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Fitness-Studio überfüllt?

Fitness-Portale für dahoam: Gymondo, Freeletics und Co.

Bild: BAYERN 3

Dein Vorsatz fürs neue Jahr: Mehr Sport! Aber dein Fitness-Studio ist überfüllt? Du hast kein Bock an jedem Gerät zu warten? Hier ist die Alternative: Fitnesskurse für dahoam. Fünf BAYERN 3 Moderatorinnen (von links: Claudia Conrath, Katja Wunderlich, Jacqueline Belle, Julia Liebing, Jasmin Leuxner) haben für euch große Fitness-Portale im Internet getestet: Freeletics, Gymondo, Mach dich krass, Fitnessraum und Sweat with Kylie.

BAYERN 3 Moderatorin Claudia Conrath hat Fitnessraum getestet 

Ich mache mit, weil ich von der Bikinifigur weiter entfernt bin als der Berliner Flughafen von der Eröffnung."

Was bekomme ich für mein Geld?

Für mein Geld bekomme ich eine ansprechende Website mit einem Trainingsplan für die jeweiligen Wochen und Vorschlägen, welches Training noch so interessant und spannend sein könnte. Auch (wenn gewollt) einen Essensplan - sollte es nicht nur um Fitness, sondern auch ums Abnehmen gehen. Die Trainingseinheiten sowie (wenn gewünscht) die Gewichtsentwicklung wird in einen Plan eingetragen. Das Training selber läuft per Video - ein Filmchen mit schönen Menschen, die dir vormachen, was du tun sollst. Gut auch: Fehlerquellen werden immer wieder erwähnt, damit es nicht zu Fehlhaltungen kommt.

Wie ist die Bedienung des Portals?
Einfach. Man kapiert ziemlich schnell, wie es funktioniert. Über "Mein Studio" hat man die eigenen Einheiten in der Übersicht und trägt ein, was man absolviert hat. Die Rezeptvorschläge gibts auch als pdf.

Wie groß ist die Motivation?
Online-Fitness ist ein bisschen wie ein Fernstudium. Natürlich muss die Motivation aus einem selbst heraus kommen. Es gibt keinen festen Termin und auch niemanden, der einen mitschleppt. Aber das kann auch der Reiz sein - bei mir ist es genau so. 

Wie gut lassen sich die Übungen in den Alltag einbauen?
So gut, dass Ausreden nicht mehr gelten :-) Ich hab die aufgerollte Bodenmatte hinter der Kellertür stehen und kann sie jederzeit im Wohnzimmer auslegen. Zwischen Mittagessen vorbereiten und den heimkommenden Schulkindern passt ja immer ein halbes Stündchen "Bauch, Beine, Po" oder Stretching. Keine Tasche packen, kein Hin- und Herfahren, keine Bindung an Kurstermine.... auch die Kinder können währenddessen zu Hause sein. Das klappt wirklich prima!

Wie war der Erfolg? Erwartungen erfüllt?
Ich hab nach zwei Wochen schon eine verbesserte Beweglichkeit festgestellt. Und vier Kilo hatte ich auch runter. Dass man in seinem eigenen Wohnzimmer so ins Schwitzen kommen kann, hätte ich ja nicht gedacht :-) Und Spaß gemacht hat es auch. Ich hätte nicht erwartet, dass ich mich alleine motivieren kann und bin von daher echt überrascht. Ich werde auf jeden Fall weiter machen - jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt. Und so alleine im Wohnzimmer vor sich hinturnen ohne dass einen die Studiostreber verstohlen mustern, ob man auch das Richtige anhat oder sich elfengleich bewegt (was ich natürlich nicht tue!) - das hat echt was.

Bild: Screenshot Fitnessraum.de

Katja Wunderlich aus dem Hit-Mix-Nachmittag hat mit dem australischen Instagram-Star Kayla Itsines trainiert

Ich will endlich wieder mein Traumgewicht (4 kg weniger) erreichen und dabei natürlich knackig aussehen, wenn der Sommer kommt.“

Was bekomme ich für mein Geld?
Alles, um endlich die Bikinifigur zu bekommen, von der man immer geträumt hat. Allerdings nur, wenn man sich dazu überwinden kann, jeden Tag ein straffes Sportprogramm durchzuziehen und das dauerhaft. 

Wie groß ist die Motivation?
Am Anfang sehr hoch, und ich wundere mich, dass sich meine Motivation nach drei Wochen Mitgliedschaft jeden Tag noch steigert. Normalerweise verliere ich immer schnell die Lust, aber ich hab dieses Mal sehr früh Ergebnisse gespürt, und das spornt an!

