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Nachhaltige Mode - Tipps von Mimi Sewalski

"Ein Dreierpack Öko-Shirts kostet auch nur 28,90 Euro!"

bleed

Umweltfeundlich und fair produzierte Mode ist so unmodisch? Stimmt längst nicht mehr. Immer mehr hippe deutsche und österreichische Mode-Label machen es leicht, "öko" zu kaufen. Wir zeigen euch, welche Label das sind und in unserem Interview verrät Fair-Fashion-Expertin Mimi Sewalski, an welchen Siegeln sie sich orientiert, um wirklich ökologisch produzierte Mode zu erkennen.  

Ob Armedangels aus Köln, recolution aus Hamburg oder Grüne Erde aus dem österreichischen Scharnstein - als Modefan hat man auch bei Ökomode mittlerweile eine große Auswahl und bei allen Labels kann man online bestellen. ThokkThokk aus München, Lanius aus Köln, Greenbomb aus Halle an der Saale  - sie alle sind GOTS (Global Organic Textile Standard) zertifiziert und viele tragen auch das Fairtrade-Label. Selbst Sportmode kann man nachhaltig produziert kaufen - Triple2 aus München und bleed aus Helmbrechts beweisen das. 

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Das Ökolabel "bleed" aus Helmbrechts produziert Ökomode ...

Interview mit Fair-Fashion-Expertin Mimi Sewalski

Bei Lebensmitteln ist bio ja schon längere Zeit angekommen, Fair-Trade boomt. Warum nicht bei der Mode?

Mimi Sewalski: Vielleicht, weil man beim Essen erstmal überlegt, was man alles in seinen Körper hineinlässt - man möchte ja auch gesund leben. Und man muss auch sagen, dass nachhaltige Mode lange Zeit nicht wirklich stylish war. Da war beige die dominierende Farbe, aber das hat sich in den vergangenen zehn Jahren wirklich geändert. Man muss keine Abstriche mehr machen, wenn man Ökomode kauft. Man sieht auf den ersten Blick auch gar nicht, ob ein Kleidungsstück jetzt öko ist oder nicht, würde ich behaupten. Erst an der besseren Qualität erkennt man es dann.

Ist das dann viel teurer?

Nicht unbedingt. Es ist wie im 'normalen' Fashion-Bereich, da gibt es preiswertere Marken, da gibt es teure Marken. Aber für ein Dreierpack mit normalen weißen T-Shirts mit V-Ausschnitt muss man auch nur 28,90 Euro bezahlen.

Wie kann ich denn überprüfen, ob ein Shirt wirklich öko ist?

Da spreche ich immer vom Textil-Dschungel, den man aber ganz leicht auflösen kann. Es gibt ja viele Siegel. Aber wer wirklich auf Siegel achten will, die auf Chemie und soziale Standards setzen, der kann sich am iVN und am GOTS-Siegel orientieren. Alle anderen Siegel setzen nur einen Schwerpunkt, diese beiden achten auf beides.

In Bayern gibt's ja viele Modemacher, denen die Umwelt am Herzen liegt. Einige sind im Portal bavarianmakers.de dabei. Welche Anlaufstellen sind online denn besonders empfehlenswert?

Da gibt es einige, die sehr erfolgreich sind. Zum Beispiel ThokkThokk, wie das Klopfzeichen. Die verkaufen sehr stylische Mode, also T-Shirts und Kleider, das ist für Anfänger schon mal gut geeinigt. Wer's spezieller braucht: Triple2 ist ein Sporthersteller. Und gerade im Sport-Bereich verwenden ja viele Hersteller Chemie, zum Beispiel um wasserabweisende Kleidung herzustellen. Triple2 hat seinen Schwerpunkt beim Radsport - und die Klamotten sind halt ohne Chemie und nur mit nachhaltigen Stoffen produziert worden.

Wie sieht die Zukunft der Ökomode aus?

Ich glaube, dass wir - wie beim Essen damals - auch in diesem Bereich unseren Konsum immer mehr hinterfragen werden. Ich sehe da einen großen Markt, weil einfach immer mehr Leute ein Bewusstsein für nachhaltige Mode entwickeln. Und viele Modefirmen stellen sich ja auch darauf ein, testen und experimentieren mit neuen Stoffen. Bei der letzten Fashion-Week zum Beispiel mit Ananas- und Brennesselfasern, das waren richtig tolle Stoffe, superangenehm zum Tragen. Da tut sich wirklich sehr viel!

Bild: Mimi Sewalski / privat

Mehr Infos über Mimi bekommt ihr auf ihrer Webseite!

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Kurzzusammenfassung

Wer Wert auf ökologische und fair produzierte Kleidung legt und dabei noch gut aussehen will, hatte lange ein Problem. Zum Glück gibt’s heute stylische Modelabels, denen Mensch und Umwelt am Herzen liegen. Fair-Fashion-Expertin Mimi Sewalski kennt die echten Alternativen: faire Mode, die nicht nach Kartoffelsack und Staubschicht aussieht.