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Geisterfahrer auf der A94

Das war knapp! Engelsberger stoppt todesmutig einen Falschfahrer

Bild: dpa/picture-alliance

Es ist der absolute Horror-Moment für jeden Autofahrer: Du fährst auf der Autobahn mit 100 oder 120 Sachen - und plötzlich kommt dir ein Auto entgegen. Genau das ist gestern (Mittwoch) Nachmittag Thomas Büttner aus Engelsberg in Oberbayern passiert. Seine Reaktion: unglaublich mutig, aber auch extrem gefährlich.

Der selbstständige Trockenbauer fährt mit seinem weißen Transporter auf der A94 bei Forstinning, will zum nächsten Termin, als zwei Autos vor ihm ganz plötzlich rüberziehen …

Die haben ein extremes Ausweichmanöver nach rechts gemacht und dann hab ich da den Geisterfahrer erkannt. Ich bin dann auf ihn zugefahren, hab aufgeblendet die ganze Zeit, den Warnblinker eingeschaltet und bin definitiv auf Kollisionskurs mit ihm gegangen. Weil ich mir gedacht hab, das wäre das Beste, wenn ich den dann bei einer geringen Geschwindigkeit lieber ramme oder Richtung Leitplanke drücke, weil unter anderem auch hinter mir ein Motorradfahrer war. Und wenn ich weg wäre, dann hätte es den Motorradfahrer erwischt, denk' ich mal."

Das alles passiert innerhalb weniger Sekunden. Der weiße Kleintransporter und der blaue Opel fahren auf der linken Spur frontal aufeinander zu. Nach rechts ausweichen kann Thomas Büttner gar nicht mehr. Neben ihm fährt ein 40-Tonner. Und der Handwerker hat Glück: Der 89-jährige Rentner, der ihm entgegenkommt - er bremst …

Das war knapp

Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, wenn der sein Tempo eventuell nicht reduziert hätte. Das weiß ich wirklich nicht. Ein Meter war ja dann noch Platz zum Schluss."

Einen Meter Abstand - mehr Platz war nicht zwischen den beiden Autos. Thomas Büttner geht zu dem alten Mann, zieht den Schlüssel ab, sichert die Gefahrenstelle und fährt die Autos auf den Standstreifen. Und erst dann wird ihm klar, was hier gerade passiert ist.

Als ich dann ausgestiegen bin und das ganze Szenario beendet war, waren meine Finger sehr unruhig. Also, ich hab schon extrem gezittert."

Es war nicht das erste Mal

Das Unglaubliche: Es ist nicht das erste Mal, dass Thomas Büttner so eine Geisterfahrer-Situation hautnah erlebt hat.

Das Gute war ja, dass ich vor einem Dreivierteljahr auch einen gehabt hab in Deggendorf. Dadurch konnte ich jetzt mit der Situation in dem Moment ganz anders umgehen. Ich hab sofort erkannt, das ist ein Geisterfahrer. Beim letzten Mal hat's ein bisschen gedauert bis ich das erkannt hab. Das war fast dieselbe Situation: Den hab ich dann im Endeffekt auch ausgebremst.

Als die ganze Situation vorbei ist, ruft Thomas Büttner seine Frau an und erzählt, was gerade passiert ist. Und die ist über die waghalsige Aktion gar nicht glücklich. Denn es war schließlich ein sehr riskantes Manöver, das ihr Mann da hingelegt hat. Andererseits: Er hat womöglich einen schlimmen Geisterfahrerunfall auf der A94 verhindert.

[Sendung: BAYERN 3 Update]