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#WhatsAppDown

Threema, Signal, Telegram & Co. - das sind die Alternativen zu WhatsApp

Bild: unsplash.com / Hannah Busing

Deutschland ist WhatsApp-Land: Der Messenger aus dem Hause Facebook erfreut sich großer Beliebtheit, gerät aber Immer wieder in die Kritik. Dabei herrscht an WhatsApp-Alternativen kein Mangel, doch genau diese Zersplitterung des Angebots ist gleichzeitig das Problem. Denn damit dir eine Messenger-App etwas nutzt, müssen möglichst viele deiner Freunde dieselbe App benutzen. Und kein Messenger-Dienst ist so beliebt wie WhatsApp.

Signal

Der Messenger kann alles, was WhatsApp auch kann. Er ist Open Source, das heißt, der Programm-Code ist öffentlich und kann eingesehen und kontrolliert werden. Alle Chats sind Ende-zu-Ende verschlüsselt. Du kannst einstellen, dass Nachrichten, die du schreibst, nur für eine bestimmte Zeit lesbar sind und sich dann automatisch löschen. Man kann Signal außerdem den Zugriff auf seine Kontakte verbieten. In dem Fall musst du die Nummer der Empfänger allerdings händisch eintippen. Nachteil: Auch Signal benötigt, wie WhatsApp, eine Telefonnummer zur Identifizierung. Signal ist kostenlos und finanziert sich über "Zuwendungen und Spenden" (ähnlich wie Wikipedia). Die Server des Unternehmens stehen in den USA und unterliegen damit weniger strengen Datenschutzregeln als in Europa.

Threema

Viele Messenger versuchen sich von WhatsApp dadurch zu unterscheiden, dass sie auf Datenschutz und Sicherheit großen Wert legen. Das gilt insbesondere für Threema. Der Messenger aus der Schweiz setzt auf eine starke Verschlüsselung, außerdem musst du deine Telefonnummer nicht angeben. Stattdessen bekommst du eine zufällige Nummer: eine ID, die du deinen Freunden mitteilen kannst, wenn du dich mit ihnen über Threema unterhalten möchtest. Kontaktdaten werden nur anonymisiert benutzt und nicht gespeichert. Nachteil: Die App kostet Geld - 3,99 Euro für iPhones und Android-Handys.

Bild: dpa/picture-alliance

Telegram

Eine der bekanntesten Alternativen zu WhatsApp ist Telegram. Telegram ist ebenfalls Open Source. Das Prunkstück der App ist die Gruppenchatfunktion, für die es viele nützliche Features (Umfragen oder Terminerinnerungen) gibt. Nachteil: Telegram als Unternehmen ist ziemlich intransparent, hat keinen festen Firmensitz und ist dezentral organisiert. Wenn du also Datenschutzbedenken haben solltest, greife besser zu einer anderen App. Die Verschlüsselung, die Telegram einsetzt, gilt unter Experten als umstritten, was die Sicherheit angeht. Die App muss mit einer Telefonnummer verknüpft werden.

Wire

Wire gibt es als mobile App fürs Smartphone, du kannst den Messenger aber auch im Browser am Rechner nutzen. Chats, Telefonate und Video-Calls sind standardmäßig Ende-zu-Ende verschlüsselt. Auch Wire basiert auf einer Open-Source-Software. Nachteil: Du kannst Wire nicht nutzen, ohne deinen Namen, deine Handynummer oder deine E-Mailadresse anzugeben.

SMS

Die gute alte SMS hat durchaus ihre Vorteile: Niemand kann sehen, ob du online bist oder eine Nachricht schon gelesen hast, zudem kann eine schlechte Datenverbindung einer SMS nichts anhaben. Vor allem aber kann fast jedes Handy SMS verschicken, man muss sich nicht umständlich auf einen Messenger einigen, um Nachrichten austauschen zu können. Nachteile? SMS können teuer werden, vor allem dann, wenn man Videos verschicken möchte. Das funktioniert auch weit weniger gut als bei WhatsApp & Co. Zudem gilt die SMS als leicht angreifbar und somit als eine eher unsichere Art der Kommunikation.

Kurzzusammenfassung

An WhatsApp-Alternativen herrscht kein Mangel, doch genau diese Zersplitterung des Angebots ist gleichzeitig auch ein Problem. Denn damit eine Messenger-App einem nützt, müssen möglichst viele Menschen dieselbe Messenger-App benutzen. Und kein Messenger-Dienst ist so beliebt wie WhatsApp.