0800 / 800 3 800
0174 / 33 43 900
studio@bayern3.de
Die Ferien - Frühaufdreher 05-09bis 09:00 Uhr
Ed Sheeran feat. KhalidBeautiful People
7:48 Uhr
Kid RockAll Summer Long
7:43 Uhr
Surf Mesa feat. EmileeIly (I love you Baby)
7:38 Uhr
Tom GregoryFingertips
7:35 Uhr
SiaUnstoppable
7:25 Uhr
mehr

Schule und Corona

Urlaub im Risikogebiet? Das müsst ihr wissen!

Ihr macht in diesen Sommerferien Urlaub in einem Risikogebiet? Wir verraten euch, warum ihr besser nicht in den letzten beiden Wochen der Ferien verreisen solltet. Unabhängig davon: Bayern führt zum Schulstart im September ein Vier-Stufen-System an Schulen ein, um Corona einzudämmen. Auf dem Gelände sämtlicher Schulformen gilt dann Maskenpflicht.

Müssen Schüler(innen) nach den Ferien zum Corona-Test, wenn sie in einem Risikogebiet Urlaub gemacht haben?

Viele Eltern sind jetzt verunsichert, weil sie erst vor kurzem Briefe von Kitas und Schulen mit den Hinweisen zum Verreisen in den Ferien bekommen haben, teilweise mit der Empfehlung im Zweifel in den letzten beiden Ferienwochen zu Hause zu bleiben, sonst drohe ggf. Quarantäne, auch für die Kinder. Jetzt hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Testpflicht für alle Rückkehrer aus Risikogebieten angekündigt. Heißt das, dass Eltern und Kindern in Bayern keine Quarantäne mehr droht, falls sie aus einem Risikogebiet zurückkehren sollten?

Ministeriumssprecher:

„Solange kein negativer Corona-Test vorliegt, gilt weiterhin die Quarantänepflicht. Nach der Einreise-Quarantäneverordnung müssen sich Personen unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in eine 14-tägige Quarantäne begeben, die sich innerhalb von 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Zudem müssen sie sich bei ihrem Gesundheitsamt melden. Mit der Vorlage eines negativen Corona-Tests erlischt die Quarantänepflicht. Die Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten kann daher dabei helfen, eine mehrtägige Quarantäne zu vermeiden. Für die Wartezeit auf das Testergebnis gilt die Quarantänepflicht aber weiter.“

Möglicherweise bleibt es dann aber nicht bei einem Test, also gibt's doch einige Tage Quarantäne bis zu einem eindeutigen Ergebnis?

Ministeriumssprecher:

„Die Quarantänepflicht nach der Einreise-Quarantäneverordnung endet, sobald ein negativer Corona-Test vorliegt. Außerdem sollten aber alle Personen, die aus Risikogebieten eingereist sind, von sich aus sofort das zuständige Gesundheitsamt informieren, wenn bei diesen Personen innerhalb von 2 Wochen ab der Einreise Krankheitssymptome auftreten. Dies gilt auch für Personen, die zuvor negativ getestet worden sind. Das Gesundheitsamt trifft dann alle erforderlichen Maßnahmen. Zu diesen Maßnahmen kann, wenn erforderlich, auch eine erneute Quarantäne gehören.“

Was sollen Eltern jetzt machen, die Urlaub für die letzten zwei Ferien Wochen geplant und gebucht haben? Urlaub auf eigene Kosten stornieren, weil z.B. Italien auch Risikogebiet werden könnte?

Ministeriumssprecher:

„Wichtig ist, die Entscheidung über den Urlaubsort verantwortungsvoll und umsichtig zu treffen. Jeder kann selbstverständlich frei entscheiden, wo er wann seinen Urlaub verbringt. Steigende Fallzahlen und die Entwicklung in anderen Ländern zeigen, dass die Gefahr noch lange nicht gebannt ist. Daher der dringende Appell an alle Bürgerinnen und Bürger: Halten Sie sich auch im Urlaub an die Abstands- und Hygieneregeln, tragen Sie Mund-Nasen-Bedeckungen, wo der Abstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Natürlich entwickelt sich die Situation immer weiter. Ein heute vermeintlich sicherer Ort kann schon morgen zum Risikogebiet deklariert werden. Deshalb sollte sich jeder vor und während der Reise beim Robert Koch-Institut sowie bei den örtlichen Behörden über die Lage und die Schutzmaßnahmen an seinem Urlaubsort informieren.“

Was ist, wenn ein Land während des Urlaubs zum Risikogebiet wird?

Ministeriumssprecher:

„In dem Fall gelten bei der Rückkehr die Testpflicht sowie die Bestimmungen der Einreise-Quarantäneverordnung.“


Welche Länder aktuell tatsächlich als Risikogebiet eingestuft werden, erfahrt ihr auf dieser Seite des Robert Koch-Instituts

Maskenpflicht in Bayern nach den Schulferien

Bayern führt im nächsten Schuljahr eine Maskenpflicht an Schulen ein. Sie werde bis zum Platz im Klassenzimmer gelten - auch in Grundschulen, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München. Bisher habe nur ein entsprechendes Gebot bestanden. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie sei regional auch eine Maskenpflicht im Unterricht möglich. Die Maskenpflicht ist Teil eines Vier-Stufen-Systems, das der Freistaat zum Schulstart im September einführen wird. Es richtet sich nach dem Infektionsgeschehen in den jeweiligen Regionen. Ziel nach den Sommerferien sei der Regelbetrieb unter besonderen Hygienebedingungen, sagte Piazolo. Die Schulen starten am 8. September.

Normaler Unterricht, wenn möglich

Zunächst ohne Abstandsregelungen, aber unter bestimmten Hygienevorschriften soll ab September wieder unterrichtet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass das Infektionsgeschehen einen solchen Schritt zulässt und der Mindestabstand von 1,5 Metern an Schulen aufgehoben werden kann. Notfallpläne hat das Bayerische Kultusministerium aber bereits in der Schublade liegen. Demnach könnten vier verschiedene Szenarien eintreten, die wiederum vier verschiedene Konsequenzen zur Folge hätten.

Notfall-Szenarien: Maskenpflicht und digitales Lernen

Szenario eins: Der Regelschulbetrieb kann, wie derzeit geplant, normal stattfinden - mit Masken, Nies-Etikette und Händewaschen.

Szenario zwei: Die Infektionszahlen erfordern weiterhin einen Mindestabstand von 1,5 Metern. Dann starten Schüler und Lehrer in geteilten Lerngruppen ins neue Schuljahr. Bei diesem sogenannten rollierenden System wechseln sich Schülerinnen und Schüler wochen- oder tageweise mit dem Schulbesuch ab, so wie es auch derzeit umgesetzt wird.

Szenario drei geht von Ausbruch-Hotspots aus. Einzelne Schulen werden dann geschlossen, der Unterricht findet daheim am Laptop statt.

Tritt Szenario vier ein, überrollt Bayern eine zweite Welle. Alle Schulen werden dann sofort geschlossen. Gelernt wird dann wieder im Homeschooling.

Derzeit aber betont das Kultusministerium: Alles werde darangesetzt, am 8. September die Schulen wieder regulär aufzusperren zu können.

Hygieneplan für Schulen wird erarbeitet

Um trotz der Covid-19-Pandemie wieder den Unterricht normal aufnehmen zu können, müssen sich Schulen an die Hygienekonzepte der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmeverordnung halten. Derzeit erarbeiten das Bayerische Kultusministerium gemeinsam mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium einen neuen Hygieneplan. Aktuell gilt, dass Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer, die Erkältungssymptome zeigen, das Schulgebäude nicht betreten dürfen.

Als coronaspezifische Krankheitssymptome gelten trockener Husten, Atemprobleme, Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns, Hals-, Gliederschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen. Zudem müssen derzeit alle zu Hause bleiben, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder einer sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegen.

Kurzzusammenfassung

Ihr macht in diesen Sommerferien Urlaub in einem Risikogebiet? Wir verraten euch, warum ihr besser nicht in den letzten beiden Wochen der Ferien verreisen solltet. Unabhängig davon: Bayern führt zum Schulstart im September ein Vier-Stufen-System an Schulen ein, um Corona einzudämmen. Auf dem Gelände sämtlicher Schulformen gilt dann Maskenpflicht.