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Roaming-Gebühren sind passé

3 Dinge, die du jetzt über das Surfen und Telefonieren in der EU wissen solltest!

Bild: picture-alliance/dpa

Die EU-Roaming-Gebühren gehören der Vergangenheit an. Das bedeutet: Surfen und Telefonieren darf dich im EU-Ausland nicht mehr kosten als in Deutschland. Aber: Es gibt auch in Zukunft einige Haken und Fußnoten...

1. Was kostet Telefonieren und Surfen mit dem Handy im EU-Ausland in Zukunft?

Du musst seit dem 15. Juni tatsächlich keine Roaming-Gebühr mehr an deinen Netzbetreiber oder Provider bezahlen:
Auf Reisen in der EU kosten dich Anrufe, gesendete SMS-Nach­richten und mobiles Surfen im Internet nicht mehr als wenn du innerhalb von Deutschland unterwegs bist. Es kann aber natürlich sein, dass sich dein Anbieter auf anderem Weg (z.B. über eine höhere Grundgebühr) die entgangene Roaming-Gebühr zurückholt. Schließlich ist es so, dass dein Netzbetreiber weiterhin den ausländischen Netzbetreiber bezahlen muss, wenn du dort unterwegs bist. Allerdings hat die EU Obergrenzen festgelegt, wieviel die Netzbetreiber maximal voneinander verlangen dürfen.

Vorsicht! Einige Discount-Anbieter wie Callmobile, DeutschlandSIM oder Yourfone haben inzwischen Tarife ohne Roaming im Programm. Ihr könnt dann außerhalb von Deutschland nicht telefonieren oder surfen. Das widerspricht natürlich eigentlich dem EU-Gedanken, ist aber nicht verboten. Und ein solcher Vertrag kann sich für euch sogar lohnen. Denn diese Verträge sind in der Regel etwas günstiger. Wenn ihr also sowieso nur selten oder gar nicht im Ausland unterwegs seid, schaut euch diese Verträge mal näher an.

2. Was ist die Fair-Use-Klausel beim Smartphone-Vertrag?

Mobiles Surfen mit dem Handy ist in Zukunft im EU-Ausland genauso teuer wie innerhalb von Deutschland. Aber es gibt Grenzen!

Unendlich surfen im Ausland wird nicht gehen. Das war nicht durchsetzbar. Ein komplettes 'Wir benehmen uns drei Monate lang in Spanien so wie in Deutschland mit einem deutschen Handy' wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Aber für Urlaub machen und telefonieren ohne schlechtes Gewissen, das wird schnell gehen." (Michael Reimon, Digitalexperte der Grünen im Europäischen Parlament)

"Fair Use"-Klausel heißt, dass die Anbieter eine Obergrenze definieren, bis zu der Surfen mit dem Handy im EU-Ausland kostenfrei ist. Wie hoch diese Grenze allerdings ist, dazu gibt es keine Vorschrift. Das wird erst der Wettbewerb zeigen, ob das am Ende 200 MB oder 20 GB im Monat sind.

3. Kann ich mir einfach einen günstigen Tarif in Österreich besorgen?

Im Nachbarland Österreich bekommt ihr für euer Geld aktuell deutlich mehr Datenvolumen als in Deutschland. Könnt ihr euch jetzt nicht einfach dort einen Vertrag besorgen und den in Deutschland nutzen? Die Antwort: Nein. Denn viele Einschränkungen (Wohnsitznachweis, gelegentliches Einloggen im Heimatnetz, Deckelung des Datenvolumens im Ausland) machen einen ausländischen Vertrag unattraktiv. Einen grenzüberschreitenden Wettbewerb will die EU-Kommission derzeit auch gar nicht.

Die von der Kommission vorgeschlagenen Entwürfe für faire Nutzungsregeln beruhen auf dem Grundsatz des Wohnsitzes oder der stabilen Verbindung, den europäische Verbraucher mit jedem EU-Mitgliedsstaat haben können." (Stellungnahme der EU-Kommission)

[Sendung: BAYERN 3 Update]

Kurzzusammenfassung

Die EU-Roaming-Gebühren gehören der Vergangenheit an. Das bedeutet: Surfen und Telefonieren darf dich im EU-Ausland nicht mehr kosten als in Deutschland. Aber: Es gibt auch in Zukunft einige Haken und Fußnoten...

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