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In Zukunft weniger kostenlose Rücksendungen

So vermeidest du Retouren beim Online-Shopping

picture alliance / Zoonar | lev dolgachov

Klamotten online bestellen, anprobieren, auswählen – und was nicht passt einfach (meist) kostenlos zurückschicken. Das war bislang der große Vorteil beim Online-Shopping. Nur: ganz so einfach ist das bald nicht mehr. Denn einige Onlinehändler wollen das Modell „Gratis-Retouren“ abschaffen. Mit diesen Tipps kannst du in Zukunft passgenauer shoppen - und weniger zurücksenden.

Es gibt doch kaum etwas entspannteres, als neue Klamotten zu Hause anzuprobieren. Keine enge Umkleidekabine, kein unvorteilhaftes Licht – und was nicht passt, wird halt einfach zurückgeschickt. Das mit dem Zurücksenden können wir in Deutschland richtig gut: In keinem anderen Land Europas werden so viele Retouren zurückgeschickt. Laut dem Kölner Handelsforschungsinstitut EHI liegt unsere Rücksendequote bei bis zu 75 Prozent. Bei Mode geht immerhin mehr als die Hälfte aller Lieferungen zurück. Genau das wird jetzt zum Problem für manche Online-Händler. Sie wollen die Gratis-Retoure in Zukunft abschaffen und begründen das mit gestiegenen Preisen für Transport und Verpackung. 

Rücksendungen bei ersten Händlern nicht mehr kostenlos

Doch nicht nur der Versand selbst kostet die Unternehmen Geld. Zurückgeschickte Ware muss zum Teil gereinigt und aufgebügelt oder manchmal sogar repariert werden. Auch das bedeutet pro Retour-Teil wieder Kosten für die Online-Händler. Da kommt ganz schön was zusammen. Darum soll in Zukunft auch der Kunde beim Online-Shopping einen Teil der Retouren-Kosten übernehmen. Erst vor wenigen Tagen hat die Modekette Zara angekündigt eine Gebühr von 1,95 Euro pro Rücksendung erheben zu wollen. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (BEVH) erwartet, dass weitere Unternehmen nachziehen werden.

Aber es gibt auch einige Online-Händler, die vorerst bei den Gratis-Retouren bleiben wollen. „Amazon, Zalando und die Otto-Gruppe haben sich so Wettbewerbsvorteile aufgebaut. Und die werden den Teufel tun, darauf zu verzichten“, glaubt der Retouren-Forscher Björn Asdecker von der Universität Bamberg. Darum vermutet der Forscher, dass diese Online-Händler die Kosten für die kostenlose Rücksendung einfach schon in den Bestellpreisen einkalkuliert hätten.

Mit diesen einfachen Tricks vermeidest du Retouren

Konfektionsgrößen sind ja schön und gut, doch leider sind sie nicht standardisiert und darum nicht von jeder Marke gleich passend. Darum reicht es nicht immer aus, zu wissen, dass du zum Beispiel Jeans-Größe 38 oder 40 hast. Bei den meisten Teilen findest du ziemlich genaue Angaben, die dir helfen, die passende Größe zu finden. 

1. Miss dich aus

Miss dich aus – und sei ehrlich mit dem Maßband. Dann passen deine begehrten Kleidungsstücke am Ende super. Schnapp dir ein Maßband (oder ein Geschenkband, dass du später nachmisst) und miss dich aus. Schreib dir deine Maße einfach auf, zum Beispiel in deine Handy-Notizen. Dann kannst du immer wieder spicken, wenn du online shoppen möchtest. 

Das Ausmessen selbst dauert zwar ein paar Minuten, aber du sparst dir beim Online-Shoppen damit mächtig viel Zeit und kannst viel zielgenauer shoppen. Wenn dir das am Körper selbst nicht gut gelingt, dann schnapp dir ein paar sehr gut sitzende Kleidungsstücke und miss die aus ;-)

Diese Maße werden dir beim Shoppen helfen:

  • Hosen 
    • Taille
    • Hüftumfang (leg das Maßband an die breiteste Stelle des Pos an)
    • Innenbeinlänge
    • Oberschenkelumfang (ebenfalls an der breitesten Stelle des Oberschenkels)
  • Oberteile 
    • Brustumfang (leg das Maßband an der breitesten Stelle der Brust an)
    • Armlänge (winkle den Arm am besten ein bisschen an)

Bei Jacken nimmst du einfach dieselben Maße wie für Oberteile und rechnest ca. zwei bis drei Zentimeter dazu – je nachdem, wie dick die Shirts oder Pullis sind, die du darunter tragen möchtest.

2. Achte auf Material und Schnitt

Schau dir an, aus welchem Material das Teil besteht, das du gerne in den Einkaufskorb legen möchtest. Bleiben wir beim Beispiel Jeans: Wenn die Hose aus 100 Prozent Baumwolle besteht, wird sie kaum nachgiebig sein. Du solltest sie dir also schon von vornherein in der richtigen Größe raussuchen. Und hier helfen dir deine Ausmessungen. Wenn die Hose dagegen einen Stretch-Anteil hat, hast du ein bisschen mehr Spielraum. Stretch-Anteil kann etwa eine halbe Größe nach oben oder unten ausmachen, je nachdem, wie eng oder locker die Hose an dir sitzen soll. Dasselbe gilt für T-Shirts, Blusen, Pullis und so weiter. Auch der Schnitt kann viel ausmachen. Oft steht schon in der Beschreibung, ob es ein eher weiter oder ein enger Schnitt ist.

3. Check deinen Kleiderschrank

Sicher hast du von manchen Marken schon unterschiedliche Klamotten in deinem Kleiderschrank. Super gut! Dann kannst du die Teile einfach als Vergleichswert hernehmen und schauen, welche Größe dir von dieser bestimmten Marke super passt – und dich daran orientieren. 

picture alliance / Zoonar | Khosrow Rajab Kordi

Gewusst wie! Mit ein paar einfachen Tricks sparst du dir beim Online-Shopping die Rücksendung gleich ganz ;-)

Kurzzusammenfassung

Entspannt online shoppen – und was nicht passt, wird kostenlos zurückgeschickt? Das könnte schon bald ein Auslaufmodell sein. Die ersten Online-Händler haben schon Gebühren auf die Retouren erhoben. Weitere könnten folgen. Mit diesen Tipps kannst du in Zukunft etwas passgenauer online Shoppen.