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Ungewollt kinderlos

So erfüllt ihr euch den Kinderwusch

Bild: colourbox

Euer großer Wunsch ist es Mama oder Papa zu werden, aber es will einfach nicht klappen? Oder ihr habt keinen passenden Partner? Es gibt mehr Möglichkeiten, vielleicht doch noch Eltern zu werden, als ihr glaubt. 

Etwa jedes sechste Paar in Deutschland hat Schwierigkeiten, ein Kind zu bekommen. Das kann sowohl körperliche Ursachen haben als auch Kopfsache sein. Immer mehr Frauen entscheiden sich für Nachwuchs ohne die klassische Familie mit Mama, Papa und Kind. Die besten Chancen durch eine Kinderwunschbehandlung schwanger zu werden haben Frauen bis zum Alter von 32 Jahren. Ab dem 33. Lebensjahr sinkt die Schwangerschaftsrate kontinuierlich, bis sie ab dem 40. Lebensjahr nur noch unter 20 Prozent liegt. 

Ihr habt auch einen unerfüllten Kinderwunsch? Dann informiert euch zum Beispiel beim BKiD

Streaming-Tipp: Jetzt in der ARD-Mediathek: "3 Paare, ein Ziel"

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Diese drei Methoden könnten euch auch helfen:

1. Künstliche Befruchtung

Wenn ihr euch für künstliche Befruchtung entscheidet, kommt einiges auf euch zu. Nach einer Hormonbehandlung der Frau entnimmt der Arzt Eizellen und bringt sie im Labor mit dem Sperma des Partners zusammen. Die befruchtete Eizelle setzt der Arzt wieder in die Gebärmutter ein. Etwa jede fünfte Behandlung führt zur erfolgreichen Schwangerschaft.

Aber Vorsicht: Eine künstliche Befruchtung ist nicht ganz ohne Risiko. Leider kann euch keiner garantieren, dass die Behandlung beim ersten Mal auch klappt. Deshalb müsst ihr Geduld mitbringen und das kann an die Psyche gehen. Je öfter ihr die künstliche Befruchtung wiederholt, desto teurer wird's. Und die Hormonbehandlungen belasten den Körper der Frau.

Hier gibt's weitere Infos zum Thema künstliche Befruchtung.

2. Samenspende

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass euer Mann unfruchtbar ist. Oder ihr habt keinen männlichen Partner an eurer Seite. In diesem Fall könnt ihr auf eine fremde Samenspende zurückgreifen. Spezielle Samenbanken führen in ihrem Register Samenspender, aus denen ihr dann euren Favoriten auswählen könnt. Ein Frauenarzt oder eine Frauenärztin spritzt das Sperma des Spenders in die Gebärmutter der Frau.

Dass die Schwangerschaft durch eine Samenspende entstanden ist, steht übrigens nicht in den offiziellen Dokumenten wie der Geburtsurkunde.

Das neue Samenspenderregistergesetz legt aber fest: Kinder, die nach dem 01. Juli 2018 durch eine Samenspende gezeugt werden, können ab dem 16. Lebensjahr in einem Register nachsehen, wer ihr biologischer Vater ist. Die Daten bleiben 110 Jahre gespeichert und einsehbar.

Mehr zum Thema Samenspende findet ihr bei eltern.de

3. Adoption

Manchmal kann auch die Medizin nicht helfen. Ein weiterer Weg zum Wunschkind führt über die Adoption. Nicht ungewöhnlich, wie Madonna, Angelina Jolie und Co. zeigen.

Wenn ihr euch für eine Adoption innerhalb Deutschlands entscheidet, ist das Jugendamt der erste Ansprechpartner. Dort stellt ihr einen Antrag, führt Vorgespräche und werdet getestet, ob ihr für eine Adoption geeignet seid. Die Voraussetzungen sind zum Beispiel:

  • körperliche & geistige Gesundheit
  • festes Einkommen
  • genügend Wohnraum

Eine Adoption kann aber wirklich zur Geduldsprobe werden. Denn es gibt mehr adoptionswillige Paare als Kinder, die zur Adoption freigegeben werden! Ihr müsst möglicherweise mehrere Jahre auf eure Chance warten. Und ihr solltet auch beachten, dass es eine Art Altersgrenze gibt. Säuglinge und Kleinkinder werden bevorzugt an Paare unter 35 Jahren vermittelt. Ab 40 Jahren sinken die Chancen auf eine Adoption erheblich.

Mehr Informationen zur Adoption findet ihr beim Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

Eizellenspende, Leihmutterschaft & Co.

Ihr habt noch von Eizellenspenden und Leihmutterschaften gehört? Diese Methoden sind in Deutschland nicht erlaubt. Informiert euch hier, was bei uns in Deutschland möglich ist. Weitere Infos bekommt ihr hier.

Kurzzusammenfassung

Wenn es nicht auf herkömmlichen Wege klappt mit dem eigenen Nachwuchs, kann der Kinderwunsch zu einer echten Belastungsprobe werden. Doch zum Wunschkind können verschiedene Wege führen. Über Samenspende, künstliche Befruchtung und weitere Möglichkeiten zum ersehnten Familienzuwachs zu kommen.