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PULS Reportage

OnlyFans: Sexuelles Empowerment oder Pornofalle?

YouTube/PULS Reportage

OnlyFans: Eine Social Media-Plattform, auf der man kostenpflichtig Inhalte zur Verfügung stellen kann – meist erotische oder pornografische Fotos oder Videos. Doch was genau steckt hinter dem Hype um OnlyFans? Trägt die Plattform zu einem sexuellen und feministischen Empowerment bei oder ist OnlyFans eher eine Pornofalle, vor allem für junge Menschen? Das wollen unsere Reporterinnen Ariane Alter und Nadine Hadad für PULS Reportage herausfinden.

ONLYFANS: WAS IST DAS EIGENTLICH UND WIE FUNKTIONIERT DIE PLATTFORM?

Nackt, nackter, OnlyFans? Influencer*innen, Erotikmodels oder Sexarbeiter*innen verdienen auf der Plattform OnlyFans Geld mit intimen Fotos, Videos oder Nachrichten. Während Social Media-Plattformen wie Instagram oder TikTok Inhalte mit zu viel nackter Haut oder weiblichen Nippeln zensieren, gibt es bei OnlyFans-Accounts quasi keine Einschränkungen. Fotos, die für andere Plattformen zu freizügig sind, können Influencer*innen also auf ihrem OnlyFans-Account posten – und damit auch noch ordentlich Geld verdienen. Jedoch werden bei OnlyFans nicht nur erotische Inhalte angeboten. Es gibt auch Creator*innen, die Koch- oder Fitnessvideos auf ihren Accounts posten. OnlyFans funktioniert über ein Abosystem, bei dem User*innen einzelne Accounts zu einem gewissen Preis abonnieren können. Auch Anfragen für Zusatzinhalte können über den privaten Chat gestellt werden. Creator*innen können so für ein extra Trinkgeld zusätzliche, exklusive Fotos oder Videos verschicken oder einfach mit User*innen chatten.

EMPOWERMENT ODER PORNOFALLE?

Viele feiern die Plattform, da sie vor allem Frauen empowert und für eine Demokratisierung der Erotikbranche sorgen könnte. Die Creator*innen entscheiden selbst, was sie auf OnlyFans zeigen wollen und wie viel Geld sie dafür verlangen. Ob man zum Beispiel “nur” seine Füße auf Fotos zeigen möchte oder sich beim Masturbieren filmt und ob man dafür nun fünf oder 25 Euro im Monat verlangen möchte, ist jeder*m selbst überlassen. Viele feiern bei OnlyFans genau diese Selbstbestimmung und die Kontrolle über die eigenen Inhalte. So auch Influencerin und Feministin Suzie Grime. Sie ist seit einiger Zeit selbst auf OnlyFans als Creatorin aktiv. Warum sie OnlyFans als feministisch ansieht, hat sie Ariane Alter in Berlin erzählt. Doch birgt OnlyFans auch Gefahren? Das will Nadine von Madita Oeming erfahren. Sie ist Wissenschaftlerin und beschäftigt sich mit Pornographie und Sex-positivem Feminismus. Sie meint, OnlyFans beinhalte auch Risiken, wie etwa den Druck auf junge Menschen, sich in einer bestimmten Art und Weise darzustellen und womöglich über die eigenen Grenzen hinauszugehen. Was Ari und Nadine sonst noch von Suzie und Madita erfahren haben, seht ihr in dieser PULS Reportage.