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Gültig ab Samstag

Corona-Test-Pflicht: Diese Urlaubsländer sind Risikogebiete!

Bild: unsplash.com / Ricardo Gomez Angel

Wer aus einem Corona-Risikogebiet zurückkehrt, muss sich ab Samstag nach der Rückkehr testen lassen oder in Quarantäne begeben. Aber welche Länder gelten als Corona-Risikogebiet und wer legt das fest? Und: Wie hängen Reisewarnungen damit zusammen?

Stand: 06.08.2020

Vorweg: Wenn ihr nach dem Urlaub aus dem Ausland zurück nach Deutschland kommt, könnt ihr euch innerhalb von 72 Stunden auch ohne Krankheitsanzeichen kostenlos testen lassen. Neben speziell eingerichteten Teststellen an Flughäfen oder Bahnhöfen, ist das Testen auch in Gesundheitsämtern und Arztpraxen möglich sein.

Ab Samstag gilt nun aber auch eine Testpflicht für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten. Einreisende aus diesen Regionen müssen sich von diesem Zeitpunkt an auf das Virus testen lassen. Wer keinen negativen Test-Befund hat, muss sich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben.

Ab wann gilt ein Land oder eine Region als Risikogebiet?

Um einzustufen, ob ein bestimmtes Land oder eine Region ein Corona-Risikogebiet ist, nimmt das Auswärtige Amt in Zusammenarbeit mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesinnenministerium eine zweistufige Bewertung vor. 

In einem ersten Schritt wird festgestellt, in welchen Staaten oder Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. In einem zweiten Schritt wird dann festgestellt, ob für Staaten oder Regionen, in denen die Neuinfizierungen unter dem Grenzwert liegen, möglicherweise trotzdem ein erhöhtes Infektionsrisiko gilt.

Für eine solche Bewertung erstellen das Auswärtige Amt, das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesinnenministerium Lageberichte vor Ort, die auch die jeweils getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beleuchten: etwa Hygienebestimmungen, Testkapazitäten oder Kontaktnachverfolgungen vor Ort. Wichtig ist auch die Frage, ob ein Corona-Ausbruch lokal begrenzt oder flächendeckend ist. Wenn es keine verlässlichen Informationen für bestimmte Staaten oder Regionen gibt, wird auch das in der Bewertung berücksichtigt.

Reisehinweise machen auf Risiken aufmerksam

Das Auswärtige Amt aktualisiert laufend seine Reise- und Sicherheitswarnungen. Dort können sich Touristen über ihre Aufenthaltsorte informieren, auch darüber, ob es Corona-Risikogebiete sind. Das Auswärtige Amt unterscheidet grundsätzlich zwischen Reisehinweisen und Reisewarnungen.

Reisehinweise gibt es für zahlreiche Länder. Sie machen auf besondere Risiken aufmerksam und können die Empfehlung enthalten, auf Reisen zu verzichten oder sie einzuschränken.

Reisewarnung ist ein Appell, die Region nicht aufzusuchen

Eine Reisewarnung dagegen ist inzwischen seltener und enthält einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, Reisen in ein Land oder in eine Region zu unterlassen. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt als starkes Indiz für das Vorliegen außergewöhnlicher Umstände und reicht in vielen Fällen aus, um Reisebuchungen unter Umständen kostenfrei zu stornieren. Reise- und Sicherheitshinweise alleine reichen hierfür meist nicht aus.

Für mehr als 160 Staaten außerhalb der EU besteht zunächst bis 31. August eine Reisewarnung durch das Auswärtige Amt (die komplette weltweite Liste bekommt ihr auf der Seite des RKI). für . Für die meisten europäischen Länder wurde sie am 15. Juni aufgehoben und durch individuelle Reise- und Sicherheitshinweise sowie durch (Teil-)Reisewarnungen für einzelne Länder ersetzt. Einreisende aus einem Corona-Risikogebiet sollten damit rechnen, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen.

Für diese europäischen Länder gelten (Teil-) Reisewarnungen:

Albanien

Armenien

Aserbaidschan

Belgien für die Provinz Antwerpen

Bosnien und Herzegowina

Kosovo

Luxemburg

Montenegro

Nordmazedonien

Republik Moldau

Russische Föderation

Serbien

Spanien für die Regionen: Aragón, Katalonien und Navarra

Türkei (explizit ausgenommen sind die vier Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla)

Ukraine

(Quelle: Auswärtiges Amt und RKI, Stand: 06.08.20, 12.30 Uhr)

Kurzzusammenfassung

Pünktlich zum Beginn der Sommerferien in Bayern kann fast ganz Europa bereist werden. In den verschiedenen Ländern gelten jedoch zum Teil unterschiedliche Corona-Maßnahmen - und die gilt es auch im Urlaub zu beachten. Ein Überblick.