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#Killfies

Neue Studie: So viele Menschen sterben jedes Jahr bei missglückten Selfies!

Bild: unsplash.com / @kalvisuals

Stylisch, hip - und tödlich: Forscher haben herausgefunden, wie oft Menschen in den letzten Jahren beim Knipsen eines Selfies ums Leben gekommen sind. Außerdem haben sie einen Vorschlag, wie man die Sicherheit beim Fotografieren erhöhen kann.

Das eigene Gesicht im Vordergrund und dahinter der Eiffelturm, das Alpenpanorama oder ein kitschig-romantischer Strand: Um auf Instagram zu bestehen, reicht das offenbar nicht mehr. Viele Hobby-Fotografen suchen deswegen nach ausgefalleneren Selfie-Kulissen und begeben sich dabei immer wieder in Gefahr. Selfie-Shootings auf Bahngleisen oder in der Nähe von Wildtieren enden dann tödlich, so wie Mitte Juli, als ein australisches Urlaubspaar in Portugal beim Selfie-Knipsen 40 Meter in die Tiefe stürzte oder am Samstag, als ein junger Mann aus Sydney starb, weil er beim Fotografieren von der berühmte Sea Cliff-Brücke fiel.

Todesfälle durch Selfies: Studie nur "Spitze des Eisbergs"

Eine neue Studie hat nun untersucht, wie groß das Problem der "Killfies" wirklich ist. Die Forscher der Universität Bhopal (Indien) sammelten Medienberichte zu Todesfällen, die mit dem Schießen eines Selfies zusammenhingen und fanden heraus, dass zwischen Oktober 2011 und November 2017 mindestens 259 Menschen beim Knipsen eines Selbstportraits ums Leben kamen. Allerdings dürfte die Dunkelziffer weit höher liegen. Die Forscher selbst sprechen von einer "Spitze des Eisbergs": Sie selbst hätten ausschließlich Berichte in englischer Sprache ausgewertet und nur zweifellos dokumentierte Selfie-Tode in ihre Studie mit einbezogen.

Tödliche Unfälle durch Selfies 2016 auf Höchststand

Laut den Wissenschaftlern erreichten die tödlichen Selfie-Unfälle 2016 einen Höchststand, 96 Personen kamen damals beim Fotografieren um, 2017 gab einen leichten Rückgang auf 93 Fälle. Die häufigste Todesart war dabei Ertrinken, viele Opfer werden von Wellen hinweggespült, viele machen aber auch Selfies im Wasser, obwohl sie nicht schwimmen können. Zudem werden oft auch Boote versehentlich zum Kentern gebracht, während der Smartphone-Auslöser für den nächsten Insta-Schnappchuss betätigt wird. Männer sind in der Statistik deutlich überrepräsentiert (72.5%). Das Durchschnittsalter der Opfer beträgt 23 Jahre. Das Land, das am meisten Todesfälle dieser Art zu beklagen hat, ist Indien, die Heimat der Wissenschaftler.

Forscher fordern: No-Selfie-Zonen

Grund für die vielen Todesfälle ist laut der Forscher das Bedürfnis vieler junger Menschen, in den sozialen Medien als "cool" zu gelten und viele Likes einzuheimsen. Die Forscher empfehlen deswegen "No Selfie"-Zonen auszuweisen. In bestimmten Gewässern, auf manchen Berggipfel und hohen Gebäuden sollten Selfies demnach Tabu sein.

Quelle: BR24/Christian Schiffer

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Kurzzusammenfassung

Stylisch, hip - und tödlich: Forscher haben herausgefunden, wie oft Menschen in den letzten Jahren beim Knipsen eines Selfies ums Leben gekommen sind. Außerdem haben sie einen Vorschlag, wie man die Sicherheit beim Fotografieren erhöhen kann.