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Umgang mit dem Thema Adoption

Wie sage ich meinem Kind, dass es adoptiert ist? Das rät die Psychologin

Bild: John Mark Smith / unsplash.com

Für ein Kind ist es die Chance auf eine neue Familie, die Adoption. Aber wie geht man als Eltern eines Adoptivkindes am besten mit dem Thema um? So früh wie möglich offen ansprechen? Oder lieber warten, bis das Kind erwachsen ist? Eine Expertin für Adoption gibt Tipps.

Das sagt die Expertin

Wann und wie sagt man seinem Kind am besten, dass es adoptiert ist? Die Forschung rät: So früh wie möglich damit anfangen. Am besten schon am Wickeltisch. Warum das für das Kind und die Familie das Beste ist, hat Claudia Conrath mit Psychologin Dr. Ina Bovenschen besprochen.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Die Frage nach dem Wann ist sehr eindeutig zu beantworten. Die Devise sollte sein: Aufklärung von Anfang an. Wenn Kinder bereits als Säuglinge adoptiert werden, sollte die Aufklärung bereits am Wickeltisch beginnen.

Wie sagt man es dem Kind?

Je nachdem wie alt das Kind ist, sollten Sprache und Erklärungen an die Bedürfnisse des Kindes angepasst sein.

Hilfreich können zum Beispiel Bilder von der leiblichen Mutter sein, wenn man welche hat. Diese kann man in ein Ritual einbauen und sagen: ‚Schau mal, da ist deine erste Mutter, die denkt jetzt bestimmt auch gerade an dich. Sie konnte leider nicht für dich sorgen und ihr war es aber sehr wichtig, dass sich jemand gut um dich kümmert. Deswegen hat sie Eltern für dich gesucht, die sich jeden Tag um dich kümmern können.‘

Wichtig ist es laut der Expertin sich mit diesen Fragen bereits vor der Adoption auseinanderzusetzen. Helfen können dabei zum Beispiel Rollenspiele, in denen man übt, wie man dem Kind erzählt, dass es adoptiert ist.

Nachrichten aus der BAYERN 3 Community

Felicitas:

Wir haben vor 21 Jahren einen Sohn adoptieren dürfen. Wir haben das Thema sehr offen angesprochen und er wusste von Anfang an, dass er adoptiert ist.

Adriane:

Ich bin die jüngste von vier Adoptivkindern, bin mit neun Monaten zu Pflegeeltern gekommen und im Nachhinein dann auch adoptiert worden. Ich hatte eine ganz tolle Kindheit in meiner Pflegefamilie und mir hat es an nichts gefehlt. Es ist mit offenen Karten gespielt worden, wir wussten das alle von Anfang an.

James:

Wir sind Eltern von zwei Pflegekindern, die bis zu ihrem 18. Lebensjahr bei uns sein werden. Die Kleine ist eineinhalb, der Große ist dreieinhalb. Bei unserem Pflegesohn fangen wir jetzt schon an, ihm zu erklären, dass er andere leibliche Eltern hat als uns. Uns ist es wichtig, dass er diese Information von uns bekommt und dass diese Information auch Teil seines Lebens ist. Wie er später damit umgehen möchte und ob er seine Eltern kennenlernen möchte, ist seine Entscheidung. Bei der Kleinen ist es so, dass sie regelmäßig Kontakt mit ihren leiblichen Eltern hat. Sie wird von Vornherein mit dem Bewusstsein groß, dass es noch andere Menschen in ihrem Leben gibt, denen sie ihr Leben zu verdanken hat.

Die wahre Geschichte von Thorsten Otto - Podcast Tipp

BR-Kollege Thorsten Otto (Moderator bei Bayern 1) erfährt mit 13 Jahren, dass sein "Papa" gar nicht sein leiblicher Vater ist. In seinem Podcast Podcast „Sohn sucht Vater" erzählt er ganz offen seine Geschichte.

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Kurzzusammenfassung

Wann und wie sagt man seinem Kind am besten, dass es adoptiert ist? Die Forschung sagt: So früh wie möglich damit anfangen. Am besten schon am Wickeltisch. Wichtig ist es, sich mit diesen Fragen bereits vor der Adoption auseinanderzusetzen.