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Cyber Monday und Black Friday

Worauf ihr an den Schnäppchen-Tagen achten solltet

Bild: dpa Bildfunk / picture-alliance

Schnäppchen-Alarm! Bald geht es wieder los: "Black Friday" (29.11.), "Cyber Monday" (02.12.) und die "Cyber-Monday-Woche" (25.11.-02.12.) rücken näher. Auch dieses Jahr wollen deutsche Händler ihre Kunden nach US-Vorbild in einen Einkaufsrausch versetzen. Aber Vorsicht: Oft lohnt es sich, nachzurechnen.

Bis zu 80 Prozent Rabatt versprechen die Händler teilweise im Internet für ihre Black-Friday- und Cyber-Monday-Aktionen. Manche Online-Anbieter rufen ganze Rabatt-Wochen aus und starten schon vor Black Friday mit dem Schnäppchen-Verkauf.

Vergleicht Preise im Internet - mit diesen Links!

Verbraucherschützer raten aber, bei solchen Angeboten lieber zwei Mal hinzuschauen. Denn oft berechnet sich der Rabatt an der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers – und die liegt meist weit entfernt vom tatsächlichen Preis. Checkt auf jeden Fall den angeblich günstigen Preis mit Hilfe von Vergleichsportalen wie idealo.de oder billiger.de. Eine Preis-Historie nur für die Amazon-Plattform bekommt ihr auf der camelcamelcamel - hier könnt einfach den Link zu einem Amazon-Produkt eingeben und schon zeigt euch die Seite an, ob Amazon den Preis wirklich gerade gesenkt hat oder nicht. Generell gilt: Checkt die Preise immer bei mehreren Anbietern! 

Nach Erhebungen des Schnäppchenportals mydealz über die vergangenen Jahre liegt die tatsächliche Ersparnis im Schnitt immerhin bei knapp  40 Prozent. Vor allem bei Software und Apps sowie Genuss- und Lebensmitteln lassen sich Schnäppchen machen. Weniger lässt sich demnach bei Elektro-Produkten sparen.

Wichtig: Lasst euch nicht durch wirre Countdown-Angebote oder Sätze "Nur solange der Vorrat reicht" verrückt machen. Es gilt: Ruhe bewahren. Lasst euch nicht unter Druck setzen

Vorsicht beim Amazon Marketplace

Besonders wachsam sollte man darauf schauen, wer überhaupt die Waren verkauft. Vor allem Amazon wird von sogenannten Fake-Shops geflutet – also Anbietern, die gar keine Ware haben und über Vorkasse nur das Geld kassieren möchten. Und die könnten während der Schnäppchen-Tage besonders aktiv sein, warnen Verbraucherschützer.

In jedem Fall gilt: Finger weg, wenn ...

  • ... ein Produkt im Amazon Marketplace für einen extrem niedrigen Preis angeboten wird.
  • ... der Kauf nicht direkt über Amazon abgewickelt werden soll, sondern das Geld direkt auf das Konto des Verkäufers wandert.
  • ... die Zahlung dann auch noch per Vorkasse erfolgen soll.

Die Stiftung Warentest hatte schon 2016 drei Produkte in verdächtigen Shops im Amazon Marketplace bestellt - eine Kamera, einen Kaffee-Automaten und eine Espresso-Maschine. Keines der Produkte wurde geliefert. Bei der Espresso-Maschine bekam die Stiftung zumindest das Geld von Amazon wieder, weil die Bestellung direkt über Amazon lief. In den beiden anderen Fällen war auch das Geld weg.

[Sendung: BAYERN 3 - Die Nachrichten]

Kurzzusammenfassung

Nach US-Vorbild wollen seit einigen Jahren auch deutsche Händler die Kunden in einen Einkaufsrausch versetzen: "Black Friday" und "Cyber Monday" halten immer mehr Einzug. Doch so groß die Rabatte auch erscheinen: Oft lohnt es sich, nachzurechnen.