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Diesel-Skandal

Das müsst ihr als Dieselfahrer über den Diesel-Gipfel wissen

Bild: picture-alliance/dpa

Seit Monaten ist die Verwendung von illegaler Software bei vielen Dieselmotoren bekannt. Die Frage ist, wie das Problem gelöst werden kann und natürlich, wer für die notwendigen Veränderungen aufkommt.

Bei einem Treffen von Vertetern der Bundesregierung, aus den Bundesländern und dem Branchenverband der Autohersteller VDA sind diese Fragen besprochen worden. Nach VDA-Angaben sind immerhin gut 5 Millionen Diesel-Autos in Deutschland betroffen. Und die sollen mit einem Software-Update in Zukunft weniger Schadstoffe ausstoßen. Allerdings sind da schon die 2,5 Millionen Autos dabei, die VW im Zuge des Abgas-Skandals bereits in die Werkstätten gerufen hat.

So sieht's für dein Auto aus

Die relativ jungen Diesel-Autos, die auf dem Papier schon die EURO 5- oder sogar die EURO 6-Norm erfüllen (zusammen etwa 60% der ca. 15 Millionen in Deutschland zugelassenen Diesel-Autos), sollen durch ein Software-Update, das die Hersteller bezahlen, zukünftig 25 bis 30% weniger Stickoxide ausstoßen. Besitzer älterer Autos schauen vermutlich in die Röhre. Für diese Fahrzeuge ist ein Software-Update nicht möglich. Die müssten hardwaremäßig umgebaut werden. Im Klartext: Es werden zusätzliche Geräte gebraucht, um den Schadstoffausstoß zu verringern.

Das bedeutet, wenn du ein Diesel-Auto mit einem Motor der EURO 4-Schadstoffklasse oder noch älter hast (und das sind immerhin noch 40%), hast du ein Problem. Denn derzeit ist noch nicht klar, wie die Umrüstung dieser Autos ggf. vonstatten gehen soll und wer ggf. für diese Kosten aufkommt. Eventuell wird es so etwas wie eine "Abwrackprämie für alte Diesel" geben - aber das bieten derzeit nur einige Hersteller (z.B. BMW und Ford) auf freiwilliger Basis an. 

Soll ich noch einen Diesel kaufen?

Wenn ihr über die Anschaffung eines neuen Autos nachdenkt und überlegt, einen Diesel zu kaufen, empfiehlt Prof. Stefan Bratzel von der FH der Wirtschaft in Bergisch Gladbach im BAYERN 3 Interview, mindestens einen Diesel der allerneuesten EURO 6-Generation in Betracht zu ziehen. Es muss aber ein Auto mit EURO 6 C oder D sein, denn diese wurden bereits auf der Straße darauf getestet, dass die Grenzwerte dort ebenfalls eingehalten werden.

"Selbst normale EURO 6-Diesel sind teilweise, das hat das Umweltbundesamt auch festgestellt, teilweise schlechter als manche, die EURO 5 haben – in der Realität, auf der Straße." (Prof. Stefan Bratzel im BAYERN 3 Gespräch) 

Darum geht's beim Diesel-Skandal

In seinem 125. Jahr ist der Diesel in letzter Zeit ganz schön in Verruf geraten. Schuld an der Misere ist der Einsatz von Software in der Motorsteuerung, die erkennt, ob ein Fahrzeug auf dem Prüfstand steht oder im normalen Fahrbetrieb läuft.

Wenn die Software ermittelt, dass gerade eine Abgasmessung stattfindet, wird ein besonderer Betriebsmodus aktiviert, der dafür sorgt, dass die gesetzlichen Emissionsvorgaben eingehalten werden. Im normalen Fahrbetrieb ist die Emission der sogenannten Stickoxide (NOx) um ein Vielfaches höher als die Grenzwerte erlauben.

[Sendung: Hits, Hits, Hits für euren Feierabend]

Kurzzusammenfassung

Seit Monaten ist die Verwendung von illegaler Software bei vielen Dieselmotoren bekannt. Die Frage ist, wie das Problem gelöst werden kann und natürlich, wer für die notwendigen Veränderungen aufkommt.