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Schlimm oder harmlos?

3 Dinge, die du über Mikroplastik in Kosmetik wissen solltest

dpa/picture alliance

Sie sind in Peelings und Duschgels, die wir täglich benutzen: Winzige Plastikperlen, sogenanntes Mikroplastik. Die kleinen Kunststoff-Teilchen spülen wir über den Abfluss in unsere Gewässer. Irgendwann landet alles im Meer und verschmutzt unsere Ozeane. Wer das vermeiden will, hat nur eine Möglichkeit.

Diese tägliche Umweltsünde trifft uns wie ein Bumerang: Wir benutzen Kosmetika und spülen täglich Mikroplastik durch den Waschbecken-Abfluss in unsere Gewässer. Viele unserer Kläranlagen können nur geringe Mengen aus unserem Abwasser herausfiltern. Deswegen fließt der Großteil unseres Kosmetik-Plastiks ins Meer. Fische fressen die winzigen Partikelchen und wenn wir diese Fische essen, landet das Plastik in unserem Körper.

Viele dieser Plastikverbindungen ziehen aufgrund ihrer speziellen Oberfläche andere Umweltgifte an und werden quasi im Wasser immer giftiger. Forscher haben Spuren dieser Kunststoffe schon in fast allen Meerestieren gefunden - von Muscheln, Krebsen bis hin zu großen Meeressäugetieren wie Seehunden.

1. Mikroplastik und andere Kunststoffe finden sich in vielen Kosmetik-Produkten

Mikroplastik: Das sind die winzigen Kügelchen, die in Peelings und Duschgels als Schleifmittel verwendet werden, sogenannte Microbeads. Sie sind zwischen 0,001 bis 5 Millimeter groß. Doch es gibt in unserer Kosmetik auch Kunststoffe, die nicht fest sind, sonder gel- oder wachsartig, sogenannte synthetische Polymere. "Sie dienen unter anderem als Schleifmittel, Filmbildner, Füllstoff und Bindemittel", schreibt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Einige Hersteller verzichten mittlerweile auf Mikroplastik oder haben erklärt, es tun zu wollen. Vor allem aus Zahnpasta sind Microbeads fast ganz verschwunden. Doch in vielen anderen Produkten wie Duschgels, Gesichtscremes, Concealern, Augenbrauenstiften, Haarspray, Handcreme und Pudern verwenden die Hersteller eine ganze Reihe an verschiedenen Kunststoffen.

Länder wie Kanada, die USA, Großbritannien, Neuseeland oder auch Südkorea planen ein Verbot dieser Stoffe, so Greenpeace. In Deutschland setzt die Regierung darauf, dass die Kosmetikhersteller freiwillig auf Mikroplastik verzichten. Umweltorganisationen wie der BUND und Greenpeace fordern ein komplettes Verbot von Kunststoffen in Kosmetik. 

2. Daran erkennst du, ob in deinem Duschgel Kunststoffe enthalten sind

Wenn du sicher gehen willst, dass du keine Kosmetikprodukte kaufst, die Kunststoffe enthalten, hilft der Einkaufsratgeber vom BUND. Dort kannst du nachsehen, ob dein Lieblingsprodukt auf der Negativliste steht.

Wenn du diese Stoffe in der Deklaration liest, ist Kunststoff drin:

Acrylate Co-, Crosspolymer (AC, ACS), Polyamide (PA, Nylon), Polyacrylate (PA), Polymethyl Methacrylate (PMMA), Polyquaternium (PQ), Polyethylene (PE), Polyethylene Glycol (PEG), Polyethylene Terephthalate (PET), Polypropylene (PP), Polypropylene Glycol (PPG), Polystyrene (PS), Polyurethane (PUR), Silsesquioxane, Silikone, Cyclo-, Di-, Amodi-, Tri-Methicone, Cyclotetra-, Cyclopenta-, Cyclohexasiloxane, Dimethiconol, Di-, Tri-, Siloxane (Quelle: Greenpeace).

Diese Liste musst du dir nicht merken, die gibt es für den Geldbeutel in Checkkartenformat zum Ausdrucken bei Greenpeace.

YouTube/BR24

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3. So kannst du Mikroplastik vermeiden

In Naturkosmetik dürfen Kunststoffe generell nicht enthalten sein. Wer also Naturkosmetik kauft, kann sich sicher sein, dass er eine gute Entscheidung für die Umwelt trifft. Peelings kannst du dir außerdem ganz einfach selbst machen - mit Dingen, die du zu Hause hast. Zum Beispiel mit Kokosöl  oder Zitrone.

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Kurzzusammenfassung

Sie sind in Peelings und Duschgels zu finden, die wir täglich benutzen: Winzige Plastikperlen, sogenanntes Mikroplastik. Die kleinen Kunststoff-Teilchen spülen wir über den Abfluss in unsere Gewässer. Irgendwann landet alles im Meer und verschmutzt auch unsere Ozeane. Wer das vermeiden will, hat nur eine Möglichkeit.

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