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Wofür ist eigentlich die Querstange an Herrenfahrrädern?

Bild: unsplash.com / BAYERN 3 (Michael Pustal)

Es gibt so viele Dinge im Leben, die wir einfach als gegeben hinnehmen. Warum ist in den meisten Aufzügen ein Spiegel? Wofür ist eigentlich die Prise Salz in fast jedem Kuchenteig? Und was soll das kleine Loch im Flugzeugfenster? Fragen wie diese klären wir ab sofort - denn (fast) alles im Leben hat einen Sinn ;-)

Wofür sind eigentlich die Querstangen an Herrenfahrrädern?

Die meisten Herrenfahrräder haben eine Querstange. Radl für Frauen eher nicht. Aber warum ist das so? Für die Antwort beamen wir uns 200 Jahre zurück. Als das Fahrrad damals in Mode kam, da hatte es grundsätzlich eine waagerechte Querstange. Nur so konnte es stabil genug gebaut werden. Bei höheren Geschwindigkeiten hätte der Rahmen sonst "geflattert". Trotzdem war die Querstange für Frauen blöd. Denn mit ihren langen Röcken hatten sie es schwer, sich auf das Rad zu schwingen. Außerdem hätte beim Radfahren immer ein Stück Bein hervorgeschaut - was damals als sehr unanständig angesehen wurde. Also verzichteten die meisten Frauen aufs Radfahren.

Erst später kamen dann auch Räder mit tiefem Einstieg - als Material und Verarbeitung viel hochwertiger und besser wurden. Und mittlerweile ist die Bauart für die Stabilität und die Fahrdynamik sowieso egal.

"Fahrdynamisch ist es heute irrelevant, nach welcher Bauart ein Fahrrad konzipiert ist, solange es auf die Belastungen hin optimiert wurde." (Gunnar Fehlau, Pressedienst Fahrrad)

Entscheidend ist also nicht mehr das Geschlecht, sondern wofür du das Fahrrad einsetzt und was in deinem speziellen Fall praktischer ist - ein tiefer Einstieg oder eben mit einer Querstange. Rennräder haben immer ein Querstange, egal für welches Geschlecht. Wer dagegen einen Kindersitz hinten auf dem Gepäckträger befestigt hat, dürfte mit tiefem Einstieg glücklicher werden.

Kurzzusammenfassung

Als das Fahrrad vor 200 Jahren in Mode kam, da hatten alle Räder grundsätzlich eine waagerechte Querstange. Nur so konnte das Fahrrad damals stabil genug gebaut werden. Mittlerweile ist die Bauart für die Stabilität und die Fahrdynamik egal. Was jetzt zählt: Welche Bauweise ist praktischer für dich!