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Zecken - die Gefahr aus dem Gras

3 Dinge, die ihr jetzt über Zecken wissen solltet

Bild: picture-alliance/dpa

Kaum ist es ein paar Tage hintereinander wärmer - und wir sprechen hier von gerade mal 7 Grad - erwachen die Zecken wieder zum Leben und haben Hunger. Wenn ihr draußen unterwegs seid, könnt ihr den Kontakt mit den Spinnentieren kaum vermeiden.

Zecken leben auf Gräsern, in Parks und Gärten und im Unterholz. Sobald es wieder wärmer wird, werden sie aktiv und suchen nach Wirtstieren - in Deutschland in der Regel von Februar bis Oktober; in dieser Zeit sind sie besonders aktiv.

Der Stich einer Zecke bleibt in der Regel unbemerkt, weil sie die Einstichstelle über ein Mittel, das sie mit ihrem Speichel abgeben, betäuben. Das Fiese: Zecken können über 50 verschiedene Krankheiten übertragen, darunter die gefährliche FSME (Hirnhautentzündung) und Borreliose. Letztgenannte kann, wenn sie rechtzeitig erkannt wird, recht gut mit Antibiotika behandelt werden; gegen FSME ist eine Impfung möglich.

Das solltet ihr wissen:

Wenn ihr in einem FSME-Risikogebiet lebt, oder dort hinreisen wollt, empfiehlt die Ständige Impfkommission, eine FSME-Impfung zur Vorsorge. Was ein Risikogebiet ist, wird vom Robert-Koch-Institut in Berlin anhand mehrjähriger Beobachtungen festgelegt.

Die aktuelle Karte der FSME-Risikogebiete könnt ihr beim RKI runterladen. (Stand: April 2018)

So könnt ihr euch schützen:

Beim Aufenthalt im Freien solltet ihr möglichst lange Klamotten und geschlossene Schuhe tragen. Das gilt natürlich besonders, wenn ihr über Wiesen und/oder im Unterholz unterwegs seid. Sinnvoll ist es dann auch, Gummistiefel zu tragen oder die Strümpfe über die Hosen zu ziehen - sieht doof aus, verhindert aber, dass die Zecken leicht an die Haut kommen. Und weil ein Zeckenstich meist unbemerkt bleibt, ist es wichtig, nach einem Spaziergang nach den kleinen Krabblern zu suchen. Wer außerdem noch vorbeugen will, kann Haut und Kleidung mit insektenabweisenden Mitteln (sog. Repellents) behandeln.

Das könnt ihr tun, wenn's passiert ist:

Wenn euch eine Zecke gestochen hat, ist es wichtig, sie möglichst schnell und schonend zu entfernen. Dafür gibt es passende Pinzetten, mit denen die Zecke unter ständigem Zug, aber ohne sie zu verletzen, von der Haut abgezogen werden kann. Wichtig ist, den Hinterleib nicht zu quetschen, damit keine Erreger aus dem Darm in die Wunde gelangen. Danach sollte die Einstichstelle desinfiziert und über einige Woche beobachtet werden. Spätestens wenn sich die Haut um die Stichstelle verändert, solltet ihr zum Arzt gehen.
Übrigens sind "Geheimtipps" wie Klebstoff, Öl oder Klebeband völlig ungeeignet, um Zecken zu entfernen. Lasst die Finger davon. Die einzigen sinnvollen Möglichkeiten sind Pinzetten oder spezielle Zeckenkarten.


Kurzzusammenfassung

Mit der steigenden Temperatur steigt auch die Aktivität der Zecken. Die Spinnentiere können zahlreiche Krankheiten übertragen, darunter auch so gefährliche wie FSME (Hirnhautentzündung) und Borreliose. Was ihr beachten solltet, wenn ihr in einem FSME-Risikogebiet lebt oder dorthin reisen wollt.