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Schule und Corona - Maskenpflicht im Unterricht an allen Schularten!

Maskenpflicht im Unterricht auch für Grundschüler, offene Schulen unabhängig vom Inzidenzwert: Mit diesen Neuerungen starten Bayerns Schüler nach den Herbstferien in den Unterricht. Der Leistungsdruck soll laut der Staatsregierung sinken.

Bayerns Schulen bleiben künftig unabhängig vom Corona-Inzidenzwert vor Ort offen - und sollen von den Behörden vor Ort nur nach Infektionsfällen in der Schule teils oder ganz geschlossen werden. Das hat Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) in München bestätigt. Der bisherige Drei-Stufen-Plan (siehe unten) ist damit de facto außer Kraft gesetzt. 

Laut einem Sprecher des bayerischen Kultusministeriums wird die Maskenpflicht im Unterricht nach den Herbstferien ab kommender Woche vorerst an allen Schularten einschließlich Grundschulen gelten, unabhängig vom Inzidenzwert vor Ort. Der Sprecher verwies auf eine entsprechende Anordnung des Gesundheitsministeriums. Ausnahmen durch die örtlichen Gesundheitsbehörden soll es nur noch im Einzelfall geben. Zuletzt hatten sich mehrere Kommunen der bisherigen Forderung der Staatsregierung widersetzt, ab dem Inzidenzwert 50 auch für Grundschüler eine Maskenpflicht anzuordnen, etwa die Landeshauptstadt München.

Angesichts des "Lockdown light" wolle man zum Schutz von Lehrern und Schülern eine einheitliche Maskenpflicht haben, sagte Piazolo. "Nicht nur auf dem Schulgelände, sondern auch im Unterricht. Je mehr Maske getragen wird, desto länger können wir auch Schulen offen halten."

"Erkältungsregeln" für Schulkinder

Kinder und Jugendliche, die leichte Symptome wie Schnupfen und gelegentliche Husten haben, dürfen erst dann in die Schule, wenn sie innerhalb von 24 Stunden kein Fieber bekommen haben. So lange müssen sie zu Hause bleiben beziehungsweise werden nach Hause geschickt.

Ausnahme: Grundschülerinnen und Grundschüler dürfen mit milden Krankheitszeichen wie Schnupfen ohne Fieber oder gelegentlichem Husten weiterhin am Unterricht teilnehmen. 

Kranke Kinder mit Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall müssen auf jeden Fall zu Hause bleiben, unabhängig von Alter und Schulform.

Der Drei-Stufen-Plan

Mögliche Einschränkungen im Schulalltag sollen vom Infektionsgeschehen im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt abhängen. Dazu gilt der Drei-Stufen-Plan:

Stufe 1: Regelbetrieb 

Bei weniger als 35 Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von 7 Tagen ist ein Regelbetrieb unter Hygieneauflagen geplant.

Stufe 2: Maskenpflicht im Unterricht

Ab 35 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in einem Kreis müssen die Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen dort auch am Sitzplatz im Klassenzimmer eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Diese Maskenpflicht gilt nur dann nicht, wenn auch im Klassenzimmer ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern gewährleistet werden kann. Grundschulen sind von dieser Regelung ausgenommen. 

Stufe 3: Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht 

Ab 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern wird im betroffenen Kreis der Mindestabstand von 1,5 Metern im Klassenzimmer wieder eingeführt. Das bedeutet laut Kultusministerium in aller Regel, dass die Klassen geteilt und die Gruppen im wöchentlichen Wechsel Präsenz- und Distanzunterricht haben - es sei denn, in der Schule lässt sich der Mindestabstand einhalten. Im Unterricht gilt dann eine Maskenpflicht - auch für Grundschülerinnen und Grundschüler. 

Bei den Schwellenwerten handelt es sich laut Ministerium um "Richtkriterien": Die Entscheidung, welche Stufe jeweils greift, trifft das zuständige Gesundheitsamt in Abstimmung mit der Schulaufsicht.

Kurzzusammenfassung

Maskenpflicht im Unterricht auch für Grundschüler, offene Schulen unabhängig vom Inzidenzwert: Mit diesen Neuerungen starten Bayerns Schüler nach den Herbstferien in den Unterricht. Der Leistungsdruck soll laut der Staatsregierung sinken.