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Vorsicht Wildwechsel!

So verhaltet ihr euch bei einem Wildunfall richtig

Bild: dpa/picture-alliance

Nahezu jede(r) von euch hat so eine Situation schon erlebt: Plötzlich steht am Straßenrand ein Reh - und ihr hofft einfach nur, dass es jetzt nicht auf die Straße springt! Wildunfälle zählen zu den häufigsten Unfällen auf bayerischen Straßen. Wie könnt ihr sie verhindern - und was müsst ihr tun, wenn es zu einem Wildunfall gekommen ist?

So vermeidet ihr als Autofahrer Wildunfälle

- Runter vom Gas - besonders dort, wo Warnschilder für Wildwechsel aufgestellt sind!

- Achtet vor allem in der Dämmerung und nachts auf die Fahrbahnränder.

- Wenn ihr ein Reh oder anderes Wild von weitem über die Fahrbahn springen seht: Vorsicht, hier kommen garantiert noch Nachzügler!

- Steht Wild an oder auf der Fahrbahn, dann blendet ab, bremst kontrolliert ab und hupt (im grellen Scheinwerferlicht sind Rehe & Co. schnell orientierungslos und reagieren panisch).

Wenn sich eine Kollision nicht vermeiden lässt ...

- Habt ihr keine Chance mehr zum Ausweichen, dann haltet das Lenkrad fest und macht eine Vollbremsung. Versucht niemals auszuweichen - ihr könntet in den Gegenverkehr geraten oder in einen Baum fahren.

- Wichtig: Schäden, die durch Ausweichmanöver entstehen, fallen nicht unter den Versicherungsschutz - auch dann nicht, wenn das Ausweichmanöver aus einer Schreckreaktion oder einem Reflex heraus erfolgt.

- Läuft euch ein Kleintier (z. B. ein Hase oder eine Katze) vors Auto, dürft ihr keine Vollbremsung machen. Wenn euch dabei jemand auffährt, könntet ihr die Schuld an dem Unfall bekommen.

Ein Wildunfall - was ist zu tun?

- Unfallstelle absichern, Warnblinkanlage einschalten und Warndreieck in ausreichender Entfernung aufstellen.

- Wenn es (gefahrlos) möglich ist, dann zieht tote Tiere mit Handschuhen von der Straße. Verletzte Tiere solltet ihr auf keinen Fall anfassen: Verletzungs- und Tollwutgefahr!

- Gebt der Polizei Bescheid - auch dann wenn das Tier (verletzt) geflüchtet ist. Die verständigt dann den Jagdpächter.

- Polizei oder Jagdpächter stellen euch eine Wildunfall-Bescheinigung zur Schadensregulierung bei der Versicherung aus.

- Macht mit dem Handy Bilder vom Unfall für die Versicherung - die Teilkasko bezahlt den Schaden in der Regel.

- Eins sollte sowieso klar sein: Auf keinen Fall das tote Wild in den Kofferraum legen und wegfahren. Das ist Wilderei und somit strafbar!


Wir haben auch noch diese Info von BAYERN 3 Hörer Christoph bekommen. Er ist Jäger - und hat noch ein paar hilfreiche Ergänzungen für euch:

Kurzzusammenfassung

Nahezu jede(r) von euch hat so eine Situation schon erlebt: Plötzlich steht am Straßenrand ein Reh - und ihr hofft einfach nur, dass es jetzt nicht auf die Straße springt! Wildunfälle zählen zu den häufigsten Unfällen auf bayerischen Straßen. Wie könnt ihr sie verhindern - und was müsst ihr tun, wenn es zu einem Wildunfall gekommen ist?