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So lieben wir das Netz

Frau braucht 750 € für ihre Kids - und bekommt mehr als 17.000 €

Bild: picture-alliance/dpa

Es ist eine Hammer-Geschichte, die sich da aus einer kleinen Nachricht bei Twitter entwickelt. Eigentlich will eine junge Frau nur Geld für die Klassenfahrt ihrer Kids sammeln, doch die Internet-Gemeinde erweist sich als extrem großzügig!

Am Freitag twittert eine gewisse Tschudith Folgendes:

Die Frau, die da twittert, ist 35, hat vier Kinder und ist alleinerziehend. Sie arbeitet als Kinderkrankenschwester, der Vater zahlt nur Mindestunterhalt. Mit dem Geld wird’s manchmal knapp. Viel mehr wissen wir nicht. Tschudith twittert schon lange – sehr charmant – über sich, die Kids und ihren chaotischen Alltag. Rund 300 Follower hat sie. Das ist für Twitter nicht viel – aber die zeigen auf einmal, was in ihnen steckt! Viele wollen Tschudith helfen, nicht nur mit Kommentaren, sondern mit Geld. Und sie empfehlen ihr, im Netz ein Spendenkonto zu eröffnen, um die 750 Euro für die Klassenfahrten und die Ferienbetreuung zusammenzubekommen. Tschudith ist das zuerst unangenehm – aber sie macht es. Und twittert:

Innerhalb von wenigen Tagen hat Tschudith keine 750 Euro, keine 1.000, keine 10.000 Euro – nein! Über 15.000 Euro sind eingegangen. Das Ding geht durch die Decke. Sie twittert:

Heute hat sie die Spendenaktion vorzeitig beendet. Eingegangen sind 17.110 Euro!!! Geld, dass Menschen einer Frau geschenkt haben, die sie nur aus dem Internet kennen, aber die sie mit ihrer Geschichte zutiefst berührt hat!

Wie funktioniert so ein Spendenaufruf im Internet?

Dafür gibt es spezielle Plattformen. Das Ganze nennt sich Crowdfunding. Das gibt’s auch für Leute, die beispielsweise eine Smartwatch entwickeln und auf den Markt bringen wollen – oder die eine andere verrückte Idee haben. Die stellen dann ihr Projekt auf einer Internetseite vor und sammeln Geld. Kickstarter und Indiegogo sind zum Beispiel sehr bekannt. Und anstatt für ein Projekt Geld zu sammeln, kann man natürlich auch um Spenden bitten. Das machen auch Organisationen oder Mediziner, die zum Beispiel Geld für Medikamente für Afrika sammeln.

Woher weiß ich, dass ein Spendenaufruf seriös ist?

Du weißt es gar nicht! Denn die Plattformen, die die Aktionen durchführen, vermitteln einfach nur zwischen den Spendern und dem, der den Aufruf gestartet hat. Im aktuellen Fall gehen wir mal davon aus, dass Tschudith da nicht irgendwie abgezockt hat. Sie wollte ursprünglich gar kein Geld, sondern sich „nur kurz auskotzen“. Sie hat schon lange vorher über sich und ihre Kinder getwittert und sie hat die Aktion jetzt vorzeitig beendet, obwohl sie noch 17 Tage gelaufen wäre. Und dass etwas so gut läuft wie in diesem Fall, das kommt auch nicht so häufig vor. Schwarze Schafe gibt’s aber natürlich überall. Deshalb müsst ihr da ein bisschen auf euren Bauch hören und selbst beurteilen, ob ihr mitmacht oder nicht. Egal ob bei einem Spendenaufruf oder wenn jemand behauptet, er sammelt Geld um ein neues Gadget auf den Markt zu bringen.

Kurzzusammenfassung

Eine Frau schreibt bei Twitter, dass sie die 750 Euro, die Schullandheim und Ferienbetreuung für ihre Kinder kosten, nicht aufbringen kann. Andere Twitter-User wollen helfen, empfehlen ihr, eine Spendenseite einzurichten – und ein paar Tage später haben wildfremde Menschen keine 750 sondern 17.110 Euro gespendet! Eine krasse Geschichte.