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Wofür ist eigentlich …

Wofür hat eigentlich die Alufolie zwei Seiten: glatt und matt?

Bild: colourbox.de, BAYERN 3/Michael Pustal

Alufolie ist echt praktisch in der Küche: Schnell abgerissen und abgedeckt hält sie euren Auflauf easy noch eine Weile warm (und ist so viel weniger frickelig als Frischhaltefolie). Aber haben die zwei Seiten – matt und glänzend – wirklich unterschiedliche Funktionen?

Ob ihr das Ding Silberpapier, Aluminiumfolie oder einfach in kurz Alufolie nennt ist vollkommen egal, einig sind sich vermutlich alle: das Ding ist ziemlich praktisch! Ob als Unterlage beim Grillen, im Backofen, um Kartoffeln und Fisch schonend zu garen, oder nach dem Kochen, um das Essen möglichst lange warm zu halten und zu verpacken.

Aber warum gibt es eigentlich diese zwei Seiten – die matte und die glänzende? 

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Darum gibt es zwei Seiten

Alufolie wird bei der Herstellung plattgewalzt, damit sie am Ende so dünn ist, wie wir sie von der Rolle in der Küche ziehen. Die Folie wird dabei in der Produktion in der Regel zweilagig genommen und dann fertiggewalzt, damit sie SO dünn werden kann.

Erst danach werden die beiden Schichten wieder voneinander gelöst: Die Seite, die mit der Walze in Kontakt war, ist durch die Mechanik des Walzens glänzend geworden und die andere Seite bleibt matt, denn die hatte keinen Kontakt zu einer Walze, sondern zu der zweiten Lage Alufolie. Darum haben die meisten Alufolien, die du für zuhause kaufst, zwei Seiten: glänzend und matt. 

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Hält die glänzende Folie wirklich besser warm?

Aber hält die glänzende Seite der Alufolie jetzt auch tatsächlich besser warm? Ja, tatsächlich – auch wenn es bei der Produktion gar nicht unbedingt so gedacht war. Denn die glänzende Seite reflektiert die Wärme etwas besser als die matte Seite und eure Speisen können ein bisschen länger warm bleiben. 

Andersherum könnt ihr diesen Nebeneffekt aus der Alufolien-Produktion natürlich auch für euch nutzen: Wenn ihr etwas länger kühlen wollt, könnt ihr es mit der matten Seite abdecken: Die Wärme aus der Umgebung wird dann etwas länger ferngehalten.

Doch die Unterschiede, ob matte oder glänzende Seite, sind nicht allzu krass: wenn euch das also alles zu viel Arbeit ist, dann nehmt einfach die erste Seite, die ihr halt so bekommt ;-)

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Alufolie: Nicht für alle Lebensmittel geeignet

So praktisch die Alufolie ist: Mit manchen Lebensmitteln harmoniert sie leider gar nicht. Dazu gehören saure Lebensmittel (alles, was Zitrussäure hat wie Orangen und Zitronen oder Fruchtsäure, wie aufgeschnittene Äpfel oder Rhabarber), basische Lebensmittel (zum Beispiel ungebackenes Laugengebäck – die Lauge ist basisch) oder stark salzhaltige Lebensmittel wie Feta.

Das liegt daran, dass das Aluminium in der Folie in Kontakt mit sauren, basischen oder stark salzhaltigen Lebensmitteln reagiert: Je länger der Kontakt und je größer die Kontaktfläche zwischen der Alufolie und diesen Lebensmitteln, desto mehr Aluminium löst sich von der Folie ab und geht auf die Lebensmittel über. "Diffusion" nennt man diesen Vorgang. Sobald ihr die Lebensmittel dann aber esst, nehmt ihr das Aluminium auf. Das solltet ihr unbedingt vermeiden.


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Kurzzusammenfassung

Alufolie ist ziemlich praktisch in der Küche: Schnell abgerissen und abgedeckt hält sie euren Auflauf easy noch eine Weile warm (und ist so viel weniger frickelig als Frischhaltefolie). Aber haben die zwei Seiten – matt und glänzend – wirklich unterschiedliche Funktionen?