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Strom, Gas, Benzin

Energiepreispauschale: So einfach bekommst du in diesem Monat die 300 Euro vom Staat!

Bild: engin akyurt / unsplash

Strom, Gas, Benzin - alles wird noch teurer. Die Bundesregierung zahlt deshalb jetzt im September eine Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro. Aber wer bekommt sie? Und was musst du tun, um sie zu erhalten? Die wichtigsten Antworten auf eure Fragen im Überblick.

Wie hoch ist die Energiepreispauschale - und wer bekommt sie?

Es geht um 300 Euro für so gut wie jeden, der in Deutschland seinen Wohnsitz hat oder hier steuerpflichtig ist. Das bedeutet, du bekommst 300 Euro, wenn du ...

- "ganz normal" als Arbeiter(in) oder Angestellte(r) arbeitest

- selbständig bist

- wenn du Einkommen aus Land- und Forstwirtschaft hast

- ein Gewerbe betreibst

- Azubi, Werkstudent oder Student im bezahlten Praktikum bist

- einen Minijob hast

- kurzarbeitest

- dich in der Ruhephase der Altersteilzeit befindest

- Teilnehmer am Bundes- oder Jugendfreiwilligendienst bist

- ehrenamtlich unterwegs bist und einen steuerfreien Lohn bekommst

- Lohnersatzleistungen wie Eltern- oder Mutterschaftsgeld erhältst und dabei einen Arbeitsvertrag hast

Update: Rentner bekommen die 300 Euro im Dezember über die Deutsche Rentenversicherung. Studierende bekommen einmalig 200 Euro. Wohngeldberechtigte erhalten zusätzlichen Heizkostenzuschuss von 415 Euro.

Wie kommst du an die 300 Euro?

Du bekommst das Geld von deinem Arbeitgeber - zusammen mit dem September-Gehalt. Du musst nichts weiter tun und auch keine Formulare ausfüllen. Wenn du mehrere Jobs hast, bekommst du die 300 Euro von deinem Hauptarbeitgeber. Wer das ist, musst du in einer schriftlichen Erklärung festlegen. Ohne diese Bestätigung darf dein Arbeitgeber die Energiepreispauschale nicht auszahlen.

Muss ich die 300 Euro versteuern?

Ja, du musst das Geld am Ende des Jahres versteuern, aber keine Sozialversicherung abführen. Es gilt der persönliche Steuersatz. Von den 300 Euro brutto werden am Ende im Durchschnitt 193 Euro netto bleiben. Zumindest wenn man das mal mit einem Bruttojahresgehalt von etwa 54.000 Euro (laut Statistischem Bundesamt das Durchschnittsgehalt) in Deutschland durchrechnet.

Ich bin Selbständiger oder habe ein Gewerbe - woher bekomme ich das Geld?

Bei Selbständigen oder Gewerbetreibenden wird die Energiepreispauschale über die Steuervorauszahlung für das dritte Quartal abgewickelt. Diese wird entsprechend herabgesetzt.

Ich arbeite im September gar nicht, im Rest des Jahres schon - von wem bekomme ich die 300 Euro?

Wenn du im September nicht arbeitest (aber irgendwann im Jahr 2022 durchaus Einkünfte erzielst oder erzielt hast), dann werden die 300 Euro über die Einkommensteuererklärung abgewickelt. Genauso wie in den Fällen, in denen das Geld nicht von einem Arbeitgeber ausbezahlt wird.

Warum gibt es die Energiepreispauschale?

Das Geld soll ausgezahlt werden, um - wie es beim Bundesfinanzministerium etwas sperrig heißt - "diejenigen Bevölkerungsgruppen zu entlasten, denen typischerweise Fahrtkosten im Zusammenhang mit ihrer Einkünfteerzielung entstehen". Du könntest also sagen: Die Energiepreispauschale ist ein Extra-Fahrgeld zur Arbeit. Weitere Infos zum Entlastungspaket haben wir hier für euch.

>> Mehr Infos: Weniger Strom - mehr sparen: So wechselst du deinen Stromanbieter - in 10 Minuten

Kurzzusammenfassung

Strom, Gas, Benzin - alles wird noch teurer. Die Bundesregierung zahlt deshalb im September eine Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro. Aber wer bekommt sie? Und was musst du tun, um sie zu erhalten? Die wichtigsten Antworten auf eure Fragen im Überblick.