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Hilflose Igel

So bringst du sie gut durch den Winter

Bild: Piotr Laskawsk / Unsplash

Die Tierheime sind voll und wissen nicht mehr, wohin mit ihnen: hilflose Igel, die in der kalten Jahreszeit dringend ein sicheres Quartier für den Winterschlaf benötigen. Dabei kann jeder von uns helfen – auch du! Wie du Igel gut durch den Winter bringst, erfährst du hier.

Igel gelten in Bayern als vom Aussterben bedroht. Gerade in der kalten Jahreszeit geraten die kleinen Stacheltierchen häufig in eine Notlage: haben sie bis Ende November nicht genügend Gewicht erreicht, haben sie keine Chance, den Winter zu überleben. Und auch bei der Suche nach einem sicheren Winterquartier haben sie es nicht leicht – gerade in Städten finden sie oft keinen geeigneten Unterschlupf.

Igel selber päppeln statt ins Tierheim

Viele denken sofort an das nächstgelegene Tierheim, sobald ein geschwächter Igel gefunden wird. Doch leider kommen die Tierpfleger dort nicht mit dem Aufpäppeln hinterher. In einigen Tierheimen herrscht sogar Aufnahmestopp für Igel, manch andere wiederum suchen dringend Igel-Paten.

Dabei ist selber päppeln so einfach und du benötigst dafür nicht mal einen eigenen Garten! Ein Keller oder eine Garage tut es auch – Hauptsache der Ort ist weder zu warm noch zu kalt. Woran du erkennst, dass ein Igel wirklich deine Hilfe braucht, liest du hier.

So versorgst du einen Igel richtig

Wenn du einen geschwächten Igel bei dir aufnimmst, lege ihn am besten vorsichtig in eine Schachtel, die mit etwas Laub ausgelegt ist. Alternativ fühlt sich der Igel auch in einem entsprechend großen Übertopf oder einer Obstkiste wohl.

Außerdem solltest du genügend Wasser bereitstellen und den Igel täglich mit Futter versorgen – am besten geeignet ist Katzennassfutter oder ungewürztes Rührei. Bitte auf keinen Fall Speisereste oder Obst füttern. Auch Milch verträgt der Igelmagen absolut nicht.

Und tägliches Saubermachen auf keinen Fall vergessen, Igel mögen keinen Unrat an ihrem Schlafplatz.

Wann kann ich den Igel wieder auswildern?

Hat der Igel bis Ende November genügend Gewicht erreicht, kannst du ihn wieder in die Natur auswildern. Optimal sind mindestens 500 Gramm. Sollte der Igel das nicht auf die Waage bringen, benötigt er weiterhin Hilfe und freut sich über eine Überwinterung in seinem Übergangsquartier.

Der Winterschlaf des Igels dauert übrigens recht lange, von Ende November meist bis zum nächsten Frühjahr. Spätestens im März oder April findet er in der Natur wieder genügend Futter. 

Kurzzusammenfassung

Wer in der kalten Jahreszeit einen Igel findet, muss diesen nicht zwangsläufig im Tierheim abgeben. Mit unseren Tipps bekommst du ihn auch selbst gut durch den Winter.