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"Sein perfektes Herz war einfach noch nicht dabei!"

Daniel wartet auf ein Spenderherz!

Bild: privat

Wenn das Kind krank ist, dann leiden wir als Mamas und Papas immer irgendwie mit. Aber das, was die Familie vom kleinen Daniel seit über über 1 1/2 Jahren mitmacht, das sprengt einfach jede Vorstellungskraft. Der Zweijährige aus Schwabmünchen hat mehr als die Hälfte seines jungen Lebens im Krankenhaus verbracht, angeschlossen an eine Herzmaschine.

(c) BAYERN 3

Überraschung für Daniel: Weil er immer so gerne von seinem Krankenzimmer aus die vorbeifahrenden Busse beobachtet, haben wir ihm einen eigenen MVG-Bus organisiert. Er durfte sogar selbst hupen - und war sooooo stolz. Schaut hier das Video mit BAYERN 3 Moderatorin Jacqueline Belle aus "Die Zwei für euren Feierabend".

Daniel kommt im Dezember 2017 zur Welt, kurz vor Weihnachten, drei Wochen früher als erwartet. Aber alles ist gut - zunächst. Nach neun Monaten bekommt Daniel einen schlimmen Husten. Die Ärzte denken, dass es eine Bronchitis ist und lassen ihn 17 Tage inhalieren. Doch das hilft nicht. Mama Diana und Papa Christian checken die ganze Wohnung - ist es vielleicht Schimmel? Nein, auch nicht. Also fahren sie mit Daniel nochmal zu einem anderen Kinderarzt und schließlich ins Krankenhaus, weil es einfach nicht besser wird. Eigentlich rechnen Diana und Christian auch mit nichts Schlimmem, weil es in ihren Familien keinerlei Vorerkrankungen gibt - und weil Daniel immer gut drauf ist. 

Dann kommt der 23. Oktober 2018.

Um 5 sind wir aufgestanden und da war Daniel genauso beige-weiß wie sein Schlafanzug. Das war eine Farbe. Die Lippen weiß - und auf seine Flasche hat er gar nicht reagiert. Normalerweise hat er dann ja Hunger. Ich hab gesagt: Da stimmt was nicht. Wir fahren jetzt ins Krankenhaus. Und da ist mal jemand auf die Idee gekommen, ihn zu röntgen. Da haben sie's schon gesehen und wollten ein Herz-Ultraschall machen. Mein Mann ist schon etwas nervös geworden, ich war total entspannt, weil wir ja vor zwei Monaten noch ein Herz-Ultraschall hatten! Der Arzt macht also den Ultraschall, schaut uns an und sagt: Das Kind ist sterbenskrank, das braucht ein neues Herz!" (Diana) 

Mit dem Hubschrauber von Augsburg nach München

Mit dem Hubschrauber geht's aus der Augsburger Klinik direkt zu Spezialisten nach München ins Klinikum Großhadern. Unterwegs denkt Diana: "Wenn er jetzt stirbt, dann springe ich raus". Sie sucht schon nach dem Türgriff im Hubschrauber. 


Im Krankenhaus wird Daniel mit Medikamenten aufgepeppelt, kommt für kurze Zeit nach Hause. 

Vielleicht passiert ja noch ein Wunder! Du glaubst ja immer an Wunder. Man macht ja wirklich alles: Ich habe Heilsteine geholt, ich habe Leute von sämtlichen Religionen für ihn Gebete sprechen lassen. Aber das Wunder kam nicht."

"Das Wunder kam nicht"

Daniel kommt wieder ins Krankenhaus und wird dort an eine spezielle Herzmaschine angeschlossen. Die wiegt 100 kg und hält sein Herz am Pumpen. Wenn er mal raus will aus dem Krankenhaus, geht das nur für eine halbe Stunde. Länger hält der Akku der Herzmaschine nicht. So geht das über ein Jahr. 

Die Hoffnung auf ein Spenderherz

Dann endlich: ein neues Herzgerät. Es wiegt nur 15 Kilo und der Akku reicht für sieben Stunden. Eine Segen für die Familie. Die wohnt mittlerweile im Ronald McDonald-Haus gegenüber des Klinikums Großhadern. Dort haben sie ein Zimmer. Tagsüber kümmert sich die Mutter nonstop um Daniel - abends nach der Arbeit bringt Papa Christian den Kleinen ins Bett. Daniel ist jetzt seit über 555 Tagen in der Klinik - und wartet auf ein neues Herz. In jeder freien Sekunde versucht vor allem die Mutter über Organspende aufzuklären und hofft, dass sie eines Tages den Anruf erhält, dass ein passendes Spenderherz gefunden wurde!

"Okay, denke ich. Das richtige Spenderherz für uns das kommt noch und ich versuche einfach, nicht daran zu denken, dass es nicht kommt. Ich weiß einfach, dass es irgendwann kommt und sein perfektes Herz war eben einfach noch nicht dabei!"


Link: Du möchtest deine Organe spenden? So geht's! 

Kurzzusammenfassung

Wenn das Kind krank ist, dann leiden wir als Mamas und Papas immer irgendwie mit. Aber das, was die Familie vom kleinen Daniel seit über über 1 1/2 Jahren mitmacht, das sprengt einfach jede Vorstellungskraft. Der Zweijährige aus Schwabmünchen hat mehr als die Hälfte seines jungen Lebens im Krankenhaus verbracht, angeschlossen an eine Herzmaschine.