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Blut spenden

Wer darf Blut spenden - und wer nicht?

Bild: picture alliance / Shotshop | Erwin Wodicka

In Bayern werden jeden Tag 2.000 Blutspenden benötigt - für Menschen nach einem Unfall, für große Operationen oder für Patienten mit einer Krebserkrankung. Nur etwa fünf Prozent der Bevölkerung in Bayern spendet laut Bayerischem Roten Kreuz ihr Blut - aber jeder Dritte ist einmal in seinem Leben auf ein "Blutprodukt" angewiesen.

Wer kann Blut spenden?

Eine Blutspende ist für jeden zwischen 18 und bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag möglich. Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren erfolgt die Zulassung jedoch nach individueller ärztlicher Beurteilung. Die oberste Grenze für eine Erstspende liegt bei 64 Jahren. Bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung jedoch nach individueller ärztlicher Beurteilung. Grundsätzlich kommen für eine Blutspende auch ältere Menschen noch in Frage, wenn das ihr Gesundheitszustand zulässt. Das wird vor jeder Spende geprüft. Darüber hinaus ist für eine Blutspende ein Körpergewicht von mindestens 50 Kilogramm erforderlich.

Wie oft darf Blut gespendet werden?

Frauen dürfen viermal und Männer sechsmal innerhalb eines Jahres Blut spenden. Der Zeitraum zwischen zwei Blutspenden muss mindestens acht Wochen betragen. Grund dafür sind die Blutzellen: Diese erneuert der Körper zwar bereits in zwei Wochen, der Ausgleich des Eisenverlusts dauert aber rund zwei Monate, bei Frauen auch etwas länger.

Darf ich nach meiner Corona-Infektion spenden?

Nach einer Coronavirus-Infektion gilt für die meisten: Spenderinnen und Spender können zwei Wochen nach ihrer Genesung wieder zur Blutspende zugelassen werden. Aber: Menschen mit Erkältungssymptomen dürfen grundsätzlich nicht Blut spenden.

>> Mehr Infos: Wie spende ich Stammzellen? Aktuelle Typisierungsaktionen in Bayern

Wann darf ich kein Blut spenden?

Laut DRK sollten Frauen während der Schwangerschaft und auch nach der Geburt vorübergehend nicht Blut spenden. Ebenso gibt es einen zeitlich begrenzten Ausschluss nach vielen Impfungen und Auslandsreisen in Malariagebiete oder Ländern mit Hepatitisrisiko. Vorübergehend nicht gespendet werden kann nach größeren Operationen oder bei Einnahme bestimmter Medikamente.

Nach Akupunkturbehandlungen, sofern diese nicht nachweislich steril durchgeführt wurden, sowie Piercings und Tätowierungen wird mindestens vier Monate bis zur nächsten Spende gewartet, um Infektionen sicher auszuschließen.

Gibt es einen dauerhaften Ausschluss für Blutspenden?

Dieser gilt beispielsweise bei bestimmten Vorerkrankungen wie insulinpflichtiger Diabetes, bei bestimmten Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder HIV und bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen.

Darf ich Blut spenden, wenn ich schwul oder bisexuell bin?

Die sexuelle Orientierung war bis vor kurzem tatsächlich ein Ausschlusskriterium. Im Frühjahr hat der Bundestag das Blutspendeverbot für schwule Männer aber abgeschafft. In einer entsprechenden Gesetzesänderung heißt es nun:

Die sexuelle Orientierung darf bei der Bewertung des Risikos, das zu einem Ausschluss von der Blutspende führt, nicht berücksichtigt werden."

Was ist vor einer Blutspende zu beachten?

Wer Blut spendet, sollte am Tag der Blutspende viel trinken - natürlich alkoholfrei. Jeder, der Blut spendet, sollte etwa innerhalb der letzten Stunde vor der Spende etwas - allerdings nicht zu fettreiches - essen.

Wo ist eine Blutspende möglich?

Der Blutspendedienst des BRK bietet in Bayern etwa 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine pro Jahr an. Alle Termine der nächsten Wochen findest du unter: www.blutspendedienst.com/termine.

PULS Reportage / BR

Blutspenden: Wie läuft das ab und warum ist es so wichtig?

Kurzzusammenfassung

Eine Blutspende ist für jeden zwischen 18 und bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag möglich. Nur Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen oder Infektionen sind ausgeschlossen. Außerdem Schwangere, frisch Tätowierte und je nach Zielland auch Leute, die gerade im Ausland waren.