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Zerrissener Geldschein

Darf ein Supermarkt sich weigern, einen beschädigten Schein anzunehmen?

Bild: dpa/picture-alliance

Dein Hund hat deinen 100 Euro-Schein zerpflückt - oder der Reissverschluss deiner Jacke 50 Euro-Schein ruiniert? Deinem 10 Euro-Schein fehlt eine Ecke? Kannst du jetzt noch damit im Supermarkt bezahlen - oder darf sich der Kassierer weigern, einen kaputten Geldschein anzunehmen?

Es liegt im Ermessen des Supermarkts, ob er den beschädigten Schein akzeptiert oder nicht. Ist der Schein nur leicht eingerissen, wirst du ihn vermutlich ohne Probleme los. Existiert aber nur noch ein Teil des Scheins, dann wird sich der Supermarkt querstellen. Und das ist sein gutes Recht.

Zerrissener Geldschein: Banken und die Bundesbank helfen

Trotzdem wird der Geldschein dann nicht wertlos für dich. Du kannst zunächst versuchen, ihn bei einer Bank oder einer Sparkasse kostenlos umzutauschen - in einen unbeschädigten Schein. Auch hier gilt: Die Bank ist nicht verpflichtet, dir zu helfen. Aber die meisten machen es - vor allen Dingen, wenn du bei ihnen Kunde bist.

Last exit: Bundesbank. Will der Supermarkt deinen Geldschein nicht annehmen und auch die Banken und die Sparkassen in deiner Umgebung tauschen den Schein nicht ein, dann bleibt dir noch die Deutsche Bundesbank. Sie hat in allen größeren Städten in Bayern Filialen:

  • 80807 München: Leopoldstraße 234
  • 86153 Augsburg: Wolfsgäßchen 1
  • 90402 Nürnberg: Bahnhofstraße 7
  • 93049 Regensburg: Lilienthalstraße 3a
  • 97074 Würzburg: Mönchbergstraße 20

Sie alle bieten einen Service an, der sich „Ersatzleistung für beschädigtes Bargeld“ nennt. Hier kannst du einfach mit deinem kaputten Schein hingehen und ihn kostenlos umtauschen. Wichtig:

Die Bundesbank leistet Ersatz für beschädigte Euro- und DM-Banknoten, wenn entweder mehr als die Hälfte der Banknoten vorgelegt wird oder bei Banknoten, von denen höchstens die Hälfte vorgelegt wird, nachgewiesen wird, dass die fehlenden Teile vernichtet worden sind.“ (Deutsche Bundesbank)

Zweite wichtige Regel: Der Geldschein darf nicht mutwillig zerstört worden sein. Wenn du zum Beispiel einen 100 Euro-Schein laminierst, um ihn als Gutschein zu verschenken, muss die Deutsche Bundesbank keinen Ersatz leisten. Auch nicht wenn du Euro-Stücke durchbohrst, um sie als Deko für eine Kette zu nutzen.

Außerdem darf der Geldschein natürlich keine Fälschung sein.

Abgenutzte, Zerrissene und verbrannte Geldscheine

Also: Ob einfach nur hart abgenutzt, zerrissen, aufgeweicht, verfärbt, bemalt oder sogar verbrannt - die Deutsche Bundesbank hilft in fast jedem Fall. Sie hat sogar ein Analysezentrum für die richtig krassen Fälle - zum Beispiel wenn deine Geldscheine nach einem Hausbrand nur noch in Form von Asche vorliegen. In jedem dieser Fälle gilt: Versuche so viel vom Geldschein zu retten, wie es dir möglich ist und packe es in eine Tüte, damit es nicht noch weiter beschädigt wird. Und fülle dann den Erstattungsantrag aus. Alles zusammen bringst du dann in eine der Filialen - oder schickst es mit der Post.

Deutsche Bundesbank

Hegelstraße 65

H 313

55122 Mainz

Quellen: Deutsche Bundesbank, Stiftung Warentest

Kurzzusammenfassung

Abgenutzte, Zerrissene und verbrannte Geldscheine kannst du in den Filialen der Deutschen Bundesbank umtauschen. Dafür musst du aber mehr als die Hälfte der Geldscheins haben - oder du musst beweisen können, dass die andere Hälfte bereits vernichtet und/oder entwertet wurde.