PCR- oder Schnelltest nötig. Auch für die Rückreise nach Deutschland muss ein Nachweis her.

Dänemark: Alle Beschränkungen aufgehoben

In Dänemark steigt die Zahl der Corona-Infizierten wieder leicht: Die 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner liegt aktuell bei 151,0. Dennoch wurden bereits im September alle innerhalb Dänemarks geltenden Corona-Beschränkungen aufgehoben. Eine Maskenpflicht gab es schon davor länger nicht mehr.

Auch die einst recht strikten Einreiseregelungen des nördlichsten deutschen Nachbarn sind lockerer geworden und werden weiter zurückgefahren: Geimpfte, genesene und negativ getestete Urlauber aus Deutschland können ohne Beschränkungen einreisen. Die coronabedingten Grenzkontrollen der Polizei sind in dieser Woche beendet worden.

Bild: Nick Karvounis / unsplash.com

Niederlande: Inzidenz über 200

Auch in den Niederlanden sind viele Corona-Maßnahmen aufgehoben worden. So muss man etwa keinen Sicherheitsabstand mehr wahren. Eine Maske muss nur noch in Bus und Bahn und auf Flughäfen getragen werden. Vor dem Besuch von Gaststätten muss man mit dem Corona-Pass nachweisen, ob man geimpft, genesen oder getestet ist. Das gilt auch für Einreise und Heimkehr. Alle Gaststätten, auch Clubs und Discos, müssen um Mitternacht schließen. Die landesweite Inzidenz liegt aktuell bei 215,5 je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.

Angespannte Lage in Großbritannien

Aktuell fast 40.000 Neuinfektionen pro Tag und so viele Todesfälle wie zuletzt im März: Die Corona-Lage in Großbritannien hat sich wieder deutlich verschärft. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz liegt bei 459,6. Trotzdem sind Discos, Restaurants, Kinos und Stadien im ganzen Land weiterhin voll. Einen Impf- oder Testnachweis braucht man im größten Landesteil England dafür nicht. Die Regierung steht zunehmend unter Druck, ihren Plan B mit relativ leichten Maßnahmen wie einer Maskenpflicht in Innenräumen einzuführen.

Die Einreise aus Deutschland ist seit dieser Woche deutlich einfacher: Vollständig Geimpfte müssen zwar noch immer einen Test für Tag Zwei nach ihrer Einreise buchen, dies kann aber anders als bislang auch ein günstigerer Schnelltest sein. Für die Rückreise nach Deutschland reicht ein Impfzertifikat, um Quarantäne zu vermeiden.

Kurzzusammenfassung

Die Herbstferien stehen vor der Tür. Wegen der Corona-Pandemie müsst ihr im Urlaub aber weiterhin mit Einschränkungen rechnen. Diese Regeln gelten in Österreich, Italien, Spanien, Frankreich und anderen Ländern in Europa.