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Freiland, Bio, Bodenhaltung?

Bemalte Bio-Eier aus dem Supermarkt - gibt's das?

Bild: picture-alliance/dpa

Im Schnitt futtert von uns jeder 235 Eier im Jahr – viele davon in den Tagen ab Ostersonntag. Eigentlich sind unsere Eier ja echt gut gekennzeichnet – an der aufgestempelten Nummer auf dem Ei könnt ihr erkennen, ob sie Bio sind, aus Freiland- oder aus Bodenhaltung. Aber wie ist das bei diesen hartgekochten schon gefärbten Eiern? Da steht entweder gar nix drauf – oder Bodenhaltung. Gibt's die auch Freiland oder Bio?

Im normalen Supermarkt ist es tatsächlich gar nicht so leicht, bemalte Bio-Ostereier zu finden.. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es den meisten egal ist: 63 Prozent aller Deutschen kaufen nämlich eh Eier aus Bodenhaltung. Weiterer Knackpunkt bei bunten Eiern: Sie gelten als verarbeitete Lebensmittel – und müssen im Gegensatz zu frischen Eiern auch gar nicht gekennzeichnet werden. Sie könnten also sogar aus Käfighaltung stammen!

Wenn ihr bunte Bio- oder Freilandeier wollt, dann am besten beim Bio-Markt, im Hofladen oder übers Internet. Oder – Geheimtipp für alle Familien mit kleinen Kindern: Eier kaufen und dann selbst färben ;-)

Auch bei diesen Produkten ist nicht klar, wo das Ei herkommt:

Kennzeichnungspflichtig sind also nur die frischen Eier. Verarbeitet stecken sie aber auch in Nudeln, Keksen, Suppen, Salaten, Eis, Kuchen. Woher die Eier stammen, ist nicht unbedingt ersichtlich. Nur bei Bio-Lebensmitteln ist klar, dass auch Bio-Eier drinstecken.

Was ist die Bruderhahninitiative?

Wenn Legehennen gezüchtet werden, will keiner die männlichen Küken haben – und so werden in Deutschland jedes Jahr 45 Millionen männliche Küken getötet. Bei Bruderhahn-Betrieben werden dagegen auch die männlichen Küken großgezogen und später ihr Fleisch verkauft. Findet ihr in manchen Geschäften auch unter Namen wie Initiative Bruder-Ei, Bruderküken oder Herz Bube.

Woher kommt das Ei auf der Bäckersemmel?

Das Ei auf vielen belegten Semmeln ist zwar im weitesten Sinne ein Ei - aber ein getuntes. Denn auf der Semmel sollen ja schöne Scheiben mit Eiweiß und Eigelb sein. Endstücke ohne Eigelb würden da nur stören. Deshalb gibt’s tatsächlich Betriebe, die so genannte Stangeneier herstellen. Da werden Eiweiß und Eigelb getrennt, dann das Eiweiß gestockt und das Eigelb mit einem Rohr wieder in die Mitte gefüllt. Das Ganze ergibt dann ein langes Ei ohne Enden. Allerdings kommen noch Zusatzstoffe rein, denn das Stangenei ist ein Jahr lang haltbar.

Kurzzusammenfassung

Wer an Ostern wissen will, woher die Eier kommen, muss ein bisschen suchen, um das richtige zu finden. Wir erklären, wie ihr auch bei gekochten Eiern Freiland- oder Bioware bekommt, was ein Bruderhahn ist und was es mit Stangeneiern auf sich hat.