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FAKT oder FAKE?

Kommen Wiener Würstchen in Wahrheit aus Bayern?

Bild: ZUMA Press / BAYERN 3 (Michael Pustal)

Woher kommen die Wiener Würstchen? Klare Sache. Sagt doch der Name schon. Aus Wien, oder? Nein, tatsächlich sind die Wiener Würstchen eine bayrische Erfindung. Der Erfinder der Wiener Würstchen kommt nämlich aus Oberfranken und heißt: Johann Georg Lahner.

Johann Georg Lahner war 1772 in Gasseldorf in der Fränkischen Schweiz geboren worden. Er suchte sich einen Ausbildungsplatz in Frankfurt, startete dort seine Metzgerlehre. Damit fertig, verschlug es ihn nach Wien, wo er mit einer neu kreierten Wurst-Rezeptur berühmt wurde. Seine Würstel wurden Stadtgespräch und entwickelten sich nicht nur beim 'normalen' Volk zu einer Delikatesse, sondern auch am Königlichen Hofe. Lahner selbst nannte die Würste "Frankfurter" - als Erinnerung an seine Lehrzeit. Über Jahrzehnte hatten die Lahners mit der Rezeptur Erfolg. Erst in den 1960er Jahren stellte die Familie ihren Traditionsbetrieb ein. 

Wir kennen die von Lahner erfundenen "Frankfurter" in Bayern heute in erster Linie als "Wiener(le/la)". Bei unseren Nachbarn in Baden-Württemberg wird sie meist "Saitenwurst" genannt. Als "Frankfurter" bezeichnet man Lahners Rezeptur übrigens auch in den USA und Kanada. Bei unseren Freunden aus Frankreich, Italien und Spanien sagt man dagegen vor allem "Wurstel".

Kurzzusammenfassung

Die Wiener Würstchen sind tatsächlich die Erfindung eines Bayern. Metzger Johann Georg Lahner aus Oberfranken hatte sie Anfang des 19. Jahrhunderts in Wien erfunden. Lahner selbst nannte die Würste "Frankfurter" - als Erinnerung an seine Lehrzeit.