Wie ist die Bedienung des Portals?
Einfach, cool und girlylike gestaltet. Alles gut und persönlich beschrieben und erklärt. Man wird regelrecht reingezogen. Es wirkt alles wie ein Magnet. Die vielen Angebote von zusätzlichen Ebooks oder Merchandising-Produkten braucht man allerdings nicht unbedingt, finde ich. Vor allem, wenn man generell schon viel über Sport und Ernährung weiß, dann reicht die App bzw. der Account.

Wie gut lassen sich die Übungen in den Alltag einbauen?
Ich hab' etwas gebraucht, um den richtigen Rhythmus zu finden, aber meistens stehe ich jetzt vor der Family auf und mach mein Workout und fahr dann vormittags mit dem Fahrrad in die Arbeit oder geh nachmittags an der Isar laufen. Man muss sich nur daran gewöhnen, dass ab jetzt Sport JEDEN TAG zum Leben gehört wie essen, schlafen oder telefonieren ;-). Ich hab den Satz "Ich hab keine Zeit, ich weiß nicht, wann ich es machen soll" gestrichen.

Wie war der Erfolg? Erwartungen erfüllt?
Ich kann es mir nicht erklären, aber es ist wie ein Fitness-Fieber, das mich gepackt hat. Nichts, was ich vorher ausprobiert habe, hat so gut funktioniert. Für mich ist Kayla nicht umsonst so erfolgreich - weltweit. Sie ist jung, sympathisch, unglaublich fit und sieht umwerfend aus im Bikini! Man denkt die ganze Zeit: DAS WILL ICH AUCH!!! :-))

Foto: Screenshot Sweat With Kylie

Jasmin Leuxner (BAYERN 3 Nacht) hat 'Mach Dich Krass!' mit Daniel Aminati ausprobiert

Im Juli hab ich ein ganz besonderes 'Event' … und dafür möchte ich natürlich toll in meinem Kleid aussehen. Also, wenn nicht jetzt, wann dann?!"

Was bekomme ich für mein Geld?
79 Euro für 8 Wochen klingt erstmal richtig teuer. Aber mein Account bleibt 16 Wochen bestehen, das heißt, man kann das Programm sogar 2 Mal durchmachen. Also sind wir bei knapp 20 Euro im Monat und so viel zahle ich auch in günstigen Fitness-Studios. Da es bei "Mach dich krass" auch noch viele Rezepte und Ernährungstipps gibt, finde ich den Preis absolut ok.

Wie ist die Bedienung des Portals?
Die Bedienung ist total einfach. Von der Anmeldung bis zu meinem Fitnessprofil. Einloggen – loslegen – auspowern.

Wie groß ist die Motivation?
Nach drei Wochen bin ich immer noch voll motiviert. Ich bin im "wahren Leben" eher ein Sportmuffel, der Sport nur macht, weil es eben sein muss. Dadurch, dass es sich von Mal zu Mal steigert und man jede Woche drei neue Videos bekommt, wird man ganz gut an die Hand genommen und motiviert. Außerdem muss man im Fitnessprofil jede Woche seine Daten eingeben, also Gewicht und Maße und sieht da auch immer ganz gut, wie sich der Körper und die Zahl auf der Waage verändert.

Wie gut lassen sich die Übungen in den Alltag einbauen?
Das Training lässt sich super in den Alltag einbauen. Es sind pro Woche 3 Einheiten (jede dauert 20 – 25 Minuten), das klappt auch wunderbar vor der Arbeit. Man braucht auch nur eine Trainingsmatte, die kann man ja überall ausrollen. Bei den Ernährungsregeln ist das schon anders. Ja, ein Cheatday ist pro Woche erlaubt, da darf man essen und trinken, was man möchte. Aber ansonsten heißt es: Kaum Kohlenhydrate, kein Zucker, kein Alkohol, keine Milchprodukte, kein Obst. Wobei man Obst und Milchprodukte kurz nach dem Training essen darf.

Wie war der Erfolg? Erwartungen erfüllt?
Ich bin wirklich begeistert und werde auf jeden Fall weiter machen. An meinem Bauch zeichnet sich schon ein Mini-Mini-Two-Pack (der kleine Bruder eines Six-Packs) ab und ich fühle mich einfach gut und fit. Durch die Trainingseinheiten und den (teilweise ziemlich strengen) Ernährungsplan habe ich schon über zwei Kilo runter und ich finde, das kann sich für drei Wochen schon sehen lassen.

