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Versandapotheken-Test von Stiftung Warentest

Sparen - mit Nebenwirkungen

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Wer seine Medikamente im Internet bestellt, kann sparen. Keine Frage. Aber selbst die besten Versandapotheken bekommen nur ein "befriedigend" von der Stiftung Warentest im Test vom Oktober 2017. Eine Beratung findet kaum statt, Warnhinweise zu Wechselwirkungen verschiedener Präparate fehlen. Darauf müsst ihr achten, wenn ihr online Pillen bestellt.

Seit 2004 kann man in Deutschland online Medikamente bestellen. Die Versandapotheken haben bei den rezeptfreien Mitteln bereits einen Marktanteil von 13 Prozent, bei den verschreibungspflichtigen ist es rund ein Prozent, so Stiftung Warentest. Auch Versandapotheken sind gesetzlich verpflichtet, ihre Kunden zu informieren und zu beraten. Doch im Test taten die Versandapotheken genau das nicht: Sie erkannten die Wechselwirkungen von zusammen bestellten Präparaten nicht und gaben in diesen Fällen keine Warnhinweise. Und bei den rezeptfreien Mitteln hinterfragten sie nicht, ob die Mittel für die bestellenden Patienten geeignet sind. Urteil der Stiftung Warentest: "Keine bot gute fachliche Qualität."

Rabatte dürfen nur Auslands-Versandapotheken bei verschriebenen Medikamenten geben

Seit einem Jahr dürfen Versandhändler aus dem EU-Ausland deutschen Kunden Rabatte auf verschreibungspflichtige Medikamente gewähren. Das dürfen deutsche Apotheker nicht - weder Vor-Ort-Apotheken noch deutsche Versandapotheken. Die deutschen Apothekerverbände fordern deswegen ein Verbot des Versandhandels von Medikamenten, die es nur auf Rezept gibt. Ob es so weit kommt, ist schwer einzuschätzen.

Stiftung Warentest: Das sind die Testsieger unter den Versandapotheken

  • Europa-apotheek.com
  • Shop-Apotheke.com
  • Versandapo.de

Tipps für die Online-Bestellung von Medikamenten

  • Stiftung Warentest rät allen, die ihre Medikamente online bestellen, bei Fragen oder Unsicherheiten auf Beratung zu bestehen. Dazu sind nämlich auch Online-Apotheken gesetzlich verpflichtet. Wenn ihr Fragen habt - ruft an: Jede Versandapotheke muss eine Hotline-Nummer auf ihrer Homepage angeben. Nennt bei einer Beratung alle Medikamente, die ihr aktuell einnehmt. Das hilft, Wechselwirkungen zu vermeiden.
  • Siegel: Jede zugelassene Versandapotheke hat auf der Homepage ein weißes Kreuz auf grünem Grund. Fehlt das - Vorsicht! Händler, die verschreibungspflichtige Mittel ohne Rezept verschicken und auch kein Siegel besitzen, könnten kriminell sein. Und die verschickten Medikamente können Fälschungen sein.
  • Gebt eure Telefonnummer bei Bestellungen an - so hat die Versandapotheke die Chance, euch schneller zu erreichen, wenn sie euch beraten möchte.
  • Wenn auf der Rechnung oder auf einem anderen Schreiben im Medikamenten-Päckchen Warnhinweise stehen, beachtet diese.

Vor-Ort-Apotheken: im Vergleichstest auch "mittelprächtig"

2014 schnitten die Vor-Ort-Apothken zum Teil auch "mittelprächtig" ab, was die Beratung angeht, so Stiftung Warentest.

[Sendung: BAYERN 3 Update]

Kurzzusammenfassung

Wer seine Medikamente im Internet bestellt, kann sparen. Keine Frage. Aber selbst die besten Versandapotheken bekommen nur ein "befriedigend" von der Stiftung Warentest. Eine Beratung findet kaum statt, Warnhinweise zu Wechselwirkungen verschiedener Präparate fehlen.

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