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Nach bösem Fahrradunfall im Allgäu

Bundeswehrsoldat rettet dem kleinen Leonard das Leben!

Bild: privat / Melanie Försch

Es ist eine moderne Heldengeschichte - unglaublich, aber wirklich so passiert. Es geht um den 11-jährigen Leonard. Anfang Oktober macht er mit seiner Familie Urlaub im Allgäu. Sie sind auf einer Fahrradtour, als Leonard plötzlich ganz blöd stürzt. Sein Lenker verdreht sich und die Handbremse bohrt sich in den Oberschenkel. Dabei wird eine Hauptschlagader so schwer verletzt, dass er fast verblutet. Ein Soldat, der mit dem Auto zufällig vorbeifährt, sieht alles und wird zum Held.

Es ist der 5. Oktober. Ein Freitag. Familie Försch aus Frankfurt ist mit den beiden Jungs im Urlaub im Allgäu. Sie machen eine Fahrradtour, als der 11-jährige Leonard anfängt, Faxen zu machen. Er will mit dem Rad springen, dabei verzieht es ihm das Lenkrad. Er fällt. Bei dem Sturz bohrt sich die Handbremse in seinen Oberschenkel und verletzt die Hauptschlagader. Mama Melanie rennt zu ihm.

Das ging dann auch wirklich sehr schnell, dass die ganze Hose schwarz war und das Blut mit dem Puls aus der Wunde rausspritzte. Mein Mann hat das dann versucht mit den Händen zu stillen und mich angebrüllt: Ich soll den Notruf absetzen. Nur ich wusste nicht genau, wo wir sind. Und dann hab ich mich umgedreht und dieser Soldat stand da."
Bild: privat / Bild: privat / Melanie Försch

Der Soldat ruft sofort den Rettungsdienst und legt Leonard einen Druckverband an. Er bleibt bei der Familie bis Hilfe kommt, hält Leonard wach. Melanie will gar nicht dran denken, was ohne den Retter passiert wäre …

Schlimmes. Ganz ganz schlimmes. Also man ist ja als Mutter eigentlich eine Fehlkonstruktion, weil man eigentlich totales Kopfkino nach so einer Geschichte hat. Dieser Gedanke - was wäre wenn, der frisst einen auf. Wahrscheinlich wäre der Leonard verblutet."

Während Melanie mit dem verletzten Leonard auf den Krankenwagen wartet, kümmert sich der Soldat um den kleinen Bruder, der komplett unter Schock steht. Zur Beruhigung schenkt er ihm das Bundeswehr-Patch, das er am Arm hat. Melanie will sich bei dem Mann bedanken, doch als der Notarzt kommt, ist der Soldat verschwunden …

Ein paar Tage später haben wir uns gedacht, wir müssen den finden, wir müssen uns bedanken. Ich kam dann natürlich selbst auf die Idee, in Füssen in der Kaserne anzurufen. Aber die haben dann gesagt, dass sie uns keine Auskunft geben dürfen."
Bild: obs/Presse- und Informationszentrum des Heeres/Nico Liedert

Also startet Melanie einen Aufruf bei Facebook. Sie will den Mann finden, der ihrem Sohn das Leben gerettet hat. Und von dem nur eine Spur bleibt: Sein Abzeichen. Die Nachricht wird über 2.000 Mal geteilt - und bald kommt der Hinweis: Der Lebensretter heißt Tim. Er ist selber Papa und Soldat in Füssen. Am Unfalltag war er auf dem Weg zur Kaserne - und sogar spät dran. Riesenglück für Leonard, dass er alles gesehen und sofort angehalten hat. Melanie nimmt Kontakt auf, will den Soldaten unbedingt bald wiedersehen:

Also wir sind ihm unfassbar dankbar, in Worten kann man das nicht formulieren. Wir haben uns jetzt entschlossen, ein Wochenende im November frei zu schaufeln und nochmal nach Füssen zu fahren um ihn zu besuchen. Und dann werd ich ihm - da wird er leider nicht davonkommen - um den Hals springen, ihn umarmen und meinen herzlichsten Dank nochmal aussprechen."

Ihr könnt die ganze Geschichte auch im BAYERN 3 Frühaufdreher Podcast nachhören:

[Sendung: Sebastian Winkler und die BAYERN 3 Frühaufdreher]

Kurzzusammenfassung

Es ist eine moderne Heldengeschichte - unglaublich, aber wirklich so passiert. Es geht um den 11-jährigen Leonard. Anfang Oktober macht er mit seiner Familie Urlaub im Allgäu. Sie sind auf einer Fahrradtour, als Leonard plötzlich ganz blöd stürzt. Sein Lenker verdreht sich und die Handbremse bohrt sich in den Oberschenkel. Dabei wird eine Hauptschlagader so schwer verletzt, dass er fast verblutet. Ein Soldat, der mit dem Auto zufällig vorbeifährt, sieht alles und wird zum Held.