Bild: Screenshot Mach dich Krass

BAYERN 3 Wochenende-Moderatorin Julia Liebing hat 'Gymondo' getestet

Ich bin kein Fan von Fitness-Studios, aber habe schon gute Erfahrungen mit Pilates oder Yoga zu Hause mit Hilfe von Trainings-DVDs gemacht. Außerdem können ein paar mehr Muskeln und Ausdauer nie schaden! Man wird ja auch nicht jünger!"

Was bekomme ich für mein Geld?
Rund 33 Euro für drei Monate finde ich einen super Preis. Dafür bekommt man jede Menge verschiedene Trainingsprogramme (z.B. Cardio, Muskelaufbau, Straffung, Yoga) mit vielen abwechslungsreichen Trainingsvideos. Jedes Programm wird begleitet von Ernährungstipps, die speziell auf Ziele wie Sixpack, Bikini-Figur o.ä. abgestimmt sind. Ihr habt die Möglichkeit ein Trainingstagebuch zu führen und euch mit Gleichgesinnten in der Facebook-Community auszutauschen. Mit Hilfe eures eigenen Fitnessprofils könnt ihr euer Gewicht kontrollieren und seht wie viele Kalorien ihr gerade beim Training verbrannt habt und welche Fortschritte ihr gemacht habt.

Wie ist die Bedienung des Portals?
Insgesamt ist die Seite sehr übersichtlich. Was ich nur schade finde ist, dass es mir nicht möglich war, für jede Woche einen anderen Trainingsplan anzulegen. Wenn ich mich einmal für die Trainingstage Montag, Mittwoch und Freitag entschieden habe, wird das für alle folgenden Wochen übernommen, es sei denn ich ändere es...dann ändert es sich aber auch in allen anderen Wochen. Möglicherweise ist es auch ein Bedienfehler meinerseits... Ansonsten waren aber alle für mich wichtigen Informationen leicht verfügbar.

Wie groß ist die Motivation?
Das hängt natürlich von jedem selbst. Aber die Trainer in den Videos sind sehr sympathisch und bieten einem stets mehrere Varianten, eine Übung auszuführen. Wenn ich also an einem Tag etwas schlapp bin, gibt es für mich genauso die Möglichkeit, das Training sinnvoll zu absolvieren, wie wenn ich superfit bin. Außerdem heizen die Trainer einen gut an, so dass man den Ehrgeiz entwickelt, die Anzahl der Wiederholungen bei jeder Einheit noch zu toppen.

Wie gut lassen sich die Übungen in den Alltag einbauen?
Die Trainingseinheiten meines Programms "Body Shape" waren je zwischen 20 und 30 Minuten lang. Von daher ist es kein Problem, sie vor oder nach der Arbeit zu absolvieren. Wenn man sich außerdem mal überwunden hat, morgens etwas eher aufzustehen, um Sport zu machen, ist es gar kein Problem mehr. Denn nach dem Training fühlt man sich fit und stark und für dieses Gefühl lohnt es sich einfach, den Wecker etwas früher zu stellen - zumindest ist das meine Erfahrung der vergangenen drei Wochen ;-)

Wie war der Erfolg? Erwartungen erfüllt?
Für mich ist der größte Erfolg, dass ich plötzlich Spaß am Sport habe. Ich fühle mich außerdem viel fitter und gesünder. Mein Ziel war Straffung und Muskelaufbau. An der Straffung muss ich noch arbeiten - aber das braucht natürlich mehr Zeit als 3 Wochen - und bei den Muskeln meine ich tatsächlich schon ein klein bisschen was zu merken... Denn ich habe knapp 2 Kilo zugenommen... und man sagt ja, Muskeln wiegen mehr als Fett ;-) 

Bild: Gymondo

Ferien-Frühaufdreherin Jacqueline Belle quälte sich mit Burpies bei 'Freeletics'

Den Satz 'Ab nächster Woche mach ich wieder Sport' habe ich in den letzten Wochen zu oft gehört. Nach zwei Wochen Urlaub mit viel gutem Essen pack ich's jetzt wieder!"

Was bekomme ich für mein Geld? 

Für 34,99 Euro wird mir 3 Monate lang ein Coach zur Seite gestellt. Umgerecht sind das nicht mal 12 Euro pro Monat - billiger als jedes Fitness-Studio. Das ist ein fairer Preis.

Der Trainer erstellt mir nach Beantwortung einiger Fragen (zB. „Schafft du es ohne Probleme 20 Minuten zu joggen?“ /„Wie oft die Woche machst du Sport?“ / „Was ist dein Ziel? Abnehmen?“) und einem Fitnesstest mein Programm für Woche 1. Nach jedem Training werde ich gefragt, ob ich mehr geschafft hätte und wie ich die Anstrengung einschätze. Danach werden die restlichen Wochen geplant. Das Training wird also individuell auf einen abgestimmt.

Einen Ernährungsberater kann man sich zusätzlich für einmalig 29.90 Euro bestellen. Da mein Ziel nicht das Abnehmen war, habe ich darauf verzichtet.

Wie ist die Bedienung des Portals?

Die Bedienung der App ist superleicht & übersichtlich. Anmelden, Fitnesstest machen und sich den Trainingsplan der ersten Woche erstellen lassen - los geht’s!

Die einzelnen Übungen werden in Videos vorgemacht. Manche davon werden auch in vereinfachten Versionen angeboten, wobei man die nur im Notfall machen sollte.

Wie groß ist die Motivation?

Durch den individuellen Fitness-Test sind die ersten Workouts relativ leicht und ich hab mich nicht überfordert gefühlt. Man schafft sie, fühlt sich fit und dadurch steigt die Motivation!

Das ist wohl der große Unterschied zu der kostenlosen Freeletics Version. Hier werden nur die kompletten Workouts gezeigt. Wenn man diese Workouts als Anfänger durchzieht, schafft man sie nicht und ist demotiviert. Der Coach führt einen also langsam ran. Top!

Dazu gibt es eine Freeletics-Community. Deinen Followern (wie bei Instagram) werden deine absolvierten Workouts inklusive Trainingszeiten angezeigt . Sie können dir dafür einen ClapClap (Like) geben. Mich hat das wenig interessiert, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das so manchen antreibt.

Ich war noch motivierter, nachdem ich gemerkt habe, wie viel ich in mit einem 10-20 Minuten- Workout erreiche. Kam mir effektiver vor als 2 Stunden Fitness-Studio.

Wie gut lassen sich die Übungen in den Alltag einbauen?

Das Training ist für Menschen mit wenig Zeit!

Von Woche zu Woche werden die Workouts zwar länger, aber nach ner halben Stunde is man im Durchschnitt fertig. Manche Übungen muss man draußen machen (z.B. Sprints), was schon mal ungemütlich werden kann. Es gibt einen Button, der dir dein Programm auf ein Home-Workout umstellen kann, wobei man laut Freeletics eigentlich beim Original-Trainingplan bleiben sollte (Regel Nr. 1 bei Freeletics #noexcuses).

Wie war der Erfolg? Erwartungen erfüllt?

Ich bin positiv überrascht, wie fit und gut ich mich nach den 3 Wochen Freeletics fühle. Ich hätte nie gedacht, dass ich nach maximal ner halben Stunde Sport, nur mit meinem Körpergewicht so viel schwitze. Meine Ernährung habe ich nicht umgestellt. Ich habe weiterhin ganz normal gegessen und habe trotzdem das Gefühl, dass ich super straffe Oberschenkel und einen knackigen Po bekommen habe. Ein kleiner Ansatz von Bauchmuskeln ist auch schon zu sehen ;)

Meiner Meinung nach ist dieses Sportprogramm von Freeletics allerdings nichts für Anfänger, denen oft noch die Körperspannung fehlt. Auch das Trainieren gegen die Zeit (die Übungen müssen also schnell durchgezogen werden), hab ich für mich abgeändert: langsam, aber sauber.

Meine Erwartungen wurden erfüllt, ich werd' weiter machen!

Bild: Screenshot Freeletics

Fitnessexperte Dr. Daniel Gärtner mit Tipps für unsere Moderatorinnen

Bevor es losging, hat Fitness-Experte Dr. Daniel Gärtner unseren fünf Mädels Tipps gegeben, worauf sie bei ihrem Training mit den Portalen achten sollten. 

Dr. Daniel Gärtner ist Sportwissenschaftler an der LMU München. 

Bild: privat

Dr. Daniel Gärtner (36) arbeitet hauptberuflich als Dozent und Forscher an der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaft der Technischen Universität München. Nebenberuflich betreut und trainiert er Leistungssportler, leitet Workshops im Kampfsport, Geräteturnen und Fitness, bildet Trainer aus und spricht als Referent über sportwissenschaftliche Themen auf Seminaren.

Für wen ist ein Fitness-Portal die richtige Wahl?

Die Fitness-Portale sind natürlich gut für alle, die motiviert werden wollen oder müssen - oder die immer wieder eine Anleitung brauchen. 
Für Leute, die noch nie Sport gemacht haben oder bei denen es schon Jahre her ist, dass sie was gemacht haben, ist sicherlich ein gutes Fitnessstudio die beste Wahl. Dort sind qualifizierte Lehrer, die viel individueller Training anbieten können. Die sich mich genau angucken, die auch Fehler in Übungen beim Training bemerken, die mich korrigieren können; das können Fitness-Portale natürlich nicht.
Da muss man am Anfang schon ganz ehrlich zu sich selbst sein: Welcher Typ bin ich? Aber für Leute, die schon ein gewisses sportliches Grundniveau haben, sind die Portale im Internet schon eine gute Sache!

Was sollte ein gutes Fitness-Portal bieten?

Ganz wichtig ist Vielfalt. Manche Portale setzen nur auf Kraft oder nur auf Ausdauer. Wichtig ist aber, dass es eine Kombination aus diesen Dingen ist, zusätzlich müssen auch Bewegung und Koordination eine Rolle spielen. 

Viele Portale sind ja nicht gerade günstig, "Mach dich krass" kostet zum Beispiel 79 Euro. Dafür kann ich mich ja auch schon zwei, drei Monate im Fitness-Studio anmelden!

In guten Portalen, vor allem bei denen, die etwas teurer sind, sollte auch eine Beratung dabei sein. Das heißt, dass ihr die Möglichkeit haben solltet, per Chat oder per E-Mail Fragen stellen zu können. Und wichtig ist natürlich auch ein gutes Ernährungskonzept, das zum Training angeboten wird - und das kostet natürlich schon! Wenn man überlegt, man geht raus in die freie Wirtschaft und lässt sich ein persönliches Ernährungskonzept ausarbeiten, dann geht das natürlich auch ins Geld. Ich denke, dass ein Preis von 79 Euro für 8 Wochen durchaus gerechtfertigt sein kann.

Was ist der größte Fehler, den unsere fünf Moderatorinnen machen könnten?

Der größte Fehler ist sicherlich zu schnell zu viel zu wollen. Dann ist die Absprungquote einfach zu hoch. Fangt lieber langsam an und steigert euch dann stufenweise. Wichtig ist, dass ihr die Übungen sauber ausführt!
Und verzweifelt nicht gleich, wenn ihr am Anfang nicht direkt Gewicht verliert.
 Es kann sogar sein, dass ihr zunächst leicht zunehmt, weil ihr ja auch Muskelmasse zulegt. Das wird sich natürlich im Laufe der Zeit ändern! Denn wer mehr Muskeln hat, wird auch langfristig mehr Kalorien verbrennen. Aber das dauert natürlich etwas.

Gerade zu Beginn hat man ja häufig mal Muskelkater? Soll ich dann weitertrainieren oder lieber einen Tag Pause machen?

Muskelkater ist ein Zeichen von Muskelerschöpfung. Danach solltet ihr nicht maximal trainieren. Aber ein ganz leichtes Training ist möglich und auch gut, denn dann wird die Muskulatur durchblutet und der erschöpfte Muskel ist schneller wieder fit. Es ist übrigens nicht dramatisch, wenn ihr mal ausnahmsweise einen Tag euer Programm nicht durchziehen könnt. Wichtig ist, dass ihr dann nicht am nächsten Tag das doppelte Programm macht. Viel machen bedeutet nicht unbedingt viel zu erreichen!

Soll ich lieber etwas essen, bevor ich trainiere - oder danach?

Vorher esst ihr nur eine Kleinigkeit, vielleicht eine Stunde vorher ein Vollkornbrot - und nach dem (Kraft-)Training dann was Proteinreiches, z.B. Magerquark mit Müsli und guten Kohlenhydraten!

Kurzzusammenfassung

Dein Vorsatz fürs neue Jahr: Mehr Sport! Aber dein Fitness-Studio ist überfüllt? Du hast kein Bock an jedem Gerät zu warten? Hier ist die Alternative: Fitnesskurse für dahoam. Fünf BAYERN 3 Moderatorinnen (von links: Claudia Conrath, Katja Wunderlich, Jacqueline Belle, Julia Liebing, Jasmin Leuxner) haben für euch große Fitness-Portale im Internet getestet: Freeletics, Gymondo, Mach dich krass, Fitnessraum und Sweat with Kylie.