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Mehr Geld im Portemonnaie

2021: Neue Gesetze, die gut für dich sind

Bild: colourbox

Gute Nachrichten für dich fürs neue Jahr: 2021 treten einige neue Regeln und Gesetze in Kraft, durch die für dich mehr Geld übrig bleiben könnte: Kindergeld, Mindestlohn und Soli sind betroffen.

Kindergeld und Kinderfreibetrag werden erhöht

Eltern dürfen sich freuen, das Kindergeld wird aufgestockt - und zwar um 15 Euro pro Kind. Künftig erhältst du als Papa oder Mama folgende Kindergeld-Beträge auf dein Konto:

219 Euro Kindergeld für jeweils die ersten beiden Kinder

225 Euro Kindergeld für das dritte Kind

250 Euro Kindergeld für das vierte Kind

Der Kinderfreibetrag erhöht sich auf 8388 Euro. Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende beträgt seit diesem Jahr 4.008 Euro. Das soll wegen der Corona-Krise 2021 so bleiben.

Mindestlohn steigt

Der gesetzliche Mindestlohn steigt von 9,35 Euro brutto pro Stunde auf 9,50 Euro pro Stunde. Ab Juli beträgt er dann 9,60 Euro pro Stunde. Bis 2022 soll der Mindestlohn auf 10,45 Euro angehoben werden.

Die Mindestausbildungsvergütung pro Monat steigt ab Januar ebenfalls - und zwar auf 550 Euro.

Soli entfällt für die meisten Steuerzahler

Seit der Deutschen Einheit hast du jedes Jahr mit der Steuererklärung deinen Solidaritätszuschlag bezahlt. Das ist für die meisten von uns nun Geschichte. Etwa 90% aller Steuerzahler müssen ab 2021 keinen Soli mehr zahlen. Check einfach dein Jahresbruttoeinkommen, ob du dazu gehörst. Singles werden erst ab 73.000 Euro brutto zur Kasse gebeten. Bei Paaren und Familien ist die Freigrenze unterschiedlich - je nachdem, wie viele "Verdiener" und/oder Kinder es gibt. Beispiel: Eine Familie mit einem Einkommen und zwei Kindern muss bei einem Jahresbrutto von unter 151.000 Euro keinen Soli mehr zahlen.

Wer weit zum Job pendelt, bekommt mehr Geld

Die Pendlerpauschale wird 2021 ab dem 21. Kilometer (von 30 Cent) auf 35 Cent erhöht.

Homeoffice-Pauschale für alle, die von zuhause arbeiten 

Wer in der Corona-Krise weiterhin von zuhause arbeitet, bekommt einen Steuerbonus. Pro Homeoffice-Tag könnt ihr fünf Euro geltend machen, maximal aber 600 Euro im Jahr. Das Besondere daran: Die Pauschale ist auch absetzbar, wenn man beispielsweise im Wohnzimmer oder am Küchentisch arbeitet. Sie zählt aber zu den Werbungskosten, daher profitieren nur diejenigen Steuerzahler davon, die über die ohnehin geltende Werbekostenpauschale von 1.000 Euro kommen.

Weitere Neuerungen in 2021:

Einkaufen per Kreditkarte wird sicherer, aber etwas komplizierter

Viele von euch zahlen ihre Einkäufe im Internet per Kreditkarte. Ab 2021 gelten dafür strengere Sicherheitsanforderungen - spätestens vom 15. März an. Für Online-Zahlungen per Kreditkarte reicht die Eingabe der Kartendaten allein dann nicht mehr. Pflicht wird die "Zwei-Faktor-Authentifizierung".

Was bedeutet «Zwei-Faktor-Authentifizierung»?

Ihr müsst auf zwei voneinander unabhängigen Wegen nachweisen, dass ihr der rechtmäßige Inhaber der Bezahlkarte seid. Wer per Karte bezahlen will, muss künftig zusätzlich zum Beispiel ein Passwort oder eine Transaktionsnummer (TAN) für den jeweiligen Auftrag eingeben. 

Wie funktioniert das in der Praxis?

Manche Kunden bekommen eine einmalig einsetzbare TAN-Nummer zur Freigabe der Online-Bezahlung per SMS auf ihr Handy geschickt. Andere Banken lassen den Kauf über eine spezielle App per Eingabe einer Geheimnummer oder Abfotografieren eines Strichcodes bestätigen. Technisch möglich sind auch biometrische Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung zur Freigabe einer Zahlung mit zwei Faktoren.

Benzin wird 2021 teurer

Autofahrer müssen im kommenden Jahr höhere Abgaben beim Tanken leisten. Der Bundestag hat ein Gesetz für mehr Klimaschutz verabschiedet. Ziel ist es, fossile Brenn- und Kraftstoffe weniger attraktiv zu machen und zum Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen anzuregen. Benzin kostet ab 2021 rund 7 Cent pro Liter mehr und Diesel wird um knapp 8 Cent teurer.

Kurzzusammenfassung

Gute Nachrichten für dich fürs neue Jahr: 2021 treten einige neue Regeln und Gesetze in Kraft, durch die für dich mehr Geld übrig bleiben könnte: Kindergeld, Mindestlohn und Soli sind betroffen. Allerdings wird Benzin teurer!