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Hate Speech im Internet

Warum es (häufig) besser ist, gar nicht auf Hass-Kommentare zu reagieren!

Bild: picture alliance / Frank Rumpenhorst/dpa

Hate Speech an sich ist kein neues Phänomen. In den vergangenen Jahre hat die massenweise Verbreitung von Hass im Internet aber deutlich zugenommen. Menschen werden abgewertet und angegriffen, es wird zu Hass oder Gewalt gegen andere aufgerufen. Oft sind es rassistische, antisemitische oder sexistische Kommentare, die bestimmte Menschen oder Gruppen als Zielscheibe haben.

Wenn du in den sozialen Medien Ziel von Hate Speech geworden bist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen. Eine sehr gute Idee: Erstmal gar nicht reagieren! Don't feed the troll. Füttere den Troll nicht! (Auch wenn das Wort "Troll" in diesem Zusammenhang verharmlosend klingt.) Warum Zurückhaltung eine sehr gute Strategie sein kann, dafür gibt es zwei Argumente:

1. Keine Genugtuung für den Täter

Reagierst du gar nicht erst auf den Hass-Kommentar des Täters, erhält er nicht die Genugtuung, dass sein Botschaft angekommen ist.

Melde Hate-Speech bei Facebook, Twitter, Instagram & Co.!

Unabhängig davon solltest du den Hass-Kommentar trotzdem als Screenshot sichern und der jeweiligen Plattform melden. Leider lässt sich in Bayern Hate Speech noch nicht online bei der Polizei anzeigen. Die Seite hassmelden.de ist aber eine gute Alternative. Grundsätzlich gilt: Was offline strafbar ist, ist auch online strafbar.

Bild: Screenshot Facebook / Twitter

2. Mit jedem Kommentar verbreitest du den Hass-Kommentar weiter!

Der Algorithmus von Facebook liebt Interaktion! Ohne Likes, Kommentare und Teilungen verschwinden (Hass-)Kommentare schnell wieder. 

Reagiere nicht auf Hass-Kommentare, sonst bekommen sie noch mehr Aufmerksamkeit.

Erhält ein Kommentar unter einem Post keine Reaktion, rutscht er immer weiter nach unten – und wird irgendwann gar nicht mehr angezeigt. Die Folge: Der Hass-Kommentar verpufft!

Wenn du dagegen auf einen Hass-Kommentar reagierst, denkt sich der Facebook-Algorithmus erst einmal: "Ah! Da reagiert jemand auf einen Kommentar. Der muss dann ja wichtig sein!" und so wandert dieser Kommentar unter dem Post nach ganz oben und wird viel häufiger angezeigt. Außerdem steigt so die Reichweite des Hass-Kommentars, er wird jetzt viel mehr Leuten angezeigt. Denn weil du darauf reagiert hast, wird er nun auch vielen Freunden von dir angezeigt.

Kurzzusammenfassung

Wenn du Hass-Kommentare (Hate Speech) erhältst oder siehst, antworte nicht darauf. Denn der Facebook-Algorithmus zeigt Beiträge mit vielen Reaktionen häufiger an und teilt ihn auch mit deinen Freunden. Der Hass-Post erhält also mehr Gewicht und damit eine höhere Reichweite. Besser: Mache Screenshots, melde den Post bei Polizei und Online-Seiten wie hassmelden.de.