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Aufploppende Fenster

Cookies: Nervig, wichtig, gefährlich... egal!

Bild: colourbox / Montage: BAYERN 3

Ein Hinweisfenster mit einem grauen Button "Speichern" und einem grünen Feld "Alle akzeptieren". Darüber vier Kästchen, in denen ihr einen Haken setzen könnt, garniert mit ein paar Zeilen Text. Das erwartet euch, wenn ihr das erste Mal eine Webseite besucht. 

Viele von euch finden die aufploppenden Hinweis-Fenster zu Cookies einfach nur lästig; gerade wenn ihr nur kurz eine Seite besuchen wollt, um das Wetter zu checken. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage akzeptieren 60 Prozent der Deutschen diese Hinweise auf Webseiten, ohne sie durchzulesen. Jüngere Menschen häufiger als ältere. Können uns Cookies egal sein?

Cookies: Helferlein und Datensammler

Cookies sind zunächst einmal nichts Schlimmes: Ein kleines Datenpaket, das beim Surfen auf eurem Tablet oder dem PC abgelegt wird, um ganz unterschiedliche Funktionen zu erfüllen. Auch sehr nützliche. Ihr könnt auf Webseiten eingeloggt bleiben - und müsst nicht jedes Mal das Passwort eintippen. Ihr behaltet eure Einkäufe im Warenkorb - auch wenn ihr zwischendurch auf eine andere Seite wechselt. Cookies ersparen euch also das mehrfache Eingeben von immer gleichen Nutzerdaten.

Weil Cookies so fleißige Datensammler sind, werden sie aber auch für andere Zwecke verwendet, die nichts mit angenehmerer Bedienbarkeit zu tun haben:

Mittlerweile gibt es große Tracking- und Werbe-Netzwerke, die sehr, sehr viele von diesen persönlichen Informationen sammeln." (Andreas Hentschel, Computerfachmagazin CHIP)

Tracking für die Werbebranche

Werbe-, Tracking- oder Analyse-Cookies sammeln Daten über das Online-Verhalten von Nutzern, die dann für personalisierte Werbung eingesetzt werden können. Wer interessiert sich also für welche Produkte? Auf welchen Webseiten war die Person sonst so unterwegs? Ist sie eher männlich oder weiblich, eher jung oder alt?

Wenn ihr das nicht wollt, kein Problem. Das könnt ihr mit ein paar einfachen Tricks einschränken.

1. Cookies zulassen - aber nicht alle: Für Webseiten, die ihr häufig aufruft, könnt ihr die Cookie-Auswahl über das Hinweis-Fenster auf der Seite auf "Essenzielle Cookies" beschränken und diese Einstellung speichern. Damit werden nur Cookies gesetzt, die für die grundlegenden Funktionen der Webseite wichtig sind.

2. Cookies vom Browser filtern lassen: Ihr könnt in den Browser-Einstellungen Cookies blockieren bzw. filtern lassen.

3. Browser-Erweiterungen herunterladen: Wenn ihr noch etwas schneller oder präziser aussortieren möchtet, macht das mit Browser-Erweiterungen. "Cookie AutoDelete" für Mozilla Firefox kann zum Beispiel Cookies bereits beim Schließen automatisiert löschen. Zudem bietet es die Möglichkeit, über Listen ganz genau festzulegen, welche Cookies erwünscht sind und welche nicht. Auch einige Ad-Blocker-Erweiterungen erlauben diese Einstellungen.

Wer in seiner Verzweiflung eine Erweiterung sucht, die die Cookie-Hinweis-Fenster komplett verschwinden lassen, weil sie zum Beispiel das Surfen im mobilen Browser auf dem Smartphone unmöglich machen, wird auch fündig. Wir empfehlen hier jedoch keine. 

Kurzzusammenfassung

Ein Hinweisfenster mit einem grauen Button "Speichern" und einem grünen Feld "Alle akzeptieren". Darüber vier Kästchen, in denen ihr einen Haken setzen könnt, garniert mit ein paar Zeilen Text. Das erwartet euch, wenn ihr das erste Mal eine Webseite besucht.