Hotline 0800 / 800 3 800
WhatsApp 0174 / 33 43 900
E-Mail studio@bayern3.de
Was geht?!bis 21:00 Uhr
Ma:rk & Jaxomy & MVNAParadise
19:36 Uhr
Olivia RodrigoGood 4 U
19:32 Uhr
Harry StylesAs it was
19:29 Uhr
KamradI Believe
19:25 Uhr
Alle FarbenBad Ideas (Original Edit)
19:23 Uhr
mehr

Wie findet ihr die perfekte Strecke?

Berg-Wanderrouten im Internet: So findest du die beste für dich!

Bild: Mats Hagwall / unsplash.com

Wanderrouten aus dem Internet sind schnell herausgesucht. Doch ungeprüft solltet ihr euch nicht auf den Weg machen. Wie empfehlenswert sind Bergwander-Blogs oder Portale wie outdooractive und komoot bei eurer Tourenplanung? 

99 Schüler und ihre Lehrer aus Rheinland-Pfalz hatten sich bei einer Bergtour im Kleinwalsertal völlig verausgabt. Die Tour war im Internet als „Feierabendroute“ beschrieben worden - führte aber über einen schmalen Grat mit Kletterpassagen. Als dann auch noch das Wetter schlechter wurde, musste die Gruppe mit einem Hubschrauber gerettet werden.

Immer wieder gibt es Fälle, in den Wanderer ihre Touren nicht ausreichen planen. Sie sind nur mit Turnschuhen (oder gar Flip Flops) unterwegs, checken die Wettervorhersage nicht oder ... wählen eine Strecke, die sie völlig unterschätzen. Wie findet ihr die perfekte Strecke für euch? Wie empfehlenswert sind Bergwander-Blogs oder Portale wie outdooractive und komoot bei der Tourenplanung? Stefan Winter vom Deutschen Alpenverein empfiehlt: Holt euch die Infos dort, wo Profis am Werk sind - und nennt das Portal des Deutschen Alpenvereins (DAV).

Hier kann man sich darauf verlassen, dass die Autoren Qualitätsstandards erfüllen müssen. Aber man kann natürlich auch einfach frei drauflos googeln. Schaut dann aber ins Impressum, was das für ein Anbieter ist. Und achtet darauf: Wie umfangreich sind die Informationen zu der Strecke. Sind es nur Stichworte - oder wirklich gute, informative Fließtexte?“

Checkt die Strecke, die ihr machen möchtet, in jedem Fall auch bei anderen Portalen - und lest die Kommentare von Wanderern, die die Tour schon gemacht haben. Empfindet der eine eine Tour als „leicht“, bringt diese eine andere Person vielleicht ans Limit. Um euch dabei selbst einschätzen zu können, hilft die Bergwandercard des DAVs. Beantwortet die Fragen dort ehrlich und lieber etwas defensiver. Plant ihr eine Tour für eine ganze Gruppe, orientiert euch an denen mit der geringsten Kondition.

Diese Infos sollten vor eurer Tour bekannt sein:

  • örtliche Wetterprognose
  • Höhenmeter Aufstieg und Abstieg (Höhenprofil)
  • Länge und Dauer der Tour
  • Höhe der Übergänge und Gipfel
  • Geländebeschaffenheit, Wegeverhältnisse
  • mögliche Anlaufpunkte (bewirtschaftete Hütten, Seilbahnstationen)

Wichtig: Verlasst euch bei einer längeren Tour niemals allein auf das Handy. Ist der Akku leer oder es gibt kein Netz mehr, habt ihr ein handfestes Problem. Dann braucht ihr - im wahrsten Sinne des Wortes - einen Plan B. Klingt Oldschool: Aber eine "offizielle" Bergwanderkarte aus Papier hilft! Die bekommt ihr vorab beim Fremdenverkehrsamt, in Tourismusbüros oder beim Deutschen Alpenverein. Unterwegs könnt ihr zum Beispiel auch Hüttenwirte nach ihrer Einschätzung zu dem Rest eurer Tour befragen.

  • Plant die Tour realistisch!
  • Kalkuliert Zeit für ausgiebige Pausen ein.
  • Plant die Rückkehr für den frühen Nachmittag ein, so dass genügend Reservezeit vor Einbruch der Dunkelheit bleibt.
  • Brecht frühzeitig auf.
  • Die Tour sollte Genuss sein, kein Stress!

Bergtour mit Familien und Kindern - das musst ihr bei der Tour beachten:

Wer jetzt in den Pfingst- oder den Sommerferien mit Kindern unterwegs sind, sollte bei der Tourenplanung zusätzlich einige Punkte beachten.

Stefan Winter gibt im Interview mit den BAYERN 3 Frühaufdrehern folgende Tipps:

In den Portalen gibt es extra ausgewiesene Familientouren, nicht selten Rundwanderungen. Das ist natürlich abwechslungsreicher als die gleiche Strecke hin und zurückzugehen. Grundsätzlich gilt auch: Es ist immer gut, wenn man eine Strecke hat, die an einem Bach entlangführt. Vielleicht das Lieblingskuscheltier mitnehmen. Eine ausgiebige Brotzeit machen. Sachen im eigenen Kinderrucksack mittransportieren. Und wenn’s gar nicht mehr geht, den Nachwuchs auf den Schultern tragen.“

Linktipp: alpenvereinaktiv.com - das große Tourenportal der Alpenvereine mit tausenden Tourenbeschreibungen. https://www.alpenvereinaktiv.com/